Archiv für April 2010


Zwei Motorradtouren ins obere Erzgebirge, April 2010

Das Erzgebirge ist von Greiz aus nicht unbedingt um die Ecke. Demzufolge kann man einen Ausflug dorthin schon als Tagestour bezeichnen. Der angenehme Nebeneffekt dabei: man kann viele reizvolle Regionen als Weg ins Erzgebirge einbinden.

Am Sonnabend stand der Scheibenberg auf dem Programm. Wir starteten in Greiz (B 92/B 94) und erreichten über Obermylau/Mylau das Göltzschtal. Über Mühlwand gelangten wir nach Lengefeld und immer weiter an der Göltzsch erreichten wir Rodewisch. Wir fuhren auf der B 169 noch bis Wernesgrün/Abzweig Schnarrtanne. Ab jetzt ging es stetig bergauf: Schnarrtanne – Schönheide – Stützengrün – Hundshübel – Abzweig Zschorlau – Albernau – B 283 kreuzen – Bockau – Jägerhaus. Wir erreichten über Schwarzenberg, Raschau und Markersbach den Ort Scheibenberg. Auf dem gleichnamigen Berg sollte große Pause sein. Zuerst statteten wir den imposanten Basaltorgelpfeifen einen Besuch ab. Dort genossen wir auch Kaffee, Brötchen, Kuchen und Nascherei.

Basalt-Orgelpfeifen

Basalt-Orgelpfeifen

Nach der Pause fuhren wir noch bis auf den Berggipfel und genossen die Fernsicht in und übers Erzgebirge vom Scheibenberg und dessen Turm aus.

Scheibenbergturm und Bergwirtschaft

Blick vom Scheibenbergturm

Blick vom Scheibenberg oberhalb der Orgelpfeifen

Die Heimfahrt genossen wir über Elterlein – Grünhain/Spiegelwald – Bernsbach – Oberpfannenstiel – Aue – Schlema – Hartenstein – Wildenfels – Schönau – Kirchberg – Hirschfeld – Schönfels – Reichenbach – Greiz.

auf dem Heimweg in Hirschfeld

Auf dem Scheibenberg hatten wir uns Lust auf den Fichtelberg geholt. Das nahmen wir uns für morgen vor. Für heute waren wir nach ca. 180 km und dem ersten (selbst auf dem Motorrad) richtig warmen Tag des Jahres leicht k.o. Aber wir freuten uns auf die Fichtelbergtour :-)

Durch den freundlich-warmen Sonnabend begann der Sonntag sehr mild. Es war vielleicht der bisher wärmste Tagesbeginn dieses Jahr. Die Hinfahrt bis Schönheide war genauso wie gestern. Dann änderten wir die Route. Ab Schönheide fuhren wir über Eibenstock, am Auersberg vorbei, dann nach Johann´stadt und ins Schwarzwassertal. Entlang des Schwarzwassers fuhren wir bis zum Abzweig Breitenbrunn. Dort ging es steil bergauf und auf der anderen Seite ebenso bergab nach Rittersgrün. Rittersgrün ist eine erzgebirgische Streusiedlung. Wer es aus der Ferne oder von den umliegenden Höhen betrachtet, weiß, was gemeint ist. Es gibt auch eine Sage dazu. Als der liebe Gott das Erzgebirge schuf und es Abend wurde, hatte er noch ein paar Kleckse Erde auf seiner Schaufel. Um fertig zu werden, verteilte er diese wahllos in der Gegend. So war der Ursprung von Rittersgrün entstanden. Heute lockt Rittersgrün, außer mit einer idyllischen Umgebung, mit dem Technischen Denkmal Papiermühle und dem Sächsischen Schmalspureisenbahnmuseum. Beides ist sehr sehenswert.

Wir schlugen die Richtung Oberwiesenthal/Karlsbad ein und erklommen die Höhen der höchstgelegenen sächsischen Gemeinde: Tellerhäuser. Bis zum Fichtelberg, dem zweithöchsten Erzgebirgsgipfel und höchsten Berg Ostdeutschlands, war es nun nicht mehr weit. Der höchste Berg des Erzgebirges befindet sich auf tschechischer Seite, es ist der gegenüberliegende Keilberg.

Blick hinüber zum Keilberg (CZ)

Höhenluft schnuppern, Wind um die Nase wehen lassen und kulinarisch Pause machen war jetzt angesagt. Allein waren wir dabei nicht. Überhaupt war heute alles unterwegs, was Ausflugsambitionen hatte: Motorradfahrer, Radfahrer, Wanderer und Autoausflügler.

