Archiv für September 2011
Kawasaki W 800
Retro-Bike? Einfach nur Motorrad? Oder wie jetzt?
Sie heißen heute Superbike, Supersportler, Enduro, Super-Moto, Streetfighter, Costume-Bike, Sporttourer, Tourensportler oder sonstwie. Alle bedienen eine Nische oder stellen irgendeine Spezialnutzung in den Vordergrund. Früher, und damit meine ich vor 30… 40 … 50 Jahren, hießen sie alle nur Motorrad. Heute bedient man diese Schublade unter dem Begriff Retro-Bike. Die prominentesten Vertreter sind zweifelsohne die Triumph Bonneville und die Kawasaki W 800.
Schon immer wollte ich eine der beiden Retro-Vertreter fahren. Aber welche Händler stellt sich schon derartige Nischenprodukte als Vorführer in den Laden. Dachte ich bisher. Im September mußte meine “Dicke” zur Durchsicht – ich meine meine Kawa ZRX 1100, nicht meine Freundin
Und siehe da, der “Freundliche um die Ecke” in Crimmitschau hat ein Exemplar dieser Gattung als Leih- und Vorführfahrzeug.
Motorradservice Frank Sänger: KLICK HIER
Die Zutaten sind denkbar alltagstauglich, das Fahren ein Genuß und frei von jedem Leistungsstreß. Ein quer gebauter Zweizylinder-Reihenmotor mit Königswelle. Im Stil der guten alten Norton erinnert mich dieses Motorrad sogar ein wenig an meine MZ TS 250, auch wenn der Vergleich ein wenig hinkt. Und doch ist es so. Zwei Speichenräder, Tourenreifen, ein gut zu handhabender Rohrlenker, eine Sitzbank die sicher auch soziustauglich ist, weiterhin ein wunderschöner Tropfentank, gerade gezogene Auspuffe, polierte Alu-Motorgehäusedeckel und zwei schöne Seitendeckel. Die Farbgebung ist Klassik pur. Das Motorrad ist handlich, relativ leicht und agil. Die Sitzposition ist entspannt und man fühlt sich sofort wohl.
Sofort ins Auge sticht der Motor. Zwei Zylinder, luftgekühlt, mit wunderschönen Krümmerschrauben, zwei weit ausladend gebogenen Krümmern und als Novum – denn wo sieht man das schon mal – mit einer Königswelle von der Kurbelwelle zur Nockenwelle. Knapp 800 ccm und knapp 50 PS reichen locker, flott und dennoch entspannt unterwegs zu sein. Angenehm rüttelnd verrichtet der Motor seine Arbeit und ist bereits bei ca. 2000 Touren auf hohem Leistungsniveau. Daß der Motor nicht mehr mit der Technik von einst arbeitet, versteht sich von selbst. Geschickt wurden Einspritzanlage und Abgasreinigung so verbaut, daß nichts auf einen “richtig modernen” Motor hinweist.
Die verchromten und analogen Rundinstrumente sowie die verchromten Panoramaspiegel gelten als klassische Bauteile schlechthin, genauso wie Gummibalge über den Telegabeln, Stereo-Federbeine hinten und verchromte Kotflügel. Die Lackierung ist im schlichten, aber stilvollen Dunkelgrün gehalten – very britisch sozusagen, aber made by Japan.
Edel und stilvoll ist auch der Rest des Designs. Der große runde Scheinwerfer mitsamt seiner Halterung sowie die Blinker und die Blinkerkappen erinnern mich an Umbaumaßnahmen an meiner MZ TS 250 in den 1980er Jahren.
Motorradfahren in der DDR: KLICK HIER
Der wunderschöne Tank weist gleich mehrere Stilelemente auf. Seltenheitswert an heutigen Maschinen haben die Knie-Pads aus Gummi und ein derartig dominierendes Firmen- oder Typen-Emblem. Abgerundet wird das Design des Tanks durch die zweifarbige Lackierung und die schöne Konturenlinie. Ein Motorrad zum Verlieben
———————————————————————
Heute habe ich meine ZRX von der 60.000er Durchsicht wiedergeholt und die W 800 schweren Herzens abgegeben. Ich hätte sie gern behalten, am besten im Cafe-Racer Outfit mit kleiner Kanzel und Solo-Höckersitzbank. Aber da ich so nebenbei reichlich 8.000,- € nicht übrig habe . . . und meine “Dicke” gebe ich nicht her!!
Der Papst spricht im Bundestag, und einige Abgeordnete wollen ihn nicht hören
Stell´ Dir vor, es ist Weihnachten, und keiner geht hin
Es gab da mal folgenden Nonsens-Witz: Zwei Elefanten sitzen im Keller und hacken Öl. Sagt der eine: “Morgen ist Weihnachten.” Meint der andere: “Ooch, ich geh´ nicht hin!”
Und nun stell´ Dir vor, der Papst spricht im Bundestag . . . Der Papst wird vom Bundespräsidenten eingeladen und hält eine Rede – 10 Minuten vielleicht, vielleicht eine Viertelstunde. Man muß seinen Glauben nicht teilen. Man darf auch gern anderer Meinung sein. Er ist kein blutrünstiger Diktator, er ist kein Gegner des deutschen Regimes und er liest auch keine katholische heilige Messe. Etwa 100 Abgeordnete wollen ihn dennoch nicht hören und bleiben fern. Ich meine, man kann sich wenigstens anhören, was er zu sagen hat. Ein Dalei Lama wird paradoxer Weise mehr hofiert.
