Archiv für Dezember 2009


Ein nächtlicher Stadtbummel in Greiz zur Adventzeit

ein weiteres Foto siehe hier:  KLICK

Ein Stadtbummel in der Altstadt von Greiz hat immer seinen Reiz. Die vielen Jugendstilhäuser, das Untere und das Obere Schloß, die Kirche, das Gymnasium, der Markt mit Rathaus und die alte Wache sind Gebäude, die Flair bieten. Dazu das Elsterufer, der Marktbrunnen, der Röhrenbrunnen, der Lustgarten . . .  die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.

Besonders schön wirkt dies alles in der Nacht. Einen zusätzlichen Reiz schafft die Adventzeit.

Greiz, Panorama

Greiz, Panorama

Wer sich von der Altstadt noch ein wenig weiter entfernt, findet im Greizer Park ein lohnenswertes Ausflugsziel vor. Im Sommerpalais finden Ausstellungen statt, am Parksee kann man bei einer Umrundung den lieben Gott einen frommen Mann sein lassen und im Küchenhaus läßt man sich dann Kaffee und Kuchen munden.

Markt mit Marktbrunnen

Markt mit Marktbrunnen

Markt, Rathaus, Oberes Schloß

Markt, Rathaus, Oberes Schloß

Greizer Stadtkirche

Greizer Stadtkirche

Schon etwas weiter ist es dagegen zum Pulverturm oder zum Weißen Kreuz. Der Blick von da oben über den Park und die Stadt ist aber phantastisch.

Elsterufer, Oberes Schloß

Elsterufer, Oberes Schloß

Mehr zu Greiz und Umgebung sowie den empfehlenswerten Ausflugszielen unter der Kategorie (Menüpunkt) “Tour- und Ausflugstips” dieser Blogseite.




Greizer Elsterufer mit Altstadtblick

ein weiterer Bericht siehe hier:  KLICK

Immer wieder ein Blickfang ist die Greizer Altstadt am Elsterufer mit Blick zum Gymnasium, zur Kirche, zum Unteren Schloß und zum Oberen Schloß.

Greiz bei Nacht

Greiz bei Nacht

Auf diesem Foto ist links das Untere Schloß (Museum), im Hintergrund die Kirche und rechts das Gymnasium zu sehen.




Große Glocke im Glockenraum der Templiner Kirche

Das Lied von der Glocke / Fr. Schiller

Fest gemauert in der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden!
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
Von der Stirne heiß
rinnen muß der Schweiß,
soll das Werk den Meister loben!
Doch der Segen kommt von oben.
Was in des Dammes tiefer Grube
die Hand mit Feuers Hilfe baut,
hoch auf des Turmes Glockenstube,
da wird es von uns zeugen laut.
Noch dauern wird’s in späten Tagen
und rühren vieler Menschen Ohr,
und wird mit dem Betrübten klagen
und stimmen zu der Andacht Chor.
Was unten tief dem Erdensohne
das wechselnde Verhängnis bringt,
das schlägt an die metall`ne Krone,
die es erbaulich weiter klingt.

Glocke im Templiner Kirchturm

Glocke im Templiner Kirchturm

Jetzo mit der Kraft des Stranges
wiegt die Glock’ mir aus der Gruft,
daß sie in das Reich des Klanges steige,
in die Himmelsluft!
Ziehet, ziehet, hebt!
Sie bewegt sich, schwebt!
Freude dieser Stadt bedeute,
Friede sei ihr erst Geläute.
Schillers originale Ballade hat 30 Strophen. Einige davon jeweils länger als Einzelgedichte.


Torbogen des Hartensteiner Schlosses, 1990er Jahre

Ein Foto, welches mir immer wieder super gefällt, ist der Lichteinfall im Torbogen des Hartensteiner Schlosses. Damals war die Ruine eine dem Untergang geweihte Ruine. Heute, nach 15 Jahren, ist dort allerhand die Bausubstanz sicherndes passiert.

Das ehemalige Schönburg-Hartensteinsche Schloß wurde völlig sinnlos im April 1945 zerbombt. :-(

Torbogen, Hartensteiner Schloß

Torbogen, Hartensteiner Schloß

Näheres zu Hartensteins Schlössern als Ausflugstip siehe unter der Kategorie (bzw. Menüpunkt) “Tour- und Ausflugstips” dieser Blogseite.



Fahrt im Oldtimerbus durch das weihnachtliche Erzgebirge

Anfang Dezember trafen sich junge und junggebliebene Leute zu einer Bus-Oldtimerfahrt. Was uns alle vereint, ist die berufliche Situation oder der hobbymäßige Elan, die Region des Erzgebirges touristisch aufzuwerten. Geplant war eine Ausfahrt im Bus durch das weihnachtlich geschmückte Erzgebirge, Fahrt zum Fichtelberg, Gulaschkanonenessen und Fahrt über Mauersberg und Mildenau zurück. So weit der Plan. Pünktlich 18.00 stand der Bus am Feuerwehrgebäude Geyersdorfer Straße in Annaberg.