Auf dem Fichtelberg sah alles anders aus, als im Dezember zu unserer Busausfahrt. Zu frisch waren die Erinnerungen an Kälte, Raureif und eisigen Wind. Siehe hier:

Fichtelberg

Auersberg und Wiltzschtal

Fichtelberghaus mit Aussichtsturm und Bikerparkplatz

Wir verließen den Fichtelberg über die für Motorradfahrer so eindrucksvollen Serpentinen hinab nach Oberwiesenthal. In der höchstgelegenen Stadt Deutschlands begegneten wir noch der Fichtelberg-Schmalspurbahn … auch ´ne schöne Art zu reisen! In Hammerunterwiesenthal bogen wir ab und begannen den Heimweg durch das herrliche Erzgebirge: Neudorf – Cranzahl – Sehma – Waltersdorf – Schlettau. An der hier noch unscheinbaren Zschopau, die wie wir vom Fichtelberg kommt, fuhren wir weiter nach Tannenberg und Geyer.

Die Schlußetappe wie folgt: Geyer – Zwönitz – Hartenstein – Langenbach – Weißbach – Burkersdorf/Kirchberg. Ab Kirchberg über Hirschfeld fuhren wir wie gestern und hatten am Ende fast 200 erlebnisreiche Kilometer unter den Rädern.

;-)     :-)







Der Alte Gasometer in Zwickau (Kultur- und Freizeitzentrum Gasometer)

Wenn man wegen Schichtwechsel nicht schlafen kann, kommt man auf die dümmsten Ideen. Da fährt man auch mal nachts 01.00 Uhr los um Fotos zu machen. Das heißt: wollte. Denn der Akku war leer und mehr als das eine Bild ist nicht geworden :-(

Alter Gasometer Zwickau



Katastrophe oder “nur” Naturgewalt?

Es ist unglaublich! Da finden im n-tv Debatten statt, warum eine Wirtschaftsnation wie Deutschland nicht in der Lage ist, den Vulkan und dessen Aschewolke zu beherrschen. Da habe ich es doch eher mit der Karikatur vom Freie Presse-Zeichner Tomycek: Ein Flugzeug, dessen Airline-Aufschrift bezeichnender Weise GRENZENLOSE MOBILITÄT heißt, fliegt auf einen Berg zu. Es ist ein Vulkan. Aus dem Krater steigt eine Aschewolke, formt sich zum Stinkefinger und bremst das Flugzeug aus.

Wann haben wir denn eigentlich eine Katastrophe? Wenn Zerstörung in Größenordnungen auftritt und viel menschliches Leid zu beklagen ist. Beides zu umgehen ist kaum noch möglich. Die Allgegenwärtigkeit der Menschheit und deren Begleiterscheinungen auf dem Planeten machen es fast unmöglich, keine Katastrophe herauf zu beschwören. Wen würde denn eine Überschwemmung im unbewohnten Gebiet stören? Welche Gefahr ginge von einem Erdbeben aus – dort, wo keine Menschen leben? Und welches Leid ist bisher in Island aufgetreten? Vergleichsweise wenig bis gar keins! Also haben wir eine Naturgewalt, eine schaurig-schöne noch dazu. Man könnte auch sagen, uns wird hier ein Schauspiel geboten wie selten. Die Amerikaner mit Tornados und heftigsten Wintern an der Ostküste sind da bedeutend leidgeprüfter.

Aber da ist ja die Mär vom Aufschwung und vom Wirtschaftswachstum ohne Ende und ohne Grenzen. Wenn ein Tier im Wald gesättigt ist, hört es auf zu fressen. Was bedeutet denn Sättigung? Man ist satt. Wenn der Endverbraucher gesättigt ist, hört er auf zu konsumieren. Wenn nicht mehr konsumiert wird, ist auch die Wirtschaft gesättigt. (Karl Marx: steigende Überproduktion bei gleichzeitig wachsender Massenarbeitslosigkeit). Die Wirtschaft wird sich zwangsläufig auf einem bestimmten Niveau einpegeln. Wir können unser Wachstum nicht mit China vergleichen. Denn die haben Nachholbedarf, wir nicht. Aber auch China und andere Schwellenländer werden in 30 … 40 … 50 Jahren diese Erfahrung machen (müssen). Und auch die Herren und Damen Aktionäre und Gesellschafter müssen das begreifen!