Was der Papst zu sagen hat, sind eher die allgemeinen Dinge. Dinge, die jedem Menschen (auch den Nichtchristen, wie ich es bin) etwas zum Nachdenken mit auf den Weg geben sollen. Er spricht von Menschlichkeit, Recht und Unrecht in der Welt, Armut und Profitgier oder der Belastung der Erde und Zerstörung der Umwelt. Wasser predigen und Wein trinken tun andere auch, zum Beispiel Politiker und Wirtschaftsbosse.
Zurück zum Fernbleiben der Abgeordneten: Die Abgeordneten der Parteien, die Demokratie und Toleranz “predigen”, sehen keinen anderen Schritt, als der Rede fern zu bleiben? Traurig! Und mit demselben Unvermögen bleibt man bei Reden von gewählten Volksvertretern zum Beispiel der NPD fern. Das ist doch schäbig!
Die Volksvertreter sind gewählt, um dort ihrer Arbeit nach zu gehen – mit keinem schlechten Verdienst, wohlgemerkt (den sie in der Höhe auch noch selbst bestimmen dürfen!) Mit welchem Recht dürfen sie ohne Repressalien unentschuldigt Bundestags- sitzungen fernbleiben? Und das ist nicht nur bei der Papstrede der Fall. Wenn ich auf Arbeit fernbleibe, weil ich im Vorfeld weiß, dieser Tag wird mir nicht gefallen, dann erhalte ich eine Abmahnung und für den Tag keinen Lohn. Nichts dergleichen passiert bei den Abgeordneten.
Zu einem Artikel (“Busfahren wird teurer”) in der Greizer OTZ vom 23.09.11
Was ich zu sagen habe, betrifft alle Unternehmen und jegliches Wirtschaftsdenken, nicht nur regionale Busbetriebe oder die in Greiz: Solange die Unternehmen die Arbeitnehmer und Angestellten nur als Kostenfaktor ansehen – und das betrifft niedrigere Einkommensklassen mehr als die oberen – solange wird immer wieder Streichung beim Personal stattfinden oder Kostenexplosionen mit Personalkosten begründet werden. Daß aber die Lohnempfänger diejenigen sind, die die eigentlichen Werte schaffen und für einen Wohlstand des Unternehmens mit sorgen – und die Arbeitnehmer und Gehaltsempfänger auch diejenigen sind, die einen Teil des Erwirtschafteten übers Portemonnaie retour in die Wirtschaft zurück fließen lassen (sollen), wird dabei gern übersehen!
Warum stellen denn die Lohnempfänger Lohnanpassungsforderungen? Doch nicht, weil ihnen gerade aus einer Laune heraus danach ist oder weil die Unternehmer mit Maximalprofiten die Gier vorleben? Sondern weil die Alltagsausgaben unsagbar teurer werden und permanent steigen! Und daß die Lohnempfänger – auch die in niedrigen Einkommensbereichen – unseren ganzen deutschen “Sozialstaat” am Laufen halten, wird dabei auch ganz gern übersehen. Oder ihnen werden ihre vergleichsweise hohen Lohnnebenkosten sogar noch als Begründung für Unwirtschaftlichkeit vorgeworfen.
Doch dafür können wiederum die Unternehmer nichts. Und die Arbeitnehmer gleich gar nicht! Es ist höchste Zeit, daß sich Politik einmal mit den deutschen Sozialkosten, der Lohnnebenkostenpolitik sowie einer Trennung von Sozielbeiträgen und steuerpflichtigem Lohneinkommen auseinandersetzt!
Zu einem Motorradurlaub der besonderen Art: unterwegs im Dreiländereck südliches Hessen, nördliches Baden-Württemberg und Unterfranken in Bayern – einschließend die Ferienregionen Spessart und Odenwald sowie die Flußlandschaften von Tauber, Main und Neckar nebst ihren Zuflüssen.
Mittelgebirge sind auch Motorradfahrer-El Dorados. Und wenn man ins Dreiländereck Bayern – Hessen – Baden-Württemberg reist, kann man gleich derer zwei nutzen. Unmittelbar in der Nachbarschaft liegen Spessart und Odenwald beieinander. Die Flußlandschaften von Main, Neckar, Tauber und zahlreichen kleineren Zuflüssen und Bächen schaffen einen zusätzlichen Reiz. Die ganze Region gehört zu Franken, hier speziell Unterfranken. Was lag also näher, einen Ort im Zentrum der Ausflugsziele zu suchen und in jede Himmelsrichtung ausschwärmen zu können. Mit Wertheim selbst hatten wir eine absolut gute Auswahl getroffen. Wertheim ist die nördlichste Stadt Baden-Württembergs und liegt am Zusammenfluß der Tauber in den Main. So wurde auch das liebliche Taubertal spontan noch zu Ausfahrten bis Rothenburg o.d.T genutzt. Dazu später. Die Altstadt Wertheims ist äußerst reizvoll. Dominant erhebt sich über allem die Burgruine. Riesig in ihren Ausmaßen war sie uns einen kompletten Nachmittag wert für einen Besuch.