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Über den Annaberger Weihnachtsmarkt und dann durch das Sehmatal ging die Fahrt in Richtung O´thal. Der Bus war ein ehemaliger Postbus der österreichischen Bundespost. Möglich, daß er einst sogar Postgut UND Personen beförderte. Eine Postkutsche mit Dieselmotor sozusagen. Einziges Manko bei unserem Vorhaben: Der hintere Busteil war mit einem Längstisch (Getränkedosen-, Flaschen- und Gläserhalterungen) versehen, das Busgestühl stand in U-Form darum. Das brachte natürlich schnell eine gewisse Geselligkeit. Da aber so jedermann mit dem Rücken zum Fenster saß, war nicht viel mit rausgucken ins beleuchtete Erzgebirge. Schade.

bizarrer Raureif auf dem Fichtelberg

bizarrer Raureif auf dem Fichtelberg

Auf dem Fichtelberg war der Winter schon angekommen. Dazu noch der Nebel und die Nachtfinsternis. Es war eine interessante Stimmung. Ach ja, die Gulaschsuppe dampfte auch schon im Kessel. Hat´s geschmeckt? Ja, wunderbar.

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Danach vertraten wir uns noch die Beine auf dem Fichtelberg und weiter ging die Fahrt. Jetzt änderten wir unser Vorhaben. Statt nach Mauersberg fuhren wir lieber auf den weihnachtlichen Marktplatz von O´thal. Ich denke, so schlecht war die Entscheidung auch nicht.

Aus Zeitgründen mußte jetzt Mauersberg ausfallen. Gemütlich tourten wir noch über Bärenstein, Brettmühle Königswalde und Geyersdorf zurück nach Annaberg. Ein für 17,50 € pro Person nicht alltägliches Erlebnis fand gegen 21.00 Uhr sein Ende.

Link zum Busunternehmen

Link zur Fotoshow Gert Hoffmanns

Mehr zum Erzgebirge sowie den empfehlenswerten Ausflugszielen unter der Kategorie (Menüpunkt) “Tour- und Ausflugstips” dieser Blogseite.





Burg Mildenstein bei Leisnig an der Freiberger Mulde

Richtig toll war das Wochenende am 2. Advent ja nun nicht gerade. Dennoch hatten wir uns mit dem Donnerstag zuvor den besten Tag rausgesucht. Glück gehabt … wiedermal. Die Burg Mildenstein stand auf dem Plan. Am Stadtrand von Leisnig hoch über der Freiberger Mulde gelegen – für uns ab Greiz ein kompletter Tagesausflug. Leisnig ist geprägt vom Baustiel der mittelsächsischen Städte, kennzeichnend wie so oft in dieser Region sind die Bauten aus dem Rochlitzer Porphyr und prägend ist auch der Flußlauf der Mulde (hier die Freiberger). Auf dem riesigen Marktplatz lassen wir das Auto stehen und stapfen los . . .

Leisnig an der Freiberger Mulde

Leisnig an der Freiberger Mulde

Mildenstein gehört neben Colditz und Rochlitz zu den ältesten Burgen Sachsens und ist fast 1000 Jahre alt. Da jede Epoche ihren Stil hinterließ und die Burg zudem seit den 1990-er Jahren umfassend saniert wird, merkt man ihr das nicht unbedingt an. Immerhin: die Steine des Burgfriedes (des Turmes) sind in der unteren Bauhälfte noch die Originalen aus dem 12. Jh. (Da denkt man doch gleich an Sabine Eberts Hebamme Marthe und den Ritter Christian).

Burg Mildenstein

Burg Mildenstein

Wir hatten sogar noch mehr Glück, als mit dem Wetter: Da eine Weihnachtsausstellung die Touristen anziehen sollte, blieb die gesamte Burg Eintrittsfrei offen. Und noch mehr Glück: Mildenstein ist im Jan./ Febr. geschlossen. Bloß gut, daß uns diese Ausfahrt noch im Dezember eingefallen ist  :-)

Pause an der Freiberger Mulde

Pause an der Freiberger Mulde

Nach einer Pause am Ufer der Mulde traten wir unsere Heimreise an. Während wir auf dem Hinweg das Zschopautal über Kriebstein und Waldheim bevorzugten, nahmen wir auf dem Rückweg mit dem anderen Muldetal – dem der Zwickauer – über Rochlitz vorlieb.

