Archiv für Mai 2011


Besuch im Lichtenwalder Schloßpark

Letztmals sind wir im Oktober 2007 in Lichtenwalde gewesen. An diesem damals wunderschönen Herbsttag wanderten wir zum Harrasfelsen (Haustein), an der Zschopau entlang nach Frankenberg und besuchten den (leider schon winterfest gemachten und stark entlaubten) Schloßpark. Außerdem besuchten wir die kleinen Bastel- und Ladengeschäfte auf dem vorderen Schloßgelände.

Auch wenn einer der Parkplätze am Schloßvorgelände am nächstgelegenen wäre, romantischer ist der Aufstieg zum Schloß von der Talseite, von der Zschopau her. In der Nähe der Webermühle und bei der “Fünfer-Brücke” (dort gibt es auch ein Cafe) sind Wandererparkplätze eingerichtet. Ein klein wenig anstrengender ist der Aufstieg natürlich im Vergleich zu den Parkplätzen oben.

Aufstieg zum Schloß Lichtenwalde

Aufstieg zum Schloß Lichtenwalde

Diesmal sollte der Park das Hauptziel sein – mit eingeschalteten Wasserspielen und gemäß der Jahreszeit in Blüte. Der Rhododendron blühte phantastisch, die Rosen standen in den Startlöchern und die Blumenrabatten waren bepflanzt.

Schloß Lichtenwalde

Schloß Lichtenwalde

Über einen Eintrittspreis von 2,- € zum Park kann man sich streiten. Ich finde, das tut niemanden weh und ist gerechtfertigt. Immerhin ist der Park sehr gepflegt und einladend. Der Park bedarf ständiger Arbeit und im laufenden Jahr sicher mehrmaliger Neupflanzungen. Und an die Parkordnung (Kippen, Müll) hält sich sicher auch nicht jeder, wenn auch bestimmt nur ein ganz geringer Teil der Besucher. Die in Abständen gespielte Klassikmusik an den Wasserspielen beim Blick ins Zschopautal spielt sich auch nicht von allein. Und nebenbei bemerkt: wer das gesamte Areal zu DDR-Zeiten kannte, wird die 2,-€ gern bezahlen.

Für 2,- € tut man aber etwas für seine Sinne und ist an frischer Luft. Eine Schachtel Zigaretten kostet immerhin 5,- €. Was ist da wohl die bessere Ausgabe? Man darf natürlich nicht einen Barockgarten mit einem Landschaftspark vergleichen. Das sind zwei Paar getrennte Schuh`.

Zum Vergleich, Landschaftspark in Greiz:

KLICK HIER

Lichtenwalde, Schloß und Park

Lichtenwalde, Schloß und Park






Zu einem Artikel über den Odenwald in der Reisebeilage der Freien Presse vom 21.05.2011

danke an die Freie Presse für den Artikel über den Odenwald. In der vorgestellten Region werden wir im September unseren zweiwöchigen (Motorrad-) Urlaub verbringen. Somit eine willkommene Wissenserweiterung. Wir werden im bezaubernden Ort Wertheim einen idealen Startpunkt in den Odenwald, den Spessart und das Taubertal haben und uns gleichzeitig im Dreiländereck BaWü/He/Bay bewegen. Auch ich kannte den Odenwald bis 2009 nicht und war nach einem Wochenendausflug begeistert (Link 1 und 2, unten). So lange Deutschland immer noch solche Überraschungen bereithält, sehe ich zumindest für mich keinen Grund, tausende Kilometer ins Ausland zu reisen.

Der Odenwald ist hier etwa so unbekannt, wie eine Region namens Vogtland oder Erzgebirge im Raum Darmstadt/Aschaffenburg. 2009 gelang es mir, (nur 2 Beispiele) einen Schweizer Motorradfahrer und eine Gruppe Bautz´ner Motorradfreunde mehrere Tage ins Vogtland zu locken. Und ich rede von Touristen, nicht von Rasern oder Verkehrsrowdys! Trotz nicht idealem Reisewetter im Mai 2009 waren sie begeistert und es kamen begeisterte Rückmeldungen.