Wertheim siehe auch hier / Nachtfotos: KLICK HIER
———————————————————————————————
Der Spessart, das sind märchenhafte Waldeinsamkeit und endlose Wälder, zumeist Buchenwald. Beides findet man hier trotz neuzeitlicher Infrastruktur immer noch in Hülle und Fülle. Der Spessart im bayrischen Unterfranken ist ein stilles, weites Waldland geblieben – und ist zudem ein deutsches Mittelgebirge mit bescheidenen Höhen. Die höchste Erhebung des Spessart ist der 586 m hohe Geiersberg mit der Sendeanlage Breitsol bei Rohrbrunn. Dörfer, größere Orte und Wiesentäler bilden sich wie kleine Inseln in der waldreichen Umgebung. Der ausgedehnte Waldreichtum machte den Spessart über Jahrhunderte zum idealen Schlupfwinkel von Räubern und ganzen Räuberbanden. Der „Spechtswald”, so der Namensursprung des Spessart, war über Jahrhunderte ein ausgedehntes Jagdrevier der Fürsten und Bischöfe von Mainz. Da sie mit Vehemenz darauf achteten, daß keine größeren und nicht zu viele Ansiedlungen entstanden, können wir heute eine ausgedehnte Region der Ruhe und Erholung genießen. Bekannt wurde der Spessart auch durch Wilhelm Hauffs Erzählung „Das Wirtshaus im Spessart” und die darauf basierende Verfilmung mit Liselotte Pulver. Auch „Das Spuk- schloß im Spessart” machte den Spessart berühmt.
Wirtshäuser, die sich mit dem Titel „Wirtshaus im Spessart” schmücken, haben wir wenigstens drei gesehen: Das Gasthaus im Hochspessart im Hafenlohrtal, das Wirtshaus im Spessart in Mespelbrunn und ein Wirtshaus im Spessart an der Hochspessartstraße (der B 26) bei Lohr. Das folgend abgebildete Wasserschloß Mespelbrunn war zu einem Großteil Drehort des oben erwähnten Filmes.
———————————————————————————————————
————————————————————————————————
Der Odenwald: Heitere Flußtäler und düstere Nadelwälder kennzeichnen den Odenwald, das Mittelgebirge zwischen Main und Neckar südlich Darmstadts im Süden Hessens. Geprägt wird der Odenwald auch von klaren Bächen, kleinen Seitentälern, Wiesen und Quellen. Wilde Schluchten, Burgen und Burgruinen ergänzen den Eindruck, den der Odenwald von sich gibt. Ammianus Marcellinus, ein Schriftsteller des 4. Jh´s soll einst gesagt haben: „ … durch schreckliche Finsternis ein Schauder erregender Wald!” Im Süden zum Neckar hin wird die Landschaft südlich-anmutig und lieblich. Kaiser Friedrich der II. soll gesagt haben: „Hier beginne Deutschland Italien zu werden!”
———————————————————————————————-
Für Motorradfahrer sind Spessart und Odenwald ein äußerst interessantes Revier. Dünn besiedelt, überschaubar bebaut, klare Ortsgrenzen. Die Region ist kurvenreich und durch die starke Zerklüftung ist man ständig berauf und bergab unterwegs. Dadurch, daß Main und Co. tiefe Täler in das Gelände gegraben haben, ist man der Meinung, in weitaus höheren Gebirgen unterwegs zu sein. Steil ragen die bewaldeten Höhen oder die Weinberge, die es hier in großer Anzahl gibt, neben den Flüssen empor.
Die Lebensader der Region seit Jahrhunderten ist der Main. Mit ca. 530 km ist er der größte der rechten Zuflüsse des Rheins. Die beiden Quellflüsse Roter und Weißer Main kommen aus dem Fichtelgebirge bzw. der Fränkischen Alb. Zwischen Spessart und Odenwald hat er eine beachtliche Größe erreicht, bevor er bei Mainz in den Rhein mündet.
Auf dem folgenden Foto, rechts oben, der Main vor dem Schloß von Aschaffenburg.
Vom Main an die Tauber, dem kleinen Fluß direkt unterm Balkon unserer Ferienwohnung: In der sagenumwobenen Eulschirbenmühle im lieblichen Taubertal wurde das Mehl für das Kloster Bronnbach (bei Wertheim) gemahlen. Das Gebäude aus der Renaissance überrascht in seiner Gestaltung und somit ist es nicht verwunderlich, daß sich um dieses Anwesen besondere Sagen ranken. So wurde bereits im 15. Jahrhundert die Geschichte von der Wasserfrau – der „schönen Melusine“ – im Taubertal verbreitet.
Auf dem Foto ist die Tauber in Wertheim kurz vor der Mündung in den Main im Morgennebel eingehüllt:
——————————————————————————–
Die Sage von der schönen Melusine tauchte erstmals im 15. Jh. auf. Die oben genannte und um 1245 erstmals erwähnte, einsam gelegene Eulschirbenmühle gleicht heute mehr einem Renaissancebau und fast schon einem ländlichen Herrensitz. Der einstige Müller hatte eine schöne Magd, die zwischen Donnerstagabend und Samstagfrüh allemal geheimnisvoll verschwand. Der Ritter von Gamburg erkannte sie als „Wasserweib” (Schlangenkörper, Schuppen am Unterleib) und baute ihr ein stattliches Liebesnest, das über eine Treppe mit der Tauber verbunden war. Der Müller, dem der Spuk auffiel, meldete das unchristliche Treiben dem Bronnbacher Abt, der ihm eine Exorzismusformel mitgab. Dieses geweihte Papier solle er vor der morgendlichen Wiederkehr Melusinens auf die Kellertreppe legen. Als es an der Zeit war, hörte der Müller ein Wehklagen und einen schweren Fall ins Wasser. Die schöne Melusine hat keiner mehr wiedergesehen. Seitdem lebt sie, so berichtet die Sage, seit Jahrhunderten in der Tauber
Bleiben wir gleich im lieblichen Taubertal: Der bekannteste Ort im Taubertal ist wohl Rothenburg ob der Tauber. Diese mittelalterliche Stadtanlage ist beeindruckend und faszinierend! Wir nutzten gleichzeitig das Taubertal zur Anfahrt von Wertheim aus. Zu Rothenburg kann ich nur sagen: wir haben den Ort besucht. Kennengelernt wäre zu viel gesagt. Die Stadtführerbroschüre meint, man müsse eine Woche in Rothenburg zu Gast sein, um zu sagen, man habe den Ort kennengelernt. Und ich meine, da ist etwas Wahres dran!
