Archiv für die Kategorie „6 Fotos, Lyrik und Schöngeistiges“


Lumpensammlerweisheit des 18. Jahrhunderts

Aus Lumpen macht man Papier,

aus Papier macht man Geld.

Geld erzeugt Banken.

Banken erzeugen Bettler.

Bettler erzeugen Lumpen!

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Rose und Zeitung (01)

Rose und Zeitung (2)

Rose und Zeitung (4)



Ein Winterausflug in den Tannenfelder Park zwischen Ronneburg und Löbichau in Ostthüringen

Den Park erreicht man von Ronneburg aus, von der A 4 AS Ronneburg auf der B 7 in Richtung Altenburg fahrend, rechts der B 7. Wenn man auf der B 7 vorbeifährt, ahnt man absolut nichts von dem nahegelegenen und wunderschönen Park.

Herzogin Anna Dorothea von Kurland erwarb das Areal 1794 und ließ in der Folge ein Schlösschen im klassizistischen Baustil errichten. Sie ließ einen Landschaftspark anlegen, der vor allem im Frühjahr mit seinen 50 blühenden Rhododendronarten eine Augenweide ist. Aber nicht nur der Rhododendron, wie unser Winterausflug zeigt……

1899 gründete Dr. med. Paul Friedrich Arthur Tecklenburg ein Sanatorium für Gemüts- und Nervenkrankheiten. Der bekannteste Patient war 1912 der Schriftsteller Hans Fallada. Wie sagt man so schön, “Wahnsinn und Genie gehen Hand in Hand”. Also auch bei Fallada…..

Während der Park einen gepflegten Eindruck macht, kann man das von den zusehends verfallenden Gebäuden leider nicht sagen. Es ist schade. Man müsste viel Geld haben….. Es ist an verschiedenen Installationen und Baumaßnahmen zu sehen, daß hier nach der Wende nochmal etwas in Angriff genommen wurde, aber offenbar mangels Geld oder Nutzungskonzept alles aufgegeben wurde. Nur ein am Parkeingang stehendes saniertes Gebäude beherbergt heute einen Heimkrankenpflegedienst.

Ich lasse die Fotos mal für sich sprechen ;-)

Kurz nach dem Parkeingang, ein Wirtschaftsgelände mit Turm

Kurz nach dem Parkeingang, ein Wirtschaftsgelände mit Turm

Der Fachwerkturm mit ehemaliger Turmwohnung

Der Fachwerkturm mit ehemaliger Turmwohnung

DSC_0013

Blick zur Burg Posterstein hinter den Lärmschutzwänden der nahen A 4

eine leider leer stehende Villa

eine leider leer stehende Villa

Blick zum klassizistischen Parkschlösschen

Blick zum klassizistischen Parkschlösschen

Der Verfall ist nicht zu übersehen

Der Verfall ist nicht zu übersehen

das abbruchreife Gartenhäuschen

das abbruchreife Gartenhäuschen

Das Schloß von vorn

Das Schloß von vorn

ein weiteres leerstehendes Haus

ein weiteres leerstehendes Haus

...... und von der anderen Seite

…… und von der anderen Seite

an dem kleinen und malerischen Parksee

an dem kleinen und malerischen Parksee

an dem kleinen und malerischen Parksee

an dem kleinen und malerischen Parksee

ein weiteres, leider leerstehendes Haus

ein weiteres, leider leerstehendes Haus

Das am Parkeingang befindliche, von einem Heimkrankenpflegedienst bewirtschaftete Gebäude

Das am Parkeingang befindliche, von einem Heimkrankenpflegedienst bewirtschaftete Gebäude

Nach zwei Stunden Winterspaziergang nebst Foto-Session gab es im Auto aus dem Picknick-Korb Kaffee, Brötchen und Knacker sowie eine Banane und was Süßes zu naschen ;-)

Weitere Ausflugsziele in unmittelbarer Nähe wären:

