Archiv für März 2011
Drei Schnappschüsse von Sachsens kleinster Ritterburg, Burg Rabenstein in Chemnitz
siehe dazu auch diesen Foto-Eintrag KLICK
Ein Foto, wie es wahrscheinlich hundertfach an einem Tag irgendwo in Deutschland möglich wäre. Man muß nur zur rechten Zeit mit Fotoapparat am rechten Ort sein. In diesem Fall an der Burg Rabenstein in Chemnitz. Und schon wird aus Sachsens kleinster Ritterburg ein Wasserschloß
Wer hat die Burg Rabenstein in den Teich geworfen
Ein Besuch im ostthüringischen Städtchen Eisenberg
Auf Anregung von Freund und Kollege Andreas M. besuchten wir das Städtchen Eisenberg in Ostthüringen. Ich selbst bin schon einmal in der Altstadt von Eisenberg gewesen, nämlich im Oktober 2005 auf der Rückfahrt von einem Motorradkurzurlaub von Erfurt über Weimar und Jena. Damals suchte ich eigentlich nur einen idyllischen Pausenplatz, den ich auf dem Markt von Eisenberg und bei einer Einkehr im Museums-Cafe auch fand 
Diesmal schnappte ich mir mein Bikerbiest und wir besuchten Eisenberg per Automobil. Für´s Motorrad war es uns trotz Sonne bei Temperaturen um 7 – 11 Grad dann doch zu kalt. Auf dem Marktplatz laden die Stadtkirche St. Peter, das Museum nebst Cafe und das Altstadtflair im Allgemeinen zum Stadtbummel ein.
Ein weiteres Ziel ist die barocke Schloßkirche St. Trinitates am herrschaftlichen Schloß und der Schloßpark bzw. der Schloßgarten. Der Schloßpark beziehungsweise Schloßgarten ist im Stil englischer Parks einerseits und im Stil französischer Lustgärten andererseits gestaltet und umfaßt auch einen Kräutergarten.
- Schloßkirche, Lichtspiele
- Museum mit Museums-Cafe
- Schloßkirche innen
- Schloßkirche St. Trinitates
- Rathaus und St. Peter-Stadtkirche
- Schloßkirche, Engel
Vor dem Schloßbau befand sich ab dem 12. Jahrhundert eine Burg an dieser Stelle. Errichten ließ sie der Markgraf von Meißen. Da es damals zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den wettinischen Linien Thüringens und Meißens kam, fungierte die Burg als Grenzfestung. Als Frieden unter den Wettinern einzog verlor die Burg ihre eigentliche Bedeutung. Im 16. Jh. wurde sie umgebaut. Nach verschiedenen Nutzungen unter anderem als Witwensitz und als Lustresidenz ließ Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg sie Ende des 17. Jh. zum bis heute erhaltenen Schloß mit angebauter Schloßkirche ausbauen.
Während die relativ unscheinbare Kirche von außen doch etwas schlicht aussieht, offenbart sie im Inneren ihren ganzen barocken Charakter und ihre außergewöhnliche Pracht. Stuckarbeiten, Wandmalereien und Deckengemälde sowie Schnitzarbeiten verteilt über drei Emporen und mehr lassen den Besucher staunen!
Viel Spaß beim Selbsttest
Ein Nachwort auf Eisbär Knut
Vier Jahre ist Knut alt geworden. Der arme Bär! Ich möchte seiner gedenken. Leider habe ich kein Knut-Foto. Da dieser Blogeintrag kein Plagiat werden soll (es ist ja auch keine Doktorarbeit), muß ich mir anders behelfen.
2007, in Knuts Geburtsjahr, war ich im Dezember auf dem heimischen Fichtelberg. Der dortige Bär ist zwar braun und aus Holz, aber so im Eis und im Schnee kann er fast als Eisbär durchgehen
Abschließend möchte ich mit einer Leserzuschrift aus der BILD einen Nachruf auf Knut starten:
Zitat:
“Knut war ein guter Mensch”
Im Radio RSA kürte man eben die Frechheit des Tages: Im Fernsehen sollte ein Film mit Liz Taylor laufen, zum Gedenken an ihr Ableben. Man hat den Film abgesetzt und bringt statt dessen eine Reportage über Knuts Leben. Nun könnte man auch fragen: “Willst Du lieber einen Film mit Elisabeth Taylor sehen, oder eine Reportage über Knut?” Und vom zeitgenössischen, durchschnittlichen und fernsehprogrammverblödeten Bürger kommt als Antwort: “Wer ist Liz Taylor?”
Mein Segelschiff
Es gab eine Zeit, da wäre ich gern zur See gefahren. Dieser Traum hielt auch recht lange an. Leider habe ich das nicht konsequent durchgesetzt und gegen die Untergangsszenarien meiner Mutter verteidigt
Auch heute bin ich noch gern mit Schiffen unterwegs und irgendwann miete ich mich mal in einer Passagierkajüte eines Frachters ein. Denn die schwimmenden 4-Sterne-Hotel-Festungen mit Schickimicki und Rundum-Animation sind für mich total reizlos.
Zwischen dem 17. und 18. Lebensjahr baute ich etwa ein und ein halbes Jahr an einem Segelschiff. Das Schiff – eine Fregatte – war etwa 80 cm lang und ebenso hoch.