Ebenfalls im Taubertal entdeckt: das Kloster in Gerlachsheim mit einer wunderschönen Barock-Kirche. Die atemberaubende Schönheit der Kirche offenbart sich natürlich vor allem im Inneren. Sie ist wunderschön.
Was macht diese Gegend noch so einzigartig? Da ist natürlich eine Fülle an kulturhistorisch und geschichtlich Überlieferten. Die Nibelungensage spielt hier, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation nahm hier seinen Anfang und der Limes verläuft (ich meine: verlief) hier – jener römische Grenzwall an der Grenze des Römischen Reiches zu den Germanen. Und: die Gebrüder Grimm stammen ebenso aus Südhessen.
———————————————————————————————
Zeitzeugen des einst mächtigen Frankenreiches sind zweifelsohne die vielen Burgen und Burgruinen, sei es tief im Wald versteckt oder hoch oben auf den steilen Erhebungen über den Flußtälern. Meistens wurden sie aus großen Quadern aus dem hier typischen roten Sandstein errichtet und sind heute in den unterschiedlichsten Erhaltungszuständen für Besucher offen oder in Privatbesitz. Auf alle Fälle sind sie allesamt sehenswert und stellen eine Bereicherung dar. Man muß eigentlich nur die Augen schließen und man spürt förmlich der Drachen heißen Atem, man hört das Waffengeklirr der mutigen Rittersleut´ oder man stellt sich die zarte und jungfräuliche (
) Prinzessin in der rauen Burgenwelt vor.
———————————————————————————-
—————————————————————————————-
————————————————————————————————–
Nach zwei Wochen Main-Spessart und Odenwald-Neckar bei schönstem Spätsommerwetter, einer tollen Urlaubsunterkunft und Ausflügen per Motorrad, aber auch mit Fahrrad oder PKW bzw. zu Fuß in Wertheim traten wir wehmütig Mitte September die Heimreise an
Zu der in regelmäßigen Abständen immer wieder aufkommenden Debatte über den Tourismus im Erzgebirge habe ich mir die Arbeit gemacht und viele Gedanken zusammengefasst
Seit Jahren kocht in regelmäßigen Abständen das Thema Tourismus im Erzgebirge hoch. Dann folgt Palaver, Schuldzuweisungen werden ausgesprochen und Verantwortliche sowie Betroffene schauen sich betroffen an. Auch ich habe mich im September 2009 zu diesem Thema schon einmal im Blog geäußert (KLICK HIER). Im August/September 2011 war es nun wieder einmal so weit. Fortan sollen „Leuchttürme“ gefördert werden! Die Karten im Tourismusverband Erzgebirge wurden auch neu gemischt. Doch was tut der neue Vorstand? Man beschließt, ein neues Logo zu schaffen. Für 350.000 €, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Man hat also nichts gelernt und beschäftigt sich für viel Geld wieder mit sich selbst. Was war am Logo „Echt Erzgebirge“ so schlecht? Man will weg vom Image als Weihnachtsland und Bergbauregion (was durchaus lobenswert ist) und schafft als neues Logo Hammer und Schlägel, die Zeichen des Bergbaus. Wie einfallsreich! Da war „Echt Erzgebirge“ um vieles neutraler. Übrigens habe ich den Versuch, vom Weihnachts- und Bergbauimage weg zu kommen, schon zwischen 2005-08 angesprochen und habe dafür keine Unterstützung bekommen, keine Zuhörer erreicht und kein Verständnis geerntet. Dazu später im folgenden Text.
Die Chefin des Tourismusverbandes Erzgebirge sagt in der Freien Presse im August 2011, daß man sich im Erzgebirge mit vergleichbaren Tourismusregionen auf eine Stufe stellen will. Dabei wundert sie sich, daß solch relativ unbekannten Regionen wie zum Beispiel der Spessart am Erzgebirge vorbeizieht. Wie kommt sie überhaupt auf den Gedanken, daß Spessart oder Hunsrück unbekannter sind, als das Erzgebirge und das Vogtland? Aber selbst wenn dem so wäre, dann ist es natürlich erst Recht interessant zu wissen, was „die dort“ besser oder einfach nur anders machen. Zufälligerweise war der Spessart/Odenwald im September 2011 mein Urlaubsziel für zwei Wochen und ich werde auch hierzu im späteren Textverlauf einen Bezug nehmen (Odenwald: KLICK HIER).