1.) die oben schon im Bild erwähnte Burg Posterstein

2.) das kleine, aber feine Schloß Ronneburg

3.) auf der anderen Seite der B 7, schräg gegenüber in Richtung Altenberg, Einfahrt Löbichau, der Schloßpark Löbichau am ehemaligen Schloß, heute Seniorenresidenz

4.) die 1000-jährige knorrige Eiche in Nöbdenitz im Sprottetal (älteste Stieleiche Deutschlands), ebenfalls seitlich der B 7 – oder den Ausflug gleich bis Schmölln erweitern. Nöbdenitz und Schmölln als einen Ausflug KLICK HIER

5.) einen Abstecher zum Bismarckturm auf dem Reuster Berg, Öffnungszeiten am besten im Vorfeld erfragen (zum Beispiel auf der Gemeinde). Der Blick über das seichte Hügelland Ostthüringens rund um Ronneburg ist toll ;-)

Viel Spaß beim Selbsttest



ein Besuch im Schlosspark von Ebersdorf in Ostthüringen

In der Ostthüringer Zeitung OTZ vom 03.08.2012 stellte man thüringer Parks vor. Unter der Überschrift “Der Gehölzreiche” stellte man den Park Ebersdorf vor. Ich meine, ein wenig mehr hätte man schon angeben und locken können! Der Park befindet sich im Ortsteil Ebersdorf der Doppelstadt Saalburg-Ebersdorf im Naturpark Thüringer Schiefer- gebirge/Obere Saale in der Nähe der Bleilochtalsperre zwischen den Orten Schleiz und Bad Lobenstein. Der Park ist in der Mitte des Ortes ausgeschildert, ein Parkplatz unmit- telbar davor. Der Park selbst ist ein Landschaftspark im englischen Stil und lockt mit kurzweiligen Elementen. Zwei Teiche, ein Tee- und ein Teichhäuschen, Skulpturen und eine Grabstätte der Familie Reuß jüngere Linie, die Orangerie (heute würde man Winter- garten sagen) sowie zahlreiche Ruheoasen und Bänke laden zum Lustwandeln ein. An neuzeitlichen Einrichtungen finden sich außerdem eine idyllisch gelegene Grundschule, ein Waldspielplatz, eine Freilichtbühne und ein Volleyballplatz. Eine besondere Augenweide war der Park freilich im goldenen Oktober des Jahres 2012.

Der Parkeingang am Küchenteich

Enten auf dem Küchenteich

Enten auf dem Küchenteich

Die sogenannte Orangerie war ursprünglich tatsächlich als ein Aufbewahrungsort für die Orangenbäumchen und die Zitruspflanzen gedacht. Später wurde daraus ein Wintergarten für die nicht winterharten Pflanzen oder die Südpflanzen.

Orangerie und Küchenteich

Auf der anderen Uferseite des Küchenteiches befindet sich das ehemalige Ebersdorfer Schloss. Besitzer war eine Familie des Herrscherzweiges Reuß jüngere Linie.

das ehemalige Ebersdorfer Schloss

eine der zahlreichen Bänke . . . .

An der Grundschule und am Spielplatz vorbei, im raschelnden Laub unter knallbunten Bäumen, war das Teehäuschen am Südwestrand des Parkes unser nächstes Ziel. Das Teehäuschen war ursprünglich dazu gedacht, den ermüdenden Spaziergänger zu einem Tee und einer Ruhepause einzuladen und einen Moment beim Blick über den Park inne- zuhalten. Das heutige Teehäuschen wurde nach alten Plänen von ortsansässigen Hand- werkern im Jahr 2006 fertig gestellt.

Das Teehäuschen am Südwestrand des Parkes

Blick vom Teehäuschen über die Lichtung

Im Inneren des Häuschens standen Teekannen, Wasserflaschen, Pappe-Becher und Apfeltaschen bereit – getreu der alten Sitte, den Spaziergänger zu stärken. Wir langten bescheiden zu, hinterließen alles ordentlich und legten einen “Dankeschön-Zettel” hin. 