Nun gibt man sich natürlich Mühe, dennoch mit den höchstmöglichen Profiten den Aufschwung zu steigern. Dafür schafft man immer größenwahnsinnigere und weniger beherrschbare Projekte in Wirtschaft, Verkehr, Tourismus und dergleichen. Vulkanasche ist da natürlich im wahrsten Wortsinn Sand ins Getriebe. Stillstand ist tödlich. Die Gesellschaft (oder das System?) bekommt Grenzen aufgezeigt. Ich finde das Spitze!!! Daß etwas dazwischenkommt, einfach mal etwas Unvorhergesehenes passiert, ist überhaupt nicht vorgesehen oder eingeplant. Und das Schönste am Vulkan-Fall: man kann es nicht erklären, man hat keinen Schuldigen, man ist gelähmt. Und das nach einer Bankenkrise und einem Winter, der – oh Graus – auch noch mit Schnee, Eis und Frost einher kam. Was sich die Natur da traut!

Obwohl jeder bis in die kleinsten Schichten des Volkes oder der Wirtschaft in diesem Räderwerk des verpönten Stillstandes gefangen ist, es gibt genügend Stimmen, die dem Vulkan hämisch zujubeln. Ehrlich gesagt: ich auch!

Nicht zu beneiden ist der Verkehrsminister. Da kann man nur falsch entscheiden. Da aber noch kein Luftfahrtunglück passiert ist (wie auch, es fliegt ja niemand), wird versucht, Ausnahmegenehmigungen zu ergattern. Sicher sind die mit Sonderzahlungen verbunden, aber Geld stinkt nicht… Und genau so, wie am Sonntag immer mehr LKWs (mit Ausnahmegenehmigung?) auf der Autobahn unterwegs sind, genauso wird begonnen, munter loszufliegen. Aber ein Parken im Halteverbot wird rechtlich nicht besser, wenn ich die Warnblinke (Ausnahmegenehmigung) einschalte. Genauso bleibt die Flugausnahmeregelung ein Tanz auf dem Vulkan. Tatsächlich sogar auf dem Vulkan :-) Doch was soll man machen? Es geht um die Wirtschaft und den Aufschwung oder um die Krise und den Ruin. Ach so, und um ein paar Touristen. Wobei ich auch hier differenzieren muß. Bei der Terroranschlagdrohung auf den Londoner Flughafen war im Fernsehen eine junge Frau mit Säugling zu sehen, die wer weiß woher kam und wer weiß wohin wollte. Jedenfalls nicht gleich um die Ecke… Lautstark machte sie ihrem Ärger Luft und drückte ihre Sorge um ihr Baby aus. Wäre sie, ebenso wie dieses System, nicht ganz so plemmplemm gewesen, hätte sie sich um das Baby vorher gesorgt. Sie hätte sich gefragt, ob das sein muß. Oder ob sie einfach nur egoistisch ist und nicht verzichten kann, weil die Situation gerade Verzicht erfordert.

Dieselben Fragen stellen sich im Großen. Muß das alles so sein, wie es ist?



Vogtland, Altenburger Land, Kohrener Land, Erzgebirgsvorland und Muldetal

Da uns schon der Sonnabend mit einer Geburtstagsfeier einen Strich durch die Rechnung machte (es war eh ziemlich frisch), nutzten wir den bedeutend schöneren Sonntag für eine Tour in den Frühling.

Start war bei Karin im Thüringer Vogtland. Wir tourten über Trünzig, Ronneburg (Bismarckturm auf dem Reuster Berg), vorbei an Nöbdenitz (1000-jährige Eiche), Schmölln (Aussichtsturm) gen Altenburg. Nach Altstadt, Schloß und dergleichen stand uns heute nicht der Sinn. Wir wollten fahren. An Altenburg vorbei nutzten wir deshalb die reizlose Umgehungsstraße (B 93, B 7, B 180) in Richtung Leipzig. Wir bogen dann ab auf die weiter verlaufende B 7 und hielten uns in Richtung Rochlitz. Herrlich war die Fahrt über Land und mild die Temperaturen. Im Altenburger Land ist die Baumblüte mit Sicherheit 2 Wochen weiter als bei uns im Erzgebirgsvorland und im Vogtland.

Bei Frohburg war die B 7, OD Geithain als gesperrt ausgeschrieben und eine Umleitung über die B 93/B 95 angeraten. Da die Sperrung aber noch fast 15 km Zeit hatte und wir ein Verstümmeln der Tour auf den B 93/B 95 befürchteten, achteten wir nicht darauf. Und das war auch gut so, denn wir hätten schöne, beschauliche Überlandabschnitte eingebüßt.

