Archiv für Oktober 2010


“Die Indianer sammeln Holz”, oder “wie wird der Winter?”

Da ist schon vom “Jahrhundertwinter” die Rede, oder gar vom “kältesten und längsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen”. Eine Tagesgazette prophezeite sogar den “kältesten Winter seit tausend Jahren”. Auf was will man uns vorbereiten? Auf explodierende Heizkosten wahrscheinlich, unter dem Denkmantel des kältesten Winters seit Menschengedenken natürlich. Denn so verkaufen sich die Preissteigerungen besser und lassen sich erklären.

Es ist natürlich ein leichtes, von Zurückhaltung oder gar Verzicht beim Heizen zu sprechen. Dummerweise leben wir in Deutschland, und nicht in Afrika oder in der Karibik.

Seltsam ist nur, daß man eigentlich nicht in der Lage ist, das Wetter für zwei Tage oder gar für eine Woche sicher vorher zu sagen. Aber man will im Oktober schon den Winter 2010/11 vorraussagen wollen.

;-)     :-)

Das erinnert mich an den Witz mit den Indianern: Der weise Medizinmann war gestorben. Dessen Sohn hatte wenig von den geistigen Gaben des Vaters mitbekommen. Dennoch wurde er Medizinmann-Nachfolger. Als es Herbst wurde, kamen die Indianer seines Stammes täglich zu ihm, um ihn über den kommenden Winter zu befragen. Er hatte keine Ahnung, wollte es sich aber nicht anmerken lassen. Gleichzeitig wollter er auf Nummer sicher gehen und sagte: “Der Winter wird kalt und lang. Sammelt Holz!” Die Indianer taten, wie ihnen geheißen und fragten später wieder, wie der Winter werden würde. Der Medizinmann meinte: “Sammelt noch mehr Holz. Der Winter wird kalt und lang!” Gleichzeitig dachte er bei sich: “Wirst mal in die Stadt reiten und im Wetteramt fragen, wie der Winter wird.” Er ritt los, kam ins Wetteramt und fragte, wie der Winter wird. Der Meteorologe sagt: “Der Winter wird kalt und lang. Die Indianer sammeln Brennholz, wie schon lange nicht!”    :-)





Ein Ausflug von Babenhausen (Hessen) zur Burg Frankenstein im Odenwald

Rückblick erster Ausflugstag: KLICK HIER

Babenhausen in Hessen an der Deutschen Fachwerkstraße war Ausgangspunkt der heutigen Tour. Am zweiten Tag des Aufenthaltes bei meiner Tochter in Hessen führte uns unser Weg in den Odenwald, genauer in die Gemeinde Mühltal. Hoch über dem Tal steht auf dem Berg die Burgruine Frankenstein. Der Name ist Programm, zu Halloween ist hier einiges los. Die Arbeiten zur Burgausgestaltung waren schon im vollen Gange. Aber uns interessierte heute mehr das alte Gemäuer.

Genial und atemberaubend ist auch die Fernsicht. Über die Rheinebene hinweg schaut man bis in das Rheinische Schiefergebirge, hier speziell hinüber zum Taunus. Und in der Ebene sieht man die Silhouette der Frankfurter Hochhäuser.


Am Nachmittag besuchte ich meinen “Internet-Freund” Herbert D. nebst Frau, die beide zufällig auch in Babenhausen wohnen. Nach Kaffee :-) und frisch gebackenem Pflaumenkuchen ;-) ging es dann wieder heim.

Ergebnis und Fazit nach diesen zwei Tagen: den Motorradurlaub 2011 werden wir in der Region Spessart und Odenwald verbringen

Da freut man sich schon auf´s nächste Jahr




Ein Wochenende am Main in Aschaffenburg (Schloß Johannesburg und Park Schönbusch)

Im September weilte ich bei schönstem Spätsommerwetter in Unterfranken, da wo sich Hessen und Bayern berühren. Die Region um Aschaffenburg ist begrenzt von Spessart, Odenwald und Steigerwald und wird geprägt vom Flußlauf des Mains.

Als völlig Fremder fällt es freilich schwer, sich an nur zwei zur Verfügung stehenden Tagen für Ausflugsziele zu entscheiden. So tat ich das am nächsten liegende und entschied mich für die wahrscheinlich bekanntesten Aschaffenburger Touristenmagnete – und machte dabei nichts falsch. Die Aschaffenburger Altstadt mit Schloß Johannesburg lockte mich ebenso wie der Main. Der ist hier allgegenwärtig und ich liebe Flußlandschaften ohnehin :-)

Mit dem Insiderwissen meiner Tochter, die hier seit ein paar Jahren lebt, besuchten wir auch noch Park und Schloß Schönbusch. Gelesen hatte ich es im Vorbeifahren, wußte aber nicht so richtig, was mich dort erwartet oder was ich verpasse. Fakt ist: ich hätte definitiv etwas verpasst.