Selbstbedienung im Teehäuschen

Blick aus dem Teehäuschen

Irgendwie plagte uns dann doch das schlechte Gewissen und ich hinterfragte den Tatbestand der angeblichen Selbstbedienung. Folgende Antwort erhielt ich aus Ebers- dorf: „Sehr geehrter Herr K., werte Frau S., über Ihre nette E-Mail haben wir uns sehr gefreut. Auch, dass Ihnen unser Ebersdorfer Park so gut gefallen hat. Der Herbst ist wirklich in einem Landschaftspark die schönste Jahreszeit. Ihre Fotos sind prima. Ich fotografiere ja auch sehr gerne und viel. Aber diese Pracht der leuchtenden Farben hat man nicht immer bzw. ist dann gerade mit der Kamera nicht zur Stelle. Wenn Sie nichts dagegen haben, würden wir gerne zwei Fotos in unsere Sammlung der schönsten Park- fotos übernehmen. Das Teichhäuschen wäre auch sehr gut für Parkwerbung geeignet. Natürlich würden wie die Urheberrechte wahren wollen (Nennung des Fotografen!).

Bezüglich der Anfrage zum  Teehäuschen will ich Sie gerne aufklären: Das Teehäus- chen ist das ganze Jahr über geöffnet. Am letzten Sonntag fand am Nachmittag eine Park- führung statt. Als kleine Überraschung für die Teilnehmer der Führung hatten die Park- führer eine Rast im Teehäuschen eingeplant, wozu  Tee und Gebäck vorbereitet wurde. Es waren also doch gute Feen im Einsatz! Und dass Sie sich am „Buffett“ bedient haben, war völlig in Ordnung. Die Veranstalter und die Gäste haben sich über Ihren Dankeschön-Zettel und Ihr Interesse an unserem schönen Fleckchen Erde gefreut.

Viele Grüße aus Saalburg-Ebersdorf, K. F., Sekretärin des Bürgermeisters”

“Indian Summer” in Ebersdorf

Der Pfotenteich

Im weiteren Verlauf unseres Spazierganges gelangten wir an den Pfotenteich. Wir waren am Westrand des Parkes angelangt und befanden uns damit am Weitesten entfernt von unserem Ausgangspunkt.

Der Pfotenteich

Blick aus dem Teichhäuschen

Als wir am Ausgangspunkt >Parkplatz am Küchenteich< ankamen, sind wir 2,5 kurz- weilige Stunden unterwegs gewesen. Unser Resümee? Dieser Park sieht uns wieder!!  ;-)

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Zu einem anderen Ausflugsziel am Rande gleich noch ein paar Worte: Schon oft sind wir, meistens mit dem Motorrad, an der Steinernen Rose in Kloster vorbei gefahren. Nie hatten wir Lust, dort anzuhalten. Heute mit dem Auto bot es sich aber an. Etwas nördlich außerhalb des Ortsteiles Kloster der Doppelstadt Saalburg-Ebersdorf befindet sich das Naturdenkmal „Steinerne Rose“. Gelegen am Bleilochstausee im Naturpark Obere Saale/ Thüringer Schiefergebirge stellt die Steinerne Rose eine Einzigartigkeit dar – leider eine, an der man viel zu oft und viel zu schnell vorbei fährt.
Die Rose besteht aus einer Art Basaltgestein, das in Schichten verwittert. Das zwischen den Schichten befindliche Ton- und Schiefergestein verwittert schneller, als das harte Basalt-Pikrit-Gestein. Dabei bilden die verwitternden Schichten die Gestalt einer Rose, deren einzelne Schalen so nach und nach aufplatzen.