Ich bin heimatliebend, finde unsere Region abwechslungsreich, reich an Ausflugszielen, gesegnet mit einer schöner Landschaft sowie viel Kultur und Zeitzeugen aller Art. Ich selbst betreibe eine Homepage zum Thema Erzgebirge-Vogtland/Motorradtourismus und werde nicht müde, immer wieder meine Heimat anzupreisen und zu loben. Das kostet mich Geld und viel Freizeit. Und nun möchte mich noch einmal zum neuerlichen Thema Tourismus äußern. Mal abgesehen, daß ich einiges davon schon im Blogbeitrag von September 2009 erwähnt habe (siehe ganz oben). Also, was machen andere anders, oder gar besser? Und was ist bei uns verbesserungswürdig?
Bleiben wir gleich beim Thema Logo: Wie erwähnt war mein Urlaubsziel dieses Jahr der Spessart/Odenwald. Gewohnt haben wir in Wertheim. Die Stadt Wertheim und die Marketinggesellschaft sowie der Tourismusverein haben ein gemeinsames Logo. Sicher hat das auch irgendwann einmal 350.000 € gekostet. Aber jedem, der auch nur einen Tag in der Stadt ist, leuchtet dieses Logo sofort ein und es gibt keinen Grund, sich alle paar Jahre mit einem neuen Logo und damit mit sich selbst zu beschäftigen. Das Logo zeigt die beiden zusammenfließenden Flüsse Main und Tauber und über der Stadt die alles dominierende Burgruine. Jeder versteht es, vor zehn Jahren schon und in zehn Jahren immer noch.
Im Übrigen erhebt die Stadt Wertheim nicht einmal eine Kurtaxe!
Machen wir gleich beim Thema Werbung weiter: Das Erzgebirge und das Vogtland liegen dicht beieinander. Zumindest in den Grenzregionen Westerzgebirge-Vogtland sollte man das beachten. Ein Gast, der 300 oder 500 km weit anreist, um das Erzgebirge zu besuchen, der fährt auch mal vom Erzgebirge über die ohnehin kaum feststellbare Grenze ins Vogtland. Und ein Tourist im thüringischen Vogtland fährt auch mal ins sächsische Vogtland. Kleinstaaterei ist hier völlig fehl am Platz. Im Raum Spessart-Odenwald macht man zusätzlich zu einzelner und gezielter Eigenwerbung sehr viel Werbung für die gesamte Region Spessart-Odenwald. Das schließt die Flußtäler Main, Neckar und Tauber gleich mit ein. Und das funktioniert über drei Bundesländer im Länderdreieck Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Da zieht man zumindest an den Nahtstellen der Regionen an einem Strang. Bei uns konnte man sich bis vor wenigen Jahren (oder kann man es immer noch nicht?) noch nicht einmal einigen, wer die Göltzschtalbrücke vermarktet. Der Tourismusverband Vogtland-Thüringen oder Vogtland-Sachsen. So eine Frage dürfte sich gar nicht stellen. Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, daß das Erzgebirge auf tschechischer Seite weitergeht. Aber nicht, indem man zuschaut, wie die Touristen nach Tschechien abwandern und man darüber jammert. Sondern indem man miteinander arbeitet. Und Schluß mit deutscher Überheblichkeit! Auch von den Tschechen kann man lernen und auch bei uns ist nicht alles Gold, was glänzt. Und deutscher Perfektionswahn gepaart mit „leichter tschechischer Schludrigkeit“ ergibt vielleicht eine ganz brauchbare Alltagsmischung?
Völlig hinterher hinken wir beim Thema Fremdsprachen. Den Unterschied habe ich in Wertheim und auch bei den Tschechen (zum Beispiel in Loket) gesehen. Jede nur mögliche Publikation (Prospekte, Broschüren, Hinweisschilder an und Rundgangführer/Flyer von Ausflugszielen, Speisekarten und so weiter) sollten mindestens in Englisch und Tschechisch, vielleicht auch auf Russisch oder Französisch erstellt werden. Bahnpersonal, Hotelpersonal, Mitarbeiter an Rezeptionen, Eintrittskassen und ähnliches sollten dahingehend ebenfalls gefördert werden! Bei Fremdsprachigkeit bin ich der Meinung, nicht nur so viel, wie eben gerade nötig, nur um die Gemüter zu beruhigen – sondern so viel wie möglich. Da sind nach oben keine Grenzen gesetzt und da ist Ideenreichtum gefragt.
Fazit: Werbung, Werbung, nochmals Werbung. So professionell erstellt wie möglich, so fremdsprachlich vielfältig wie möglich, so Regionen zusammenhängend wie möglich (Vogtland, Erzgebirge, Tschechien). Werbung mit all dem, was unsere Region anders und lohnenswert sein läßt (Wuchern mit Pfunden, nicht nur mit einem Licht´lfest in Schneeberg). Die Werbung nach außen tragen: wenn der Hund nicht zum Knochen geht, muß eben der Knochen zum Hund gehen. Ich habe zum Beispiel in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg die tollsten Dinge gehört, was man über Sachsen-Thüringen und Erzgebirge-Vogtland nicht weiß und daß man diese Gegend nicht kennt. Wir kennen im Erzgebirge die Schwarzwälder Kuckucksuhren und wissen, daß es einen Berg namens Schauinsland oder einen Höhenzug namens Königstuhl gibt. Ich bin mir sicher, daß ein bedeutend geringerer Prozentsatz den erzgebirgischen Schwibbogen oder unseren Fichtelberg kennt. Das muß man ändern! Fördern von touristischen Leuchttürmen ist meiner Meinung nach kontraproduktiv und ein Schlag ins Gesicht der „Kleinen“ der Branche.