Zweiter Teil meines Wochenendausfluges, diesmal auf Burg Frankenstein im Odenwald

KLICK HIER






zum Artikel “Freistaat wirbt um ausländische Arbeitskräfte” vom 19.10.2010 in der Chemnitzer “Freie Presse”

Nachdem ein großer Teil der Angehörigen des Arbeitslosenheeres für seine Situation wenig bis nicht verantwortlich gemacht werden kann – nachdem manche bis zu über 10 Jahren und länger nicht mehr arbeiten durften – nachdem viele von ihnen arbeiten und Pflichterfüllung tatsächlich verlernt haben – nachdem viele von ihnen nicht mehr mit zeitgemäßen Fachwissen aufwarten können oder in Jobs und Branchen arbeiteten, die es nicht mehr gibt und die auch nie wieder kommen – nachdem diese Situation so prekär geworden ist, geht man den einfacheren Weg und will fertige Fachleute ins Land holen. Wie wird das von den Arbeitslosen und Hartzern empfunden? Sicher ist das Vorgehen legal und zeitgemäß. Aber zuerst das eigene Volk mit Arbeit, Lohn und Brot zu versorgen hat auch etwas mit Integration zu tun!

Das Schlimme ist, daß mittlerweile seit geraumer Zeit Auszubildenden-Generationen heranwachsen, die von ihren Eltern ebenfalls nicht anders kennen als – im schlimmsten Fall – Alkohol, Zigaretten, HDTV und schwachsinnige Sendungen und das in Ordnung finden. Die wollen nicht. Das ist sicher prekär, aber der Grundstein wurde viel früher in der Wirtschaftswelt selbst sowie in einem verkorksten (bundes-)deutschen Bildungs- und Erziehungssystem  und nicht von den heute Betroffenen gelegt. Nach 10 oder 15 Jahren prekären Arbeitsverhältnissen oder Hartz-4 hat sich mancher wirklich auf seinem Level eingerichtet. “Hartz-4 und der Tag gehört Dir!” Kann man das denjenigen verübeln, daß sie nun nicht mehr wollen oder können?

Wenn man sagt, “die Erfahrung lehrt uns, daß es nicht funktioniert, Langzeitarbeitslose zu integrieren” (Zitat Freie Presse), warum werden dann nicht wenigstens die vielen jungen Leute mit Praktikumsanstellung oder befristeten Arbeitsplätzen festangestellt? Oder warum erhält kein Zeitarbeiter die Chance, in der Firma in der er molocht, übernommen zu werden?

Hartz-4-Bezieherin gewinnt Auto: KLICK HIER

Die “Deutschen sterben aus”, “die Deutschen werden immer älter”, “Deutschland verblödet” – das ist definitiv alles richtig.  Aber solange wir die an der Gesellschaft nicht teilhabenden Menschen haben, müssen zuerst sie integriert werden, und keine ausländischen Fachkräfte. Was passiert übrigens mit ausländischen Fachkräften, wenn sie nicht mehr benötigt werden? Diese Gesellschaftsform ist schnell mit Entsorgen und Verantwortung abschieben!

Mag sein, daß die DDR-Wirtschaft am Boden war. Aber sicher ist auch, daß die überstülpt bekommene (bundes-)deutsche Gesellschaft ebenfalls am Boden ist. Vielleicht hat die Zeit der Deutschen ihren Zenit tatsächlich überschritten? Dann soll es eben so sein und es steht ein Wechsel bevor, mit frischen Ideen, neuem Blut und neuen Kulturen. Alle großen Kulturen zerfielen gegen Ende in Dekadenz, bevor sich selbst auslöschten. Aber noch ist das nicht der Fall!! Noch gilt es, 3 bis 5 Mio. Arbeitslose zur Gesellschaft zu zählen!

Problem Überbevölkerung: KLICK HIER

Das Anerkennen ausländischer Bildungsabschlüsse soll erleichtert werden? Wieviele kämpfen heute noch um die Anerkennung ihrer Abschlüsse und ihrer Arbeit aus DDR-Zeiten? Und wieviele mußten nach der Wende gleich nach der Erstausbildung den eigenen Beruf neu erlernen (viele Fachschulstudienrichtungen betraf das)? Ein Unrechtsstaat war eben nicht in der Lage, Fachkräfte auszubilden… oder wie soll man das verstehen :-(

Um europaweit derart auf Menschenreserven zurück zu greifen, muß erst einmal folgende gerechte Vorraussetzung geschaffen sein: nicht die gemeinsame Währung schafft Gleichheit, sondern gleichzeitig gleiche Mieten, gleiche Sozialbeiträge und Steuern, gleiche Löhne und gleiche Preise. Dann möchte ich mal sehen, für wen es sich noch lohnt, nach Deutschland zu gehen.



In Dresden an der Elbe, am Blauen Wunder und eine Fahrt mit der Drahtseilbahn

Einen Krankenbesuch in Dresden nutzten wir gleich für einen kurzen Ausflug. Es war ein kalter, aber sehr sonniger Tag. Wir wollten an die Elbe, ans Blaue Wunder. Die markante Dresdner Brücke war bei ihrer Erbauung ein technisches Wunder. Und durch die bläuliche Farbe wurde sich schnell das Blaue Wunder. Ein eigenes Wunder erlebte die Brücke gegen Ende des II. Weltkrieges. Nur der mutigen Tat von zwei Dresdner Bürgern ist es zu verdanken, daß die Brücke in letzter Sekunde nicht doch noch von fanatischen Nazis gesprengt wurde. Die Brücke, ein Wahrzeichen Dresdens, verbindet die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz.