Saalburg-Ebersdorf OT Kloster, Steinerne Rose

 

Viel Spaß  ;-)

 



Vier Naturfotos aus dem Chemnitztal (Mittelsachsen) zwischen den Claußnitzer Ortsteilen Markersdorf und Diethensdorf bzw. Göritzhain

Wasserstrudel in dem zwischen den Steinen dahin gurgelnden Flußwasser der Chemnitz

Spinnenweben mit “Intarsien” im Herbstwind auf dem Wurzelberg

Wolkenspiegelung im Chemnitzfluss



Heute ist der internationale Tag des Kusses!

http://www.kleiner-kalender.de/event/internationaler-tag-des-kusses/5943-welt.html

Küssen macht schlank, weil man Kalorien verbrennt. Küssen stärkt das Immunsystem. Küssen strafft die Gesichtsmuskeln und Küssen macht Spaß. Küssen tut gut! Dennoch sind laut einer Studie viele „zu faul“ dazu. Oder liegt es am (falschen) Partner?

Ein leidenschaftlicher Kuss kann mehr Intimität bedeuten, als leidenschaftsloser Sex oder „gekaufte Liebe“. Nicht umsonst verweigern die meisten Huren trotz aller möglichen Sexangebote das Küssen. Diese Intimität möchten sie mit niemandem teilen und gleich gar nicht zum „Kauf“ anbieten.

Und ein leidenschaftlicher Kuss unter Jungverliebten (die durchaus auch älter sein kön- nen) weckt Begierden nach mehr, nach dem „Neuland“. Daß man sich im Alltag einfach mal in den Arm nimmt, kurz innehält und küsst und dem anderen zeigt „Dich mag ich“ ist ganz wichtig. Wenn solche kleinen Gesten in der Partnerschaft ins „Vergessen“ geraten, ist das ein Liebes- und Aufmerksamkeitsentzug, der schlimmer sein kann, als Sexentzug. Weil genau genommen der Sex dann auch nicht mehr gut sein kann.

Küssen ist das Aufeinanderplautzen zweier Menschenschnauzen.

Rote Lippen soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da!

Ein Kuss, der das Herz nicht berührt, langweilt den Mund

Lieben ist nicht Sünd´, und küssen macht kein Kind

Der Kuss ist billig, die Träne teuer.

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Die Frau ist das einzige Geschenk das sich selbst einpackt (J. P. Belmondo).

Mein Zusatz: Das Auspacken sollte mit küssen beginnen . . . .



Wanderausflüge zwischen der mittelsächsischen “Bezirksstadt” Chemnitz und den Ausläufern des Mittleren Erzgebirges

Das Sternmühlental verbindet die Chemnitzer Ortsteile Altenhain-Kleinolbersdorf und die B 174 mit dem Zschopautal bei Erdmannsdorf und Augustusburg. In meinen Motor- radtouren gehe ich bei den Touren von 2005-09 schon einmal auf diese Region ein – in der Tour Nummer 9 (“Flusslandschaften zwischen Chemnitz und dem Mittleren Erz- gebirge sowie zwei überdachte Holzbrücken”): http://joomla.mtwv.de/touren-alt-2005-09/sachsen-thueringen-2005-09. Und diesmal war eben wandern dran…..

Auf halben Wege im Sternmühlental findet man die Sternmühle. Die Ausflugsgaststätte ist ein idealer Startpunkt und ein Ort der Einkehr obendrein.

Gaststätte Sternmühle im Chemnitzer Sternmühlental

unterwegs im Sternmühlental bei Chemnitz

unterwegs im Sternmühlental bei Chemnitz, ehem. Augusta-Erbstollen

Bald erreichten wir das Mundloch dees ehemaligen Augusta-Erbstollens, das Erzgebirge beginnt also schon hier, seinem Namen gerecht zu werden ;-)

unterwegs im Sternmühlental bei Chemnitz, ehem. Augusta-Erbstollen

Eine süße Leckerei zwischendurch: Walderdbeeren :-)

Schon fast am Zschopautal angekommen, genießen wir den Blick übers Tal und hinüber zur Augustusburg – dem wohl imposantesten Schloßbau des Erzgebirges – und der Gemeinde Kunnersdorf.

unterwegs im Sternmühlental bei Chemnitz, Blick zur Augustusburg

Eine kleine Wanderung schloss sich an: die Wanderung von Augustusburg zum hoch über der Zschopau gelegenen Aussichtsfelsen “Kunnerstein”.