Um so unverständlicher ist mir mitunter die Kleinstaaterei unserer Tourismusvereine. Eine Region Erzgebirge-Vogtland kann man nicht trennen, auch das thüringer Vogtland gehört dazu. Da muß vor allem Einigkeit herrschen. Aber die hört schon bei den jeweiligen Geldgebern der Länder auf (Link 3). Auch das Erzgebirge ist mehr als Weihnachtsland und Wintersport- oder Wandergebiet. Sicher sind auch Reiter nicht mit allen Regelungen einverstanden. Wie unsere Wälder nebst Wanderwegen von Forstbetrieben seit der Wende verlassen werden ist auch debattierenswert. Ausufernde “Gewerbegebiete” (Tankstellen, Konsumtempel) und Zersiedlung tun ein Übriges. Die Nutzung der Talsperre Eibenstock zumindest für naturnahen und sanften Tourismus wird seit Jahren diskutiert. Vandalismus und Rowdytum schaffen ebenfalls viel Frust. Und Motorradfahrer werden auch erst in den letzten Jahren als Touristenzielgruppe erkannt, und nicht nur als Raser. Vielleicht gelingt es dadurch sogar, diese Unbelehrbaren mit umzuerziehen. Denn deren Verhalten schädigt das Image einer ganzen Klientel. Leider. Vorurteile auf Seiten der anderen Verkehrsteilnehmer lasse ich mal außen vor (Link 4).

1.) Burg Frankenstein im Odenwald   KLICK HIER

2.) Aschaffenburg KLICK HIER

3.) Betrachtung nach Urlaubsreisen KLICK HIER

4.) Biker verunglückt?  KLICK HIER



Laut einer Studie sind verheiratete Männer dicker als unverheiratete. (Das ist bei den Frauen übrigens genau so!) Warum ist das so?

Der unverheiratete Mann kommt nach Hause, schaut in seinen Kühlschrank und geht frustriert ins Bett.

Der verheiratete Mann kommt nach Hause, schaut in sein Bett … und geht frustriert an den Kühlschrank ;)



Vom Vogtland in Thüringen über Westsachsen ins Westerzgebirge bei Aue, Schneeberg und Schwarzenberg

Die kalte Sophie, eine der Eisheiligen, war für Mitteldeutschland angesagt. Und in der Tat begannen mutlos machende, dunkle Wolken aufzuziehen. Aber der frische Wind hielt sie noch in gebührender Entfernung und den Regen fern. Dennoch – auch der Regen wird gebraucht, für die Pflanzen (zum wachsen) und für die Allergiker (zur Erleichterung). Aber das sollte noch bis zum Abend dauern und so machten wir uns auf den Weg ins Westerzgebirge. Nur die Erleichterung für die Allergiker, die hätte ich gern eher gehabt :-(

Greiz, Elsterufer mit Schloß

Greiz, Elsterufer mit Schloß

Es war eine mit 165 km (3,5 Std.) eher als kurze Nachmittagsausfahrt zu bezeichnende Tour, trotzdem abwechslungsreich und stellenweise direkt anspruchsvoll. Außerdem wählten wir Streckenabschnitte mit relativ wenig nervigem Verkehr, dafür mit viel Landschaft. Ein Pausenplatz für unser Picknick aus dem Tankrucksack fand sich auf der steilen Bergauffahrt von Bockau zum Jägerhaus, kurz vor der Kreuzung Jägerhaus rechts am Waldrand. Sehenswert und als Ausflugsziele zu empfehlen sind:

  • Schneeberg: St. Wolfgangskirche

  • Bockau: Likörfabrik und Spirituosenmuseum “Bockauer Wurzelstube”

  • Antonsthal: Techn. Museum “Silberwäsche”

  • Schwarzenberg: Schloß und Kirche, Altstadt

  • Waschleithe: Besucherbergwerk, Ruine der Dudelkirche (Oswaldkirche)

  • Waschleithe: Freiluftminiaturausstellung “Heimatecke”

  • Grünhain: ehemaliges Zisterzienserkloster

  • Grünhain/Beierfeld: Spiegelwald, König-Albert-Aussichtsturm

  • Hartenstein: Schloßruine Hartenstein, Burg Stein mit Museum

  • Hartenstein: Schloß Wolfsbrunn mit Park

  • Wildenfels: Schloß Wildenfels mit Park und Schloßteich

  • Schönfels: Burg Schönfels

  • Greiz: Altstadt, Oberes Schloß, Unteres Schloß mit Museum

  • Greiz: Park mit Sommerpalais und Küchenhaus (Cafe)

Abgesehen von zahlreichen anspruchsvollen Streckenabschnitten in wunderbarer Landschaft ist der Blick von den Höhen des Spiegelwaldes zwischen Grünhain und Oberpfannenstiel/Abzweig Bernsbach an der S 222 immer wieder atemberaubend. Da lohnt es sich sogar, nur des Blickes wegen einmal anzuhalten.

