Archiv für Februar 2011


Zum Artikel “Sachsen reagiert auf zu lasche Grippevorsorge” in der Freien Presse vom 25.02.11

Ich denke, auch der “mündige” Bürger benötigt ein wenig Diktatur und Bevormundung. In diesem Fall sehe ich das zum Beispiel bei der Fluorbehandlung des Trinkwassers ebenso wie bei Schutzimpfungen. Was spricht dagegen, nicht die wichtigsten Impfungen zur Pflicht zu erheben – und die Grippeschutzimpfung zähle ich dazu! Doch dazu muß die Bevölkerung aber erst einmal begreifen, was Grippe ist. Man kennt zwar verschiedene und günstige Handytarife und Klingeltonanbieter (Wissensmüll!), aber nicht den Unterschied zwischen Grippe und grippalen Infekt.

Wobei ich bei der Schweinegrippe auch meine eigene Meinung hatte . . .  KLICK HIER

Eine große Gefahr lauert bei den nicht erforschten Infektionskrankheiten, die von Tieren übertragen werden (Zoonosen). Beispiele der Vergangenheit: Papageienkrankheit, SARS, Ebola, Schweinegrippe, Toxoplasmose, Borreliose, Tollwut – und auch die Pest gehört dazu! Heute halten wir uns Reptilien zu Hause oder in armen Gegenden Afrikas ißt man Affenfleisch von kranken/geschwächten Tieren. Der Gefahr durch diese neuen Verhaltensweisen sind wir uns überhaupt nicht bewußt. Es wird sich mit bisher unentdeckten Viren und Bakterien angesteckt, und in immer kürzeren Abständen kommen immer neue hinzu! Flugplätze und Flugzeuge sind dann ein idealer Dreh- und Angelpunkt für Ansteckungen.

Eine Touristin reiste in den Abenteuerurlaub nach Zentralafrika in eine fast unerforschte Region. Zum Angebot gehörte auch das Schlafen in einer Höhle, umgeben von flatternden Flughunden. Als sie wieder heimkam, klagte sie über grippeähnliche Symptome. Die Krankheit, die keiner kannte, verschlimmerte sich. Am Uni-Klinikum in Leipzig starb die Frau 10 Tage später. Sie hatte auf jeden Fall ihren Kick, aber wie viel Kick brauchen wir? Und wie viel Kick verkraften wir?

Aber eigentlich muß man so weit gar nicht gehen, auch Haustiere können Überträger sein. Und so sollten eigentlich ein Hund im Bett, eine Katze auf dem Tisch und ein Wellensittich oder eine Katze in Haushalten mit Klein- und Kleinstkindern tabu sein. Das hat auch Zeit, bis die Kinder etwas älter sind.

Müssen zum Beispiel Klein- und Kleinstkinder in jedem Falle zu Besuchen ins Krankenhaus mitgeschleppt werden? Und wenn es schon nicht anders geht, muß man dann die Kleinen, denen es langweilig wird, auf dem Fußboden des Krankenzimmers herum krabbeln lassen?

Der zivilisierte Bürger duscht morgens, das zeigt man in jeder abendlichen Seifenoper (so ein Schwachsinn). Daß sich die Hände gewaschen werden, leider nicht. Dabei fassen wir so vieles an, wo wir nicht wissen, wer es in der Hand hatte: Münzen, Treppengeländer, Telefone, Einkaufswagen und so weiter und so weiter. Deshalb gehört zur Erziehung und zur Vorbildwirkung: Hände waschen, wenn man heimkommt. Erst recht, wenn man sich an die Zubereitung von Speisen macht. In der Tat ist mancher Toilettensitz keimfreier als die aufgeführten Beispiele!



Vier tote Skiurlauber aus Sachsen in den norwegischen Bergen (Freie Presse vom 19.02.2011)

Vorbemerkung: Ich möchte weder den vier Verunglückten schlecht nachreden noch die Hinterbliebenen verletzen. Die Sache an sich ist tragisch und tut mir leid! Ich beziehe mich dabei auf eine Zeitungsmeldung vom 19.02.2011. Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, kann ich nicht beurteilen. Ich will aber auf etwas anderes hinaus: Ich will ein paar Beispiele nennen, wie unsere Urlaubs- und Eventkultur sowie auch die Wirtschaftswelt oftmals aus dem Ruder läuft, weil man einfach nicht bereit ist, Grenzen zu akzeptieren und weil man Warnungen in den Wind schlägt. Dazu eignet sich die vorliegende Geschichte leider – falls sie sich so zugetragen hat. Ergänzend bitte ich, die unten anschließenden Kommentare mit einzubeziehen. Danke.