Die Höhle am Kunnerstein

Blick aus der Kunnerstein-Höhle

Schutzhütte am Kunnerstein

Vor fast 40 Jahren war ich das letzte und einzige Mal hier. Ich hatte an diesen roman- tischen und lauschigen Ort fast keine Erinnerung mehr. Die kleine Wanderung in dem herrlichen Mischwald, ausgehend vom Villenviertel in der Schlossstadt Augustusburg, war genauso ein Erlebnis, wie der Fels mit seiner Aussicht selbst. Schade nur, daß die Bäume mittlerweile soviel der Sicht versperren. Aber das ist nun mal so. Die liebevoll hergerichtete Anlage (Geländer, Schutzhütte) verdienen ein großes Lob. Zum Abschluss gab es noch ein Eis im Augustusburger “Cafe Friedrich”  ;-)

Unten: Blick ins Zschopautal und weiter zur Gemeinde Hennersdorf (Ortsteil von Augustusburg) .

Die Rückfahrt erfolgte wieder über das Sternmühlental, mit einem Abstecher über Einsiedel, Eibenberg und die Klaffenbacher Höhe – dem höchsten Punkt von Chemnitz. Zwischen Eibenberg und Kemtau bietet sich ein weiterer Punkt mit einer grandiosen Aussicht.

Fazit: Es müssen nicht immer zwei Wochen Urlaub, die Alpen oder die Südsee sein. Manchmal reicht schon ein Wochenendausflug in der Natur in der wunderschönen deutschen Heimat, um für die kommende Woche aufzutanken ;-) :-)

 



Der größte Wasserfall, die tiefste Höhle, das kleinste Mittelgebirge?

Der Ursprung zu diesem Blog war ein Beitrag bei Facebook, was wohl das kleinste deutsche Mittelgebirge ist.

Also, um den Titel „Kleinstes Mittelgebirge Deutschlands“ streiten sich mehrere Regionen. Das Zittauer Gebirge sieht sich selbst in dieser Lage: http://www.zittauer-gebirge.de/. Tante Wikipedia nennt sogar die Stemweder Berge in Nordrhein-Westfalen/Niedersachsen: http://de.wikipedia.org/wiki/Stemweder_Berg. Der „Wirtschaftsspiegel Thüringen“ ist lokal-patriotisch und nennt natürlich den Kyffhäuser – das Kyffhäusergebirge als Randgebirge des Harzes wohlbemerkt, und nicht den fälschlicherweise immer wieder den als Kyffhäuser bezeichneten Kulpenberg!: http://www.wirtschaftsspiegel-thueringen.com/startseite/aktuell-einzelansicht/article/deutschlands-kleinstes-mittelgebirge.html?tx_ttnews[backPid]=70&cHash=678af83c08  Das Kyffhäusergebirge befindet sich am Rande des Südost-Harzes in Thüringen/Sachsen-Anhalt. Der Hohe Fläming in Brandenburg bei Belzig geht wiederum völlig unter. Es ist wohl Eigenermessen, ob man den Hohen Fläming mit bis zu „200 Meter hohen Erhebungen“ überhaupt zu den Mittelgebirgen zählt. Ich denke, in einem ansonsten flachen Landstrich darf man das: http://mtwv.de/wordpress/?p=1457.  

Der schiefste Turm der Welt steht nicht in Pisa, auch wenn die Pisaner clever genug sind, seit 500 Jahren mit ihrem schiefen Turm von Pisa Geld zu verdienen und weltberühmt zu sein.

Der Kirchturm in Suurhusen/Ostfriesland ist schiefer, als der Kollege aus Pisa. Das Guinnessbuch der Rekorde nahm für diese Wertung den Neigungswinkel als Grundlage, und nicht den maximalen Überhang an der Oberkante.