Auch von der Rennstrecke Frohburger Dreieck war heute im April nichts zu spüren. Die Wertungsläufe der IG Königsklasse und verschiedene ADAC-Cup-Rennen finden im September statt.

zwischen Altenburg und Geithain

In Geithain erhaschten wir einen Blick auf die St. Nikolaikirche, die fast schon dem später erscheinenden Schloß Rochlitz ähnelt.

Geithain, Nikolaikirche

Ab jetzt galt es, die “Zunge gerade ins Maul zu nehmen!” Wir mußten eine Umleitung finden, die nicht ausgeschildert war, die es für den innerörtlichen Verkehr aber mit Sicherheit gab. Alles kein Problem und ruckzuck erreichten wir Rochlitz (1000-jähriges Schloß, Kunigundenkirche, Altstadt). Am Rochlitzer Berg mit seinem Aussichtsturm vorbei fuhren wir über Wechselburg (Kloster),Altzschillen (Mulde-Chemnitz-Zusammenfluß),  Göhren (3 Viadukte) und Lunzenau zurück zur B 175. Auch der Rochsburg und dem “Ort” Amerika schenken wir heute keine Beachtung.

Es wurde hügliger, denn das Erzgebirgsvorland begann ab Rochlitz. Wolkenburg (Schloß, Hängebrücke, 2 Mühlen) lassen wir links liegen. Es kommt als nächster Ort Waldenburg (Kuriositäten- und Naturalienkabinett, Töpfermarkt, Schloß). Wir bleiben bis Niederschindmaas an der Zwickauer Mulde auf der B 175, dann biegen wir rechts ab. Über Crimmitschau, Langenhessen, Langenbernsdorf, Teichwolframsdorf und Nitschareuth (historischer Dorfanger mit Bauernmuseum) erreichen wir unser Tourziel, unser Zuhause.

Wer die Tour beschaulich beenden möchte, kann das an der Koberbachtalsperre bei Langenhessen tun. Ich hatte anderes vor: wieder einmal Nachtschicht :-(

Nach ca. 180 … 185 km war also noch einmal hinlegen vor der Schicht von meinem “Feldwebel” befohlen :-)

Biker Albrecht und Bikerbiest Karin



Drei Frühlingsfotos an einem wunderschönen Frühlingstag in Daßlitz

Da meine Prinzessin derzeit einen Fotokurs belegt und fleißig am Üben ist, nutze auch ich die Gelegenheit und frische manche vergessene Fertigkeit auf oder übe manche lange nicht probierte Fotosituation. Folgendes ist dabei herausgekommen: Bienen bei einem der ersten Ausflüge von Blüte zu Blüte.

Das letzte Foto ist definitiv das Schönste!



zwei Frühlingsfotos an einem eher unfreundlichen April-Spätnachmittag

Ende der ersten Aprildekade machten wir uns auf, den wenig erbaulichen Apriltag dennoch im Freien zu verbringen. Der Fotoapparat mußte mit, für ein paar Fototestreihen war der Spaziergang allemal geeignet.

Das erste Foto ist ein von Karin geschossenes. Es zeigt einen von unseren beiden Lieblingsbäumen in Daßlitz.

einzelner Baum am Rande des Gewerbegebietes "Daßlitzer Kreuz"

Das nächste Foto ist von mir. Die Narzissen standen in der untergehenden Sonne und wurden so schön warm angestrahlt.

Narzissen im Sonnenuntergangslicht

Narzissen im Sonnenuntergangslicht



Das erste sächsische Schaufelraddampferrennen in Dresden

Eine Idee, so verrückt wie die Urheber. Was war passiert? Ein Jubiläum des DDR-Mosaik von Hannes Hegen war der Anlaß für eine Meinungsumfrage im Radiosender RSA. Welche Mosaiks waren die beliebtesten? Es waren die Serien “Digedags in Amerika” und “Ritter Runkel”. Nächste Frage: welches Heft war das beliebteste oder zumindest das mit dem größten Erinnerungspotential?  Richtig, da gibt es etliche! Aber irgendwie kam die Sprache auf das Heft “Das Dampferrennen auf dem Mississippi”. Die Idee der Nachahmung auf der Elbe war geboren und die Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft sofort vom Gelingen überzeugt. Das erste Sächsische Schaufelraddampferrennen auf der Elbe! Die Moderatoren Böttcher und Fischer bekamen je einen Dampfer, um gegeneinander anzutreten. Jeder organisierte sich einen Teil der Crew (zusätzlich zum Stammpersonal) und holte sich 200 Fahrgäste an Bord. So wirkte unter anderem auch auf jedem Schiff eine Dixielandband mit. Böttcher hatte zusätzlich zur Ablenkung der Rivalen eine lebende Galionsfigur an Bord.