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Vier Branderbisdorfer Skiurlauber bezahlen ihren Leichtsinn mit ihrem Leben. Es erinnert mich an ein Buch, das ich gelesen habe: Im Himalaya-Gebirge schlägt ein Bergsteiger alle Warnungen der Einheimischen in den Wind und marschiert von Nepal aus in die Berge. Im Schneesturm verirrt er sich und das Unheil nimmt seinen Lauf. Er überlebt stark unterkühlt und abgemagert. Am Leben hielten ihn ein paar Schoko- und Müsliriegel und Wasser aus geschmolzenem Schnee. Nach Wochen wurde er lebend gefunden. Soweit zu dieser wahren Geschichte.

Vier Branderbisdorfer schlagen die zweimalige Warnung eines Einheimischen (der es offenbar besser wußte) in den Wind. Auf die Bemerkung “Nur wer nicht ganz normal ist, wird bei dieser Witterung losgehen” sollen sie angeblich trotzig entgegnet haben: “Wir sind auch nicht normal!” Nun, wenn es sich denn so zugetragen hat – was ich nicht beurteilen will und kann – dann kann man ihnen auch nicht mehr helfen. Genauso groß ist das Geschrei, wenn sich Touristen unbedingt in Krisengebieten oder in extrem kriminellen Regionen im Urlaub austoben müssen (kolumbianische Bergwelt, Dschungelgebiete Südostasiens). Vielleicht bieten somalische Piraten demnächst Seeurlauberkajüten an. Die Leute dürfen dann nur nicht erschrecken, wenn hin und wieder geschossen wird. Nur bei der Rettung durch deutsche Behörden und Rettungsdienste wollen sie dann bitteschön nicht finanziell beteiligt werden. Aber “wenn man eh nicht normal ist . . .”

Es ist doch ein Widerspruch in sich: Die globalisierte und extrem auf Mobilität ausgerichtete Wirtschaftswelt setzt sich selbst äußerst sensible Grenzen. Aber man ist immer weniger bereit, diese auch zu akzeptieren – egal, ob es Terrorwarnungen auf Flughäfen oder politische Krisen in fremden Ländern sind.

Die extrem ansteigende Weltbevölkerung setzt sich Grenzen, die sie nicht bereit ist, zu akzeptieren – sei es Rohstoffknappheit, Trinkwassermangel, Mangel an Arbeitsplätzen, beschränkter Platz auf unserem Planeten und mehr.

Und – die Menschheit kann nicht mehr mit der Natur und deren gesetzten Grenzen umgehen, sie werden schlichtweg ignoriert. Zumindest wird es immer wieder versucht. Das betrifft Vulkanasche genauso wie den Winter 2010. Das betrifft die Folgen besiedelter Hochwassergebiete genauso wie den jetzigen Fall der vier Skitouristen in Norwegen. Beim Zugspitzlauf erfrieren Teilnehmer, weil sie nicht wissen, daß es dort oben kalt ist und sich das Wetter schnell und extrem ändern kann. Nein, sowas aber auch! In Heimatkunde der vierten Klasse (DDR) lernte man, daß die Temperatur pro 100 Höhenmeter um ein Grad abnimmt. Wie hoch ist die Zugspitze? Dazu der eisige Wind . . . Aber man kann ja den Veranstalter verklagen.

Aber warum in die Ferne schweifen, denn das Bekloppte liegt so nah: auf dem heimischen Fichtelberg treten zu Silvester die Damen im Bolerojäckchen, ohne Mütze und in Stöckelschuhen zum Knallen und Blitzen um Mitternacht hinaus ins Freie und wundern sich, daß es kalt ist und ein eisiger Wind weht. Ja, mein Gott . . .




was ist das doch für ein kurioses Datum:

Beim Ausfüllen einer Überweisung für morgen ist mir aufgefallen, welch eigenartiges Datum morgen ist. Seht selbst:

11. 02. 2011

ohne Punkte dazwischen

11022011

gespiegelt

1102 / 2011

oder so…

11 / 0220 / 11

:-)   ;-)


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