Im Übrigen ist auch der Kirchturm von Bad Frankenhausen am Kyffhäuser schiefer als der in Pisa. Aber ich glaube, hier nahm man wieder den maximalen Überhangwert an der Oberkante als Maß. Aber egal, Pisa verliert eigentlich bei beiden Wertungen – in der Pflicht und in der Kür beziehungsweise in der Haltungsnote. Wieso sind die dann so viel mehr bekannt als die beiden deutschen Turmkollegen?

Kirchturm in Bad Frankenhausen: http://mtwv.de/wordpress/?p=3630

Im Erzgebirge gibt es eine Paßhöhe, die sich „Paßhöhe Hefekloß“ nennt. Durch die Angabe von halben Metern meint der Vorbeifahrende mit flüchtigem Blick, er habe 1788 Meter gelesen. Aber das ist eben nur halb wahr. Denn das Erzgebirge hat an seiner höchsten Stelle „nur“ 1244 Meter (Keilberg, CZ).  

Ihr merkt schon, das entartet. Das ist wie die Suche nach dem größten Wasserfall – je nachdem, ob man von der Breite, der Höhe oder der herabstürzenden Wassermenge ausgeht. Oder ob der Wasserfall künstlich oder natürlich ist. Sachsens höchster Wasserfall bei Blauenthal im Erzgebirge ist nämlich zum Beispiel künstlich angelegt.

Um den Titel „Deutschlands einzige Hochseeinsel“ streiten sich Helgoland und eine Insel im niedersächsischem Wattenmeer. Ich weiß jetzt nicht konkret welche. Aber mein Herz schlägt eh für Helgoland.

Beim Titel „größter Binnensee Deutschlands“ streiten sich die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern und der Bodensee. Da der Bodensee aber zu drei Ländern gehört und die deutschen Grenzen im Wasser nicht festgelegt sind, meint man an der Müritz, dem Bodensee stehe diese Bezeichnung nicht zu. Am Bodensee sieht man aber genau diese Tatsache als Wertung für sich. Irre! Auch hier muss ich sagen, mein Herz schlägt für die Müritz.

Unbestreitbar ist aber, daß Oberwiesenthal im Erzgebirge (D) die höchstgelegene Stadt Deutschlands ist und Boží Dar im Erzgebirge (CZ) die höchstgelegen Stadt Mitteleuropas. Und die höchstgelegene Gemeinde Sachsens ist Tellerhäuser im Erzgebirge nahe dem Fichtelberg, ein Ortsteil von Breitenbrunn.

Unbestreitbar ist auch, daß sich „Deutschlands höchstgelegener Erdgasanschluß“ durch die Erdgas Südsachsen/ENVIA auf dem erzgebirgischen Fichtelberg befindet.

Und Sachsens höchstes Bauwerk ist der ENVIA-Schornstein in Chemnitz. Das ist die Esse, die jetzt (im Sommer 2012) bunt angemalt und LED-beleuchtet werden soll.

Aber man sieht, wie die Regionen das handhaben, nur um irgendwie in irgendeine Kategorie zu fallen. Der „tiefste Dorftümpel nach einem Starkregen im Juli befindet sich in Hohenwulschen”

Übrigens, ein klassisches Dreiminuten-Ei dauert auch nicht mehr drei Minuten, sondern länger. Die Eier unserer wohlgenährten Hühner sind über die Jahre größer geworden als sie es früher waren. Es sei denn, man kocht sie so wie ich: gleich ins Wasser legen und mit dem Wasser warm werden lassen. Und dann ab Kochzeitpunkt drei Minuten. Aber der Titel „Drei-Minuten-Ei“ ist eigentlich Quatsch.

Fakt ist aber, daß eine 5-Pfennig-Semmel eben 5 Pfennig kostet, sonst wäre es keine.

Aber daß ein frisch gezapftes 7-Minuten-Bier in der Kneipe immer noch 7 Minuten dauert, ist – wenn man durstig darauf wartet – die allergrößte Sauerei überhaupt.