Wobei, und das muß man einmal der Gerechtigkeit halber sagen: Der Anteil, der bei uns im Osten noch mit Allgemeinwissen im Allgemeinen und über Gesamtdeutschland im Besonderen groß geworden ist, wird auch hier weniger. Weil sich auch diesbezüglich Desinteresse und Niveaulosigkeit breit macht. Der „All-inclusive-Urlaub”, bei dem man vom Urlaubsland nichts sieht, außer man will es selbst, ist doch um vieles einfacher zu gestalten.
Unterkünfte: Ich meine, nicht jeder Urlauber oder Kurzzeitgast will in einem Hotel wohnen. Manch einer zieht vielleicht die Individualität einer Ferienwohnung, die Zweckmäßigkeit eines privaten Ferienzimmers oder eines Fremdenzimmers in einem Dorfgasthof vor. Ich würde hier aber keine der genannten Quartierformen gegeneinander ausspielen. Für manchen ist es zweifelsohne auch eine Geldfrage. Dort wo die Möglichkeit besteht, kann man in jedem Falle versuchen, ein Frühstück mit anzubieten. Die FeWo und FeZi müssen zweckmäßig und bedarfsgerecht ausgestattet sein. Da darf es auch ruhig mal ein Nebengelass mehr sein, ohne daß sich der Vermieter daran dumm und dämlich verdient. Solche Angebote gibt es. Und vor dem „dumm und dämlich verdienen“ sollte zuerst Service stehen! Da ich per Motorrad immer ein erhöhtes Gepäckaufkommen an sperrigen Gegenständen habe (Sturzhelme, Seitenkoffer) – oder nach einer Ausfahrt, bei der mich der Regen überraschte, auch froh bin, wenn ich einen Raum habe um die nassen Bekleidungsteile aufzuhängen – schaue ich gezielt nach solchen FeWo-Angeboten. Auch Wanderer oder Fahrradtouristen dürften in dieselben Situationen kommen und freuen sich dann über „Gastfreundschaft“ im wahrsten Wortsinn. Vermieter in Mecklenburg, Sa.-Anhalt oder im Schwarzwald haben uns da schon vieles ermöglicht, inklusive solchen Angeboten wie: „den Carport, das Kanu oder die Fahrräder können Sie auch benutzen.“ Da freut man sich doch. Und das spricht sich herum! Unsere Ferienwohnung in Wertheim wäre dieses Jahr fast gescheitert, weil wir keine sichere Möglichkeit für die zweiwöchige Aufbewahrung für unseren gemieteten Motorradtransportanhänger gehabt hätten. Kurzer Hand entschied die Vermieterin: dann stellen wir den Anhänger in die Scheune auf unserem Privatgrundstück im Nachbarort. Kostenlos. Als Service! Und welche Frau freut sich nicht, wenn der Vermieter einen Fön im FeWo-Badezimmer liegen hat!
Daß ein Vermieter solch erhöhtes Entgegenkommen nur zeigt, wenn der Gast lange genug bleibt und sich ordentlich benimmt, mag sein und ist verständlich. Aber auch die Kurzzeitgäste wollen als Gast angesehen werden. Gerade die Anbieter kleinerer Quartiere sollen sich nicht zu schade sein, den erhöhten Aufwand mit Gästen zu betreiben, die nur eine oder zwei Nächte bleiben. Gerade Motorradfahrer oder Radtouristen sind oftmals auf der Durchfahrt. Und warum soll nicht der Kurzzeitgast von heute der Urlauber von morgen sein? So habe ich jedenfalls den Spessart und den Odenwald kennengelernt: Nach zwei Kurzzeitbuchungen in den Jahren 2008 und 2009 war diese Region nun 2011 unser zweiwöchiges Urlaubsziel.
Ich denke auch, daß originelle Quartierangebote durchaus eine Alternative sind. Ich kenne die Auslastung des Zughotels Wolkenstein nicht, aber warum nicht solche ausgefallenen Ideen wie zum Beispiel Mühlen oder eben das Zughotel wahr machen?
Interessengruppen: Das Erzgebirge bzw. dessen Tourismusverband will weg vom Weihnachtsland- und Bergbau-Image. Ich meine: ganz weg ist vielleicht auch nicht das Ziel. Aber richtig ist: unsere Region umfasst weitaus mehr als das. Dazu gehört, daß man die Belange mehrerer Interessengruppen unter einen Hut bringt. Und da die Menschen von Haus aus unvernünftig sind, muß man das unbemerkt und gezielt so steuern, daß sich die Zielgruppen untereinander akzeptieren und wohlfühlen. Wenn dann die Wanderer, die Radfahrer, die Motorradfahrer, die Städtereisenden, die Wintersportler und vielleicht auch die Wassersportler und die Reiter genauso wie die Rentner und die kinderreichen Familien heimfahren und sagen: „Das Erzgebirge und das Vogtland sind wie für uns gemacht“, dann ist ein großes Stück Arbeit getan und das Ziel erreicht. Keine Urlaubsregion kann sich heute noch leisten, auch nur eine dieser Interessengruppen zu vergraulen. Ich habe im Schwarzwald, im Bayrischen Wald, im Spessart und im Odenwald – aber auch in Sa.-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg gesehen und gespürt (!), daß das geht. Da gehört aber dazu, daß man das erkennt, was dem einen wichtig ist und den anderen stört, daß man das alles unter einen Hut bekommt und manche Angebote so bündelt, daß sie mit geringem Aufwand mehreren Zielgruppen nützen. Warum soll beispielsweise der Rastplatz am Waldrand oder am Radweg nur dem Wanderer oder dem Radfahrer zugänglich sein? Und warum soll der Auto- oder Motorradfahrer sein Picknick nicht dort in der freien Natur einnehmen können, nur weil ihn eine kilometerlange Leitplanke am Anhalten hindert? Das ist nur ein Beispiel, ich komme noch einmal darauf zurück.