Spiegelwaldaussicht

Spiegelwaldaussicht

Was wäre noch zu sagen? Außer zwei … drei angstmachenden Regentropfen in Kirchberg regnete es dann abends und in der Nacht tatsächlich richtig.

Burg Schönfels und Burg Stein in Hartenstein

Burg Schönfels und Burg Stein in Hartenstein

Fahrtroute: Greiz – Mohlsdorf – Reudnitz – Fraureuth – Steinpleis – Thanhof – Schönfels – Lichtentanne – Zwickau-Oberplanitz – Zwickau-Cainsdorf, Hammerwald – Wilkau-Haßlau – Wiesenburg – Wiesen – Weißbach – Kreuzung Burkersdorf – Schneeberg – Neustädtel – Zschorlau – Abzweig Albernau – Albernau – Bockauer Talstraße – Bockau – Jägerhaus – Richtung Schwarzenberg – Abzweig Antonsthal – Silberwäsche Antonsthal – Antonsthal – Schwarzenberg-Erla – Schwarzenberg – Schwarzenberg-Wildenau – Langenberg – Waschleithe – Grünhain – Oberpfannenstiel – Aue – Talüberquerung Alberoda – Raum – Hartenstein – Zschocken – Wildenfels – Schönau – Wiesenburg-Wiesen – Kirchberg – Wolfersgrün – Hirschfeld Ortsumfahrung – Voigtsgrün – bei Ebersbrunn – Schönfels – Altrottmannsdorf – bei Neumark – Reichenbach – Friesen – Greiz-Schönfeld – Greiz, Richtung Neumühle – Neumühle – Nitschareuth – Daßlitz, Daßlitzer Kreuz – Gommla – Greiz


Viel Spaß beim Selbst-Test  ;)



Eine Motorradausfahrt zum Aussichtsturm (Glück-Auf-Turm) in Eibenstock und zum Blauenthaler Wasserfall bei Sosa

Schon ein paar Jahre steht er, der Aussichtsturm in Eibenstock am Bergbau-Lehrpfad. Deshalb heißt er auch “Glück-Auf-Turm”. Der Turm wurde 2008 eröffnet und diesmal sollte er uns als Motorradausflugsziel dienen (endlich, denn ich hatte es schon länger vor). Der Turm ist recht leicht zu finden, er steht am Hotel “Bühlhaus”. Auf dem Bühlberg befinden wir uns auf 652 Meter über Meeresspiegel, der Turm gibt noch einmal 34 Meter dazu. Der Durchlaß am Drehkreuz kostet 50 Cent.

Die Sicht von oben über das Westerzgebirge ist genial und die Orientierungstafeln sind allererste Sahne. Solche wünscht man sich auf dergleichen Türmen oft. Ein großes Lob dem Gestalter dieser Tafeln!! Auf den Bänken am daneben befindlichen Spielplatz machten wir hernach ein schönes Picknick – danach war alles vom Fichtenpollenflug quittegelb :(

Eibenstock, Glück-Auf-Turm

Nach einem Rundflug per Honda/Kawasaki über Schneeberg und Aue fuhren wir immer entlang der Zwickauer Mulde unserem zweiten Ziel entgegen, dem Blauenthaler Wasserfall bei Sosa. Dazu biegt man von der B 283 am Abzweig Sosa ab und erreicht hinter dem “Forellenhof” in Blauenthal nach wenigen hundert Metern den Parkplatz, wenig später (200-300 Meter) auch den Wasserfall im Wald.