Klick hier: Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft

Klick hier: Radiosender RSA

Start war am 01.April in Dresden am Terassenufer. Den Startschuß lieferte ein Böller des Schützenvereins. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon in Dresden am Blauen Wunder. Völlig spontan, und solche Ausflüge gelingen meistens, fuhren wir nach Dresden.

Die Autos stellten wir auf den Loschwitzer Höhen in eine Seitenstraße bei der Mordgrundbrücke und liefen neben dem Schloß Eckberg hinunter zur Elbe. Eigentlich wollten wir dort bleiben. Aber wir hatten noch Zeit. Und sooo weit war es bis zum Blauen Wunder auch nicht mehr, vielleicht 1,5 Kilometer auf dem herrlichen Elberadweg unterhalb der Weinhänge.

unsere Ankunft an der Elbe

Am Blauen Wunder war Volksfeststimmung. Also blieben wir dort. Das Menschengewühl war auszuhalten. Bratwurst, Kaffee, Bier, Standort suchen… warten! Die Dampfer Pirna und Wehlen waren mittlerweile am Terassenufer gestartet.

Am Blauen Wunder zwischen Loschwitz und Blasewitz

In der Zwischenzeit genossen wir die schöne Flußlandschaft, den Blick zur Schwebebahn und dem Fernsehturm (ein Trauerspiel ist sein Dasein) und lauschten den Konferenzübertragungen zwischen RSA-Sender, den beiden Schiffskorrespondenten und den Moderatoren an Start und Ziel. Das ganze Sendepersonal war eingebunden. Eine besondere Aufgabe hatte sich Michi die Wettermaus auferlegt: Sie fuhr als neutraler Beobachter auf dem Radweg nebenher. Doch dazu später…

Auf Höhe des Schloß Albrechtsberg war eine Wertungsprüfung für beide Dampferteams, dann ging es schnell weiter. Die Führung wechselte hin und wieder. Es ging richtig spannend zu. Zum Glück mußte niemand die Einrichtung verbrennen, um schneller zu sein ;-)

Michi geriet zunehmend außer Atem und keuchte ganz schön. Zum Glück ist sie sportlich und hielt durch. Ich bewunderte sie!

Und dann erklangen Dampfergeräusche, Anfeuerungsrufe und Dixielandmusik. Sie kamen. Vornweg die Wasserschutzpolizei, dahinter im Formationsflug nebeneinander beide Dampfer. Es war aufregend! Wir sahen schon die Schornsteine.


Sie kommen!

Ganz knapp führte Böttcher mit seinem Dampfer und seiner Mannschaft, obwohl es zwischenzeitlich nicht so aussah. Nur noch durch das Blaue Wunder, dann kam die Ziellinie. Der Böttcher-Kahn gewann knapp. Ob es die bessere Strömung war, die Ablenkung durch die Galionsfigur oder der Digedag-Trick mit dem Bootshaken, egal. Auch ganz fair betrachtet und alle Tricks außer Acht gelassen, der Böttcher-Dampfer war zuerst im Ziel. Wenngleich es sehr knapp war. Jubel, Bravo-Rufe, Musik und die Dampfer legten an.

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Im Böfi-Blog auf derRSA-Website

Klick hier: Radiosender RSA

läuft ein Video vom Rennen (Querschnitt Start bis Ziel). Leider kann ich das nicht verlinken. Also auf die RSA Seite gehen und BöFi-Blog anklicken.

Klick hier: Video vom Zieleinlauf bei YouTube

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Und Michi? Auf den letzten paar Hundert Metern kam sie auf dem ohnehin schon mit Hindernissen gespickten Radweg gar nicht mehr durch. Sie ließ ihr Rad stehen und rannte neben den Dampfern her. Sie war ja als unabhängiger Beobachter eingesetzt und mußte auf Dampferhöhe bleiben. Deshalb gebührt der Michi ein besonderer Preis, auch wenn sie nicht in der Wertung war. Außerdem bin ich lokalpatriotisch: die Michi ist aus Zwickau :-)

Rückblick auf das Geschehen

auf dem Blauen Wunder

Wir traten unseren Rückweg an, der ja doch noch einen Marsch an der Elbe und Kraxelei hinauf nach Loschwitz beinhaltete. Dabei winkten wir den Dampfern auf dem Rückweg nach Dresden noch einmal hinterher.

Abschied

Einen Dank der Sächsischen Dampfschiffahrt und dem Sender RSA für das gelungene Spektakel ;-)

Klick hier: Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft





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