Näheres zu diesem sehr empfehlenswerten Ausflug unter der Kategorie (bzw. Menüpunkt) “Tour- und Ausflugstips” dieser Blogseite.



Der “Glück-Auf-Turm” auf der Abraumhalde des Karl-Liebknecht-Schachtes

Schon lange vor uns hergeschoben, wurde dieses Ausflugsziel im Dezember 2009 ganz spontan Wirklichkeit. Von der A 72 von weitem zu sehen: Der Stahlturm “Glück-Auf” bei Oelsnitz/Erzg.

Der Oelsnitzer Glück-Auf-Turm

Der Oelsnitzer Glück-Auf-Turm

Der Turm auf den Abraumhalden des ehemaligen Steinkohlebergbaus befindet sich vom Zentrum Oelsnitz´s in Lichtensteiner Richtung. Die innerörtlichen Wegweiser sind recht klein und unscheinbar, aber es gibt sie. Ebenso unscheinbar ist der (Wanderer-)parkplatz und erst recht der eigentliche Wanderweg. Tip: Vom Parkplatz aus vor der Fechtsporthalle links abbiegen. Es ist ein Weg, der einer Abbraumhalde würdig ist. Also bei Sauwetter lieber meiden. Auch die in die Landschaft getrampelte Abkürzung ist nicht besser.

Der Aufstieg zum Turm

Der Aufstieg zum Turm

Eine Besonderheit fällt aber schon auf, da haben wir den Turm noch gar nicht erreicht: es riecht nach Kohle und Kohlengas. Als ich mit meinem Bruder als Kinder in Frankenberg vor Neugierde die Nase auf dem Dach in die Schornsteine steckte, roch es genau so. Oder wenn man seinen Kachelofen zu zeitig zudrehte, nämlich nach dahingasender Kohle. Und so entdeckten wir auch hier und dort – und bald immer mehr – Erdlöcher, aus denen es gast. Der Abraum enthält noch so viel Kohle, daß sie still vor sich hin glimmt und schwelt. Aber es ist offenbar zu wenig, als daß sich die Halde selbst entzünden könnte. Zweifelsohne interessant!

Der Blick vom Turm selbst ist genial. Der Blick geht weit übers Land, zumindest sagen das die Orientierungsschilder. Wir hatten leider nicht die beste Sicht, aber sehr interessante Wetterverhältnisse. Und noch ein Tip: Alles festhalten, was nicht wegfliegen soll, weil es wichtig oder kostbar ist: Kinder, Freundin, Hunde, Jacken, Mützen! Apropos Mütze, die ist ratsam. Je kälter das Wetter, desto frischer der Wind oben. Auch wenn es scheinbar windstill ist (unten). Oben werdet Ihr überrascht sein!!

Blick vom Turm

Blick vom Turm

Wer jetzt noch Lust auf Bergbaukunde bekommen hat, der kann dem Bergbaumuseum in Oelsnitz noch einen Besuch abstatten. Der grün-braune Förderturm des ehemaligen Bergwerkes ist in Oelsnitzer Richtung vom “Glück-Auf-Turm” kaum zu übersehen. So wie ich weiß, fährt man dort sogar richtig ein . . . viel Spaß!

Mehr zu Oelsnitz und Umgebung sowie den empfehlenswerten Ausflugszielen unter der Kategorie (Menüpunkt) “Tour- und Ausflugstips” dieser Blogseite.





Im Greizer Park im Herbst

Daß der Greizer Park zu jeder Jahreszeit immer wieder ein wunderbares Ausflugsziel ist, habe ich früher schon erwähnt. So ein Park ist wie die Umgebung an einem Fluß. Jeden Tag anders.

Ob es die Umrundung des Parksees, ein Bummel am Ufer der Weißen Elster oder das Beobachten der Tiere ist, es ist immer wieder herrlich. Dazu kommt der wirklich einmalige und seltene Baumbestand. Die Bäume sind teilweise nummeriert. Einen “Baumführer” gibt es für wenige Taler im Greizer Buchhandel und in der Stadt-Info´. Den dabei zu haben lohnt sich! Bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen im Küchenhaus kann man dann den anderen Gelüsten frönen.

der Greizer Parksee
der Greizer Parksee

In unmittelbarster Nähe locken als Ausflugsziele das Greizer Schloß oder die Altstadt. Für weitere Abstecher lohnt sich der Aufstieg zum Weißen Kreuz und dem ehemaligen Pulverturm. Der Blick ins Tal, über den Park hinweg zur Stadt und dem Schloß ist wundervoll. Eine Wanderung zum Waldhaus ist dann schon mit mehr Zeit und Anstrengung einzuplanen.

Parkimpressionen
Parkimpressionen

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einer der Park-Nutrias

einer der Park-Nutrias


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