Viele Teile habe ich im Modelleisenbahnladen in Frankenberg bekommen, aber etliche Male bin ich mit dem Bus oder Zug bzw. auch mit dem Motorrad nach Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) gefahren. Dort habe ich fast alle Holzteile im Werkzeugladen “der Schlauch” gekauft. Das Schiff hatte ein richtiges Rumpfskelett, welches dann beplankt wurde. Zum Einsatz kamen aber auch Schaschlikspieße aus Holz, die Werkstoffe Zinn und Blei, kleine Ketten, jede Menge Strick, Farbe und Leinentuch. Die Heckfenster waren aus ausgestanzten Preßspanabfällen, die mir irgendwo ins Auge stachen. Die Segel nähte ich auf Omas alter Singernähmaschine selbst. Eine Geduldsarbeit war das knüpfen der Strickleitern. Ein Glücksgriff war das finden einer Schnecke einer Geige. Den Geigengriff fand ich auf der Müllhalde und verwendete die Schnecke am Bug des Schiffes an Stelle einer Galionsfigur. Dort lag der Bugspriet stilecht auf.
Zum Schluß wurde das Schiff noch mehrfarbig gestrichen und zwei selbst gebaute Ständer erhielt es auch noch. Den Namen des Schiffes entnahm ich dem Piratenfilm “Freibeuter der Meere” mit Terence Hill und Bud Spencer. Da ich aber damals schon nicht sicher gewesen bin, ob ich den Schiffsname richtig geschrieben habe, lasse ich das lieber hier und heute sein
Nur eins habe ich nie versucht: ob das Schiff schwimmtauglich ist. Das Risiko wollte ich nicht eingehen.
Dafür blieben dem Schiff zwei Umzüge nicht erspart. Einer davon auf dem Moped meines Bruders und ich mit dem Schiff hinten drauf. Das war vielleicht ein Ge-eier
unser Kater Peter
Frage: Was ist der Unterschied zwischen Hunde- oder Katzenhaltung? Antwort: Der Hund hat ein Herrchen, oder auch ein Frauchen. Die Katze hat Personal!!
1993 war unser letztes Jahr in Frankenberg. Ab Dezember bezogen wir so nach und nach und ab Juni 1994 entgültig ein sanierungsbedürftiges Bauernhaus in Hartenstein.
Unsere Nachbarn in Frankenberg hatten eine Katze, diese war trächtig. Vier Katzenbabys gebar sie und starb (jung und als Erstgebärende) bei der Geburt. Es mußte sofort und ohne lange nachzudenken gehandelt werden. Die Wassertonne wäre eine Möglichkeit gewesen. Unsere Nachbarn entschieden sich aber für ein großziehen der hilflosen, blinden und mutterlosen Katzenbabys. Die Badewanne wurde, ausgelegt und kleinkindtauglich, zum Katzenbaby-Revier. Der Tierarzt machte nicht viel Hoffnung. Dennoch versuchten es meine Nachbarn mit unheimlich viel Rundum-Umsorgung der Kleinen. Sie zogen sie mit der Flasche groß, vier kleine und ständig hungrige Katzenkinder. Wir versprachen ihnen (den Nachbarn), zwei Katzen abzunehmen, wenn sie noch leben bis wir umziehen.
Es überlebten alle vier, auch wenn einer dann bei seinen neuen Besitzern ausgerechnet auf dem Dorf unter die Räder kam. Mit uns zogen Peter (ein rabenschwarzer Kater) und Purzel (eine süße Miez, schwarz mit weißen Pfoten, weißem Lätzchen und weißen “Schlüpfern”) mit nach Hartenstein. Dem Flaschenalter waren sie da noch nicht entwachsen und so hielten sie uns ganz schön auf Trab die Beiden.
Purzel wurde eine hübsche Katze, aber ein Ausreiser und Weltumsegler vor dem Herrn. Ab 2000/01 war sie dann ganz verschwunden. Peter war kräftig, ein Schmusekater, treu und anhänglich. Für Blödsinn waren beide immer gut, Peter mehr als Purzel. Manchmal konnte man da schon verzweifeln, mal drüber lachen und andermal auch dafür die Katz´ zum Teufel wünschen. Schuldbewußt waren sie dann genau in dem Moment nicht dabei. Vor allem Peter hatte ein Talent, genau zu wissen, wann er Blödsinn angestellt hatte und lieber erst einmal verschwand, bis sich die Zorneswogen geglättet hatten.
Beide wurden, obwohl sie es nie gezeigt bekommen hatten, tüchtige Mäusefänger.
Und was ist aus Peter geworden, der ab 2000/01 allein bei mir war? Nach der Scheidung verkauften wir das Haus 2003. Peter war 10 Jahre alt, nicht mehr der Jüngste, aber fit und treu. Also suchte ich einen ebensolchen Besitzer, bei dem er es die letzten Jahre gut hatte. Auf die Anzeige meldete sich jemand aus Langenhessen. Der Kater sollte für die Oma (93) sein, deren geliebter Kater vor ihr “gegangen” war.
Ich betonte noch einmal: “Der Kater ist nicht mehr der Jüngste!” “Die Oma auch nicht”, meint er. Ich sagte: “Aber er ist noch fit!” Sagt er: “Das ist die Oma auch noch.” Also brachte ich Peter mit all seinen persönlichen Dingen zu der Oma auf den riesigen Bauernhof in Langenhessen. Und – wenn ich ein alternder Kater gewesen wäre – dort bei der alten Frau auf dem Bauernhof hätte es mir auch gefallen 

