Interessant ist auch, daß je vielfältiger eine Region Urlauber anzieht, diese sich gegenseitig akzeptieren und sich rücksichtsvoller benehmen. Ich habe im Spessart-Odenwald in zwei Wochen jedenfalls nicht ansatzweise so viele geistlose Motrradraser gesehen, wie in Südwestsachsen/Erzgebirge mitunter an einem Wochenende. Und das waren nicht etwa alles Motorradtouristen, denen die Strecken fremd sind. Es waren zu 90 % Einheimische, die die Gegend kennen und die sich dennoch benehmen. Auch darauf komme ich noch einmal zurück.
Zwischen 2005 und 2008 habe ich versucht, ein Tourenbuch für Motorradfahrer im Raum West- Mittelsachsen/Vogtland-Erzgebirge zu erstellen und herauszugeben. Ich fand keinen Verlag der Region, keinen Sponsor unserer Gegend und keinen Tourismusverband, der mit mir dieses Vorhaben verwirklichen wollte. Man sah kein Interesse an Motorradtourismus, verdammte aber gleichzeitig die Wochenend- und Schönwetter-Raser. 2008 habe ich mit Hilfe eines Hamburger Verlages dieses Projekt verwirklicht. Zugegeben, es war vielleicht nicht perfekt. Aber ich bin ein Hobbyautor, der seine Heimat in Verbindung mit dem Hobby Motorrad präsentieren wollte. Nicht mehr und nicht weniger. Bis heute habe ich über 400 Bücher verkauft und Rückmeldungen erhalten, zum Beispiel aus Bremen, aus Bautzen und aus Graubünden in der Schweiz. Und: diese Leute waren wirklich mit dem Motorrad hier und äußerten sich begeistert von unserer erzgebirgisch-vogtländischen Gegend! Ich bekomme auch regelmäßig Anfragen nach Tips für einen Motorradurlaub im Erzgebirge oder Vogtland. Selbst ein McLaren-Club aus München hat sich schon bei mir nach reizvollen Strecken in schöner Erzgebirgslandschaft erkundigt – inklusive Ausflugsziele und Gastronomie! Mittlerweile – etwa seit 2009 – hat sich im Tourismusverband auch die Meinung zum Thema Tourismus im Erzgebirge per Motorrad geändert. Und ich werde auch nicht müde, bei jedem Motorradurlaub in anderen Ferienregionen Deutschlands Material über das Motorradland und die Ferienregion Erzgebirge-Vogtland mitzunehmen und zu verteilen.
Ordnung und Sauberkeit, Mentalität und Leute: Es mag in Ballungsräumen und zusammengebrochenen Industrieregionen auch der Altbundesländer gesellschaftliche Verfalls- und Dekadenzerscheinungen geben. In ausgewiesenen Ferienregionen aber ist so etwas nur zu einem Bruchteil zu beobachten. Anders bei uns. Ich habe sogar das Gefühl, daß hier bei uns ein überdurchschnittlich hoher Anteil an niveaulosem, gleichgültigem und desinteressiertem Volk vertreten oder nach der Wende übrig geblieben ist. Diese Bevölkerungsgruppe glänzt dann dafür mit Zerstörungswut, Vandalismus, beschämenden Auftreten und Belästigungen. Klingt brutal, aber es ist so. Es gipfelte erst neulich in den Brandanschlägen auf Chemnitzer PKWs. Und während Chemnitz sich als Stadt der Moderne und als Tor zum Erzgebirge um eine bundesweite Aufmerksamkeit bemüht, rückt die Stadt und damit unsere Region in ein völlig anderes Licht. Meinen Leserbrief dazu an die Freie Presse (KLICK HIER) erwähnte man in keinster Weise. So ein gesellschaftliches Problem und etwas derartig von mir gesellschaftskritisch Verfasstes druckt keine Zeitung. Nicht einmal eine selbsterklärt-unabhängige Zeitung zu Zeiten der propagierten Meinungsfreiheit. Außer der Jungen Welt vielleicht…
Aber das ist eigentlich kein Problem des Tourismusverbandes. Dem wurde hier höchstens ein Bärendienst erwiesen.