Blauenthaler Wasserfall

Immerhin – der Blauenthaler Wasserfall soll der größte Sachsens sein. Nur weiß das kaum einer und fast niemand kennt ihn. Da fahren die Urlauber zum Krimmler Wasserfall und wir haben so etwas Schönes im Kleinformat im Westerzgebirge! Das erinnert an Walther Ulbrichts “Mit der Monotonie des ewigen Yeah, yeah, yeah wollen wir doch ein für alle Mal Schluß machen, Genossen. Wir haben doch eigene Volksmusik!” Wie gesagt, der Größte Sachsens . . . Was ist bei Wasserfällen groß – die Wassermenge, die Falltiefe, die Breite??? Wie dem auch sei, größer als alle Wasserfälle in Meck.-Pom. zusammen ist er sicherlich. Und die herabstürzende Wassermenge ist bei Schneeschmelze bestimmt auch enorm. Die Felswände sind beeindruckend und man kann, etwas Geschick vorausgesetzt, auch seitlich des Wasserfalles ein gutes Stück nach oben klettern. Aber bitte den glitschigen Steinen fernbleiben, sonst liegt Ihr im Wasser wie ich als kleiner Junge in der Elbe in der Sächsischen Schweiz – geschehen bei einem Familienausflug mit Besuch aus Österreich und im guten Zwirn ;)   Meine Mutter war “not amused” :(

am Blauenthaler Wasserfall




Ein Kurzaufenthalt im ehemals selbstständigen Dorf, aber seit langem eingemeindeten Ortsteil Dresden-Laubegast an der Elbe

Immer, wenn wir in Dresden sind, nutze ich die Möglichkeit, meinem Bikerbiest ein Stück Dresden meiner Kindheit und Jugend zu zeigen. Außerdem ist es auch für mich inmmer wieder ergreifend, Orte zu besuchen wo man sagt “Mein Gott, hier war ich vor 30 Jahren. Und das spielte mal so eine große Rolle in meinem Leben? Es hat sich eigentlich nichts geändert – und dennoch alles!”

So erging es mir unter anderem auch beim Besuch des Dresdner Rathausturmes

KLICK HIER

oder am Blauen Wunder, siehe

KLICK HIER oder  KLICK HIER

In Laubegast am Ufer der Elbe spürt man nichts von der Großstadt. Es ist die Idylle eines Dorfes, dessen Leben vormals vom Fluß und dessen Möglichkeiten, das Überleben abzusichern, geprägt wurden: Fischerei, Fährbetrieb, Flußschiffahrt oder Flußschiff-Reparaturwerft.

Für mich ist es die Magie des Flusses, die mich in ihren Bann zieht – schon immer und immer wieder. Die Ruhe und Gleichmäßigkeit, die die Wellen des Flusses ausstrahlen und die dahinplätschernde Zeit auf den Wellenkronen . . .  Die Fähre ist leider nicht mehr in Betrieb und der (ebenfalls leider) immer noch geschlossene Fernsehturm in naher Entfernung künden von einer neuen Zeit.

Dresden-Laubegast, an der Elbe

So kam es also, daß wir zwischen einkaufen beim Motorradzubehörhändler Louis und dem Besuch bei meinem Sohn noch 2,5 Std. Zeit hatten. Wir pirschten uns durch die Enge der Gassen und in der Fährgasse zum Laubegaster Ufer. Erst hier wurde mir richtig bewußt, wo wir eigentlich sind. Laubegast war klar, und gewollt – aber an der alten Anlegestelle der Fähre am Volkshaus, das war dann doch eher Zufall. Vor 30 Jahren bin ich auch per Bahn und zu Fuß hierher gelangt. Das war in der Erinnerung dann doch bissel anders .  .  .


Anfang der 1980er Jahre – ich hatte einen Jugendfreund in Prohlis (ein Stadtteil “nebenan”) wohnen – wollten wir zur Disko ins Volkshaus Laubegast gehen. Es war einfach das Nächstliegendeste. Leider war diese Popper-Hochburg nicht nach unserem Geschmack. Das Rumgehampel und affige Getue der Popper nervte uns gewaltig ebenso wie deren  Outfit, in Jeans und Tramperlatschen kam man nicht rein und die Musik war auch nicht nach unserem Geschmack. Wieso wir dennoch ausgerechnet ins Volkshaus Laubegast wollten . . .

Wahrscheinlich, damit ich dreißig Jahre später diesen Blog schreiben kann ;)

am Elbufer in Laubegast vorm Volkshaus




Drei Frühlingsfotos

Apfelblüte

zwei Gänseblümchen

"ich -weiß-nicht-was-Blüte"


Mai 2011
M D M D F S S
« Apr   Jun »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031