    



Alles eine Frage der Perspektive: Die Fotografin als Motiv

Jeder der fotografiert, kennt das sicher: Das Bildresultat ist durchschnittlich oder nicht der Rede wert. Wenn da nicht ein Zweiter zugegen wäre, der die Fotografin bei all ihren Verrenkungen als das bessere Motiv in dieser Situation ablichtet.

Jetzt zeige ich mal, wie Karin fotografiert. Das ist nicht schlechter, als meine dokumentierten Verrenkungen gestern :-)

Rückblick, “Ich mache Fotos”: KLICK HIER

Das Schöne ist ja, daß Karin sich ihrer Verrenkungen ebenso bewusst ist, wie ich. Aber ebenso (auch wie ich) erst zu spät merkt, daß SIE das eigentliche Motiv ist. Und wenn man jemanden liebt, schaut man öfter hin. Dann ergeben sich schon paar nette Schnappschüsse. Wobei ich die wirklich kompromittierenden oder zweideutigen Fotos (nicht, was ihr jetzt denkt) weggelassen habe.

  Zu Beginn hatte Karin noch ihren kleinen Fotoapparat. Aber fotografiert hat sie schon, wie eine Große. Wobei: so richtig groß ist sie ja auch nicht ;-) Deshalb der Stein . . . .

Kastanienblüten muß man mit Schwung fotografieren, der Zopf muß waagerecht liegen.

Da geht es bei Pusteblumen schon einfacher!

Das Kyffhäuserdenkmal wirkt um so größer, je mehr man in die Hocke geht:

Karin ist dermaßen mit dem ständig ins Bild hängendem Zweig beschäftigt, daß sie zu spät merkt . . . .

. . . wie ICH sie beobachte ;-)

Blick zum Feldberg im Schwarzwald. Der Blick war wirklich atemberaubend. Der Blick zu Karin aber auch.

Wenn die müden Füße in den Motorradstiefeln zum Motiv werden . . . .  Wenigstens kann sie hier schon wieder lachen :-(

Das Foto, das hier entstand, war ein Grashüpfer. Der wollte einfach nicht still sitzen. Und Albrecht neckt . . .

Ab jetzt hat auch Karin ein großes Rohr!!

Und zum Abschluss habe ich auch von Karin ein Kleidchenfoto gefunden. Mit wehendem Kleidchen sogar :-)



Alles eine Frage der Perspektive: Der Fotograf als Motiv

Jeder der fotografiert, kennt das sicher: Das Bildresultat ist durchschnittlich oder nicht der Rede wert. Wenn da nicht ein Zweiter zugegen wäre, der den Fotografen bei all seinen Verrenkungen als das bessere Motiv in dieser Situation ablichtet.

Zeige doch mal, wie Du fotografierst!

Karin “Bikerbiest” meinte einmal zu mir: “Du darfst nicht immer nur zeigen, WAS Du fotografierst. Zeige doch mal, WIE Du fotografierst!” Und in der Tat ist oftmals die Verrenkung des Fotografen am Ende das bessere Motiv, grins ;-)  

Leider habe ich nur ein paar der Schnappschüsse, die mich zeigen.

Die, bei denen ich Raupen hinterher krieche, mich auf die Augenhöhe von Pilzen begebe oder an einem Arm hängend am Abgrund stehe – die sind in Karins Besitz. Aber Vorsicht mein Schatz: Ich habe da auch einige Fotografenschnappschüsse von Dir :-)  

Zu dem letzten Foto gibt es von mir keine Stellungnahme. Außer: Wir waren mit dem Motorrad auf dem Weg zum Schauinsland im Schwarzwald und hatten die Ortsdurchfahrt von Freiburg bei Spätsommerwärme, Baustellen, Umleitungen und Freitagnachmittag-Verkehr hinter uns. Am Fuße des Schauinsland waren wir reif für eine Pause und entledigten uns unserer hitzegestauten Klamotten ;-)

Nur im “Kleidchen” mache ich mich gerade für ein Foto bereit, als ich selbst heimtückisch abgelichtet werde . . . .

Die Verrenkungen des weiblichen Fotografen findet Ihr dann hier:

KLICK HIER


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