In keiner der Ferienregionen, in denen ich in den letzten paar Jahren weilte (Schwarzwald, Bayrischer Wald, Mirower See und Müritz, Graal-Müritz, Usedom, Mittlere Elbe und Hoher Fläming, Brandenburg/Schorfheide, Fränkische Schweiz, Oberfranken/Fichtelgebirge und mehr) stellte ich soviel gesellschaftlich Negatives fest wie bei uns: da wird mehrfach der Goldene Reiter in Dresden zerstört, da werden jede Woche Wanderschilder in der Sächsischen Schweiz geklaut, man schmeißt Blumenkästen von einem Zschopauer Brückengeländer in den Fluß. Bänke, Sitzgruppen und Papierkörbe werden umgeworfen, zerstört oder angebrannt. In Tierparks und Zoos wird randaliert. Müll liegt in der Landschaft. Müll, den man als volle Verpackung auch getragen hat. Warum dann nicht leer wieder heim oder bis zum nächsten Papierkorb? Weil es keinen interessiert! McDonald Einflugschneißen sind wahre Müllstrecken. Mit Hundehinterlassenschaften geht es weiter. Schmierereien und „Graffitikunst“ verunzieren alle möglichen Gebäude und Bauwerke einer modernen Infrastruktur. Leere Glasflaschen fliegen aus fahrenden Autos oder werden in Haltstellenbereichen mit Absicht neben die bereitgestellten Papierkörbe geworfen. Die Glasscherben stellen eine enorme Gefährdung dar! Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Folgende Beobachtungen machte ich im Spessart-Odenwald-Urlaub und in Wertheim: Zahlreiche mit Bänken und Tischen ausgestatte Park- und Rastplätze hatten – sicher aus Kostengründen – keine Papierkörbe. Dafür aber Hinweisschilder, teils vernünftig und teils humorvoll verfasst – mit der Bitte, den Müll zu Hause zu entsorgen. Die Schilder waren nicht beschmiert worden und Müll lag auch kaum herum. Zugegeben, das ist kein Problem des Tourismusverbandes, sondern eines der Erziehung durch Vater und Mutter. Aber auf die Region, die Gäste einladen will, kommt es negativ zurück. In Wertheim stehen an jeder Straßenecke der Innenstadt und an jeder öffentlichen Sitzgruppe oder Haltestelle Papierkörbe. Diese sind aus Edelstahl, standfest im Boden verankert und mit einem zusätzlichen Zigarettenkippenbehältnis. Die Müllkörbe sind von Firmen und Institutionen gesponsert und eine kleine Gravurtafel nennt den Sponsor: zum Beispiel die IHK, einen Handwerksbetrieb oder McDonalds (darüber habe ich gestaunt!). Ein Stadtreinigungstrupp dreht jeden Abend bis in die Nacht hinein seine Runden.
Unsere Ferienwohnung lag in der Innenstadt und wir hatten keine Möglichkeit, die Motorräder und das Auto auf dem Grundstück abzustellen, denn da war keins. Die Motorräder standen in Sichtweite auf einem kostenlosen städtischen Motorradparkplatz. Dort ist nicht ansatzweise etwas Beunruhigendes vorgefallen. Mehr Angst hatten wir nach der Nacht der geklauten Räder an unserem Auto in Chemnitz nun um das Auto in Wertheim. Das Auto stand außer Hör- und Sichtweite. Daneben war eine Skaterbahn. Alles in allem Gegebenheiten, die einen Autobesitzer nicht unbedingt ruhig schlafen lassen. Es gab aber nicht ansatzweise Grund zur Beunruhigung. Und selbst so weit weg vom eigentlichen Zentrum, wie dieser PKW-Parkplatz lag – es passierte nichts, es gab kaum Schmierereien an den Pfeilern der darüberführenden Brücke und auch der Skaterplatz gleich nebenan machte nie den asozialen Eindruck, wie es hier so häufig der Fall ist. Das kann eigentlich nur an den Menschen selbst liegen. Doch hat sich erst einmal Dekadenz, Desinteresse, Gleichgültigkeit und Niveaulosigkeit breit gemacht, dann ist es schwer dagegen mit Vernunft vorzugehen. Leidtragend ist, wie bereits erwähnt, die Region die gern gastfreundlich erscheinen will.
Infrastruktur, Reisen über Land, Klima: In Aschaffenburg steht auf einer Tafel folgender historisch belegte Ausspruch: „Hier beginnt Deutschland südlich zu sein“ bzw. „Hier beginnt Deutschland Italien zu werden”. Da ist natürlich etwas dran. Das Klima ist milder und vor allem beständiger, das gesamte Flair des öffentlichen Lebens ist „südlicher“. Dazu kommt der enorme Kulturvorsprung. Hier im Süden an Main und Rhein spielte die Nibelungensage, hier verlief der Limes. Der römisch geprägte Ursprung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hat gegenüber den nördlichen und östlichen Germanengebieten einen Kultur- und Wirtschaftsvorsprung, der bis heute anhält. Dafür kann nun das Erzgebirge nichts. Wir müssen mit unserem Klima und unserer eigenen Geschichte leben und sie als Pfund in die Waagschale werfen. Mediterranes und südliches Flair wird man im Erzgebirge kaum schaffen können. Im Odenwald/Spessart stellten die Kneipen-, Eisdielen-, Cafe- und Backwarengeschäftsinhaber schon morgens 8.00 (im September!) die Stühle und Tische zum Verweilen vor die Tür. Und je nach Ladenöffnungszeit standen die auch bis weit in die Nacht. In Franken wirbt man mit der Mentalität der fränkischen Einwohner, mit der „Genußregion Franken“, mit fränkischer Kücher sowie fränkischer Brau- und Winzerkunst. Zumindest das kann man in Sachsen und im Erzgebirge auch, und zwar ohne sich zu schämen. Die Sachsen sind auch gemütlich, gesellig und lustig. Auch wenn sie manchmal rammelwütig sind und ihnen die innere Ruhe zu