Bei mir rief der Ausflug Kindheitserinnerungen hervor. Die damalige Segelfliegerwiese neben der Brücke, Dampferfahrten mit den Eltern auf der Elbe oder Ausflüge mit den Großeltern. Ich sehe mich noch mit unserem Opa und meinem Bruder vom Fernsehturm auf die Brücke schauen. Leider ist das nicht mehr möglich. Die Telekom scheint so gar keine Lust zu haben, Mittel und Wege zu finden, daß der Fernsehturm wieder für Besucher öffnen kann :-( . Eine Alternative bieten die beiden Seilbahnen. Beide technische Meisterleistungen vergangener Zeiten, steuern sie zwei Bergstationen an, die sich lohnen zu besuchen.

Während die Talstationen max. 5 min Fußweg auf der Pillnitzer Landstraße auseinander liegen, liegen die Bergstationen ca. 20 – 25 min Fußweg auseinander. Man könnte einen Rundwanderweg unter Benutzung der beiden Seilbahnen daraus machen. Die Schwebebahn fährt von Loschwitz zu den Oberloschwitzer Höhen. Die Bergstation ist gleichzeitig ein Aussichtsturm.

Ebenfalls von Loschwitz, aber auf den Weißen Hirsch hinauf, verkehrt die Drahtseilbahn.  Der Weiße Hirsch ist Dresdens (ehemaliges?) Nobelviertel. Weithin sichtbar ist auch die Kuppel der Sternwarte vom M. v. Ardenne-Institut. Der “Luisenhof” bietet die Gelegenheit zur Einkehr nebst wunderbarem Blick von der Terrasse ins Tal. Der “Balkon von Dresden”, wie der Luisenhof heißt, ist eine der typischen Ausflugsgaststätten, wie sie um den Jahrhundertwechsel 1900 entstanden. Namensgebend war die Frau des letzten sächsischen Königs, Kronprinzessin Luise von Toscana. Wer es aber preiswerter möchte, der ist auf dem Aussichtsturm der Bergstation der Schwebebahn besser aufgehoben.

Als Ersatz bietet sich zur Einkehr dann der “Schillergarten” an. Die bekannte Ausflugsgaststätte zwischen Schiller- und Körnerplatz unmittelbar am Blauen Wunder atmet ebenfalls den Stil der guten alten Ausflugszeit. Der “Schillergarten” hat einen riesigen Biergarten sowie ein gemütliches Lokal und bietet die Möglichkeit, Elbe, Dampfer und Brücke aus nächster Nähe zum Abschluß des Ausfluges zu genießen.  :-)

Weitere Dresden-Blogs:

Schaufelraddampferrennen zum Blauen Wunder im April 2010:   KLICK HIER

Ausflug zum Dresdner Rathausturm:  KLICK HIER



Im Saaletal mit dem Motorrad zur Leuchtenburg bei Kahla und zu den Dornburger Schlössern

Am letzten Wochenende waren wir bei herrlichsten Spätsommer- / Frühherbstwetter ins Saaletal unterwegs. Der Tag ging zwar sehr kühl los, es wurde aber zusehends wärmer. Da es trocken und windstill gewesen ist, war das ein ideales Reisewetter.

Ich möchte die Tour nicht näher beschreiben, da sie in meiner neuen Homepage ab Frühjahr 2011 eine der ersten sein wird, die ich dann veröffentlichen werde. Nur eins: es war eine Fahrt fernab der großen und verkehrsreichen Straßen. Wir waren sehr beschaulich unterwegs, zeitweise befuhren wir die Thüringer Porzellanstraße. Ein fahrerischer Leckerbissen sind die Kurven von der Leuchtenburg hinab nach Kahla. Die Dornburger Schlösser wiederum, mit einem herrlichen Blick ins Tal, sind ein wunderbares Ausflugsziel – nicht nur mit dem Motorrad.

Wer diesen Ausflug noch ausdehnen will, flußabwärts ist es nicht weit nach Camburg oder Naumburg, flußaufwärts ist es nicht weit zur Ruine der Kunitzburg bei Jena oder nach Jena selbst.

Motorradtour nach Naumburg: KLICK

Unsere Heimreise fand über Camburg, Frauenprießnitz, Bad Klosterlausnitz, Hermsdorf und Auma nach Greiz statt. Mehr dazu auf meiner Homepage ab Frühjahr 2011.




Extra für meinen Arbeitskollegen A. Müller  . . .

. . .  der sich “beschwert” hat, es würde nichts Neues mehr hier erscheinen. (Was ich eigentlich so nicht bestätigen kann). Im Moment bin ich immer noch dabei, zwei Wochen Motorradurlaub im Fläming

siehe hier: KLICK

nachzuarbeiten und zu archivieren. Aber dennoch, lieber Andreas, extra für Dich: PC-Begriffe einfach erklärt.

Heute: input und output




Oktober 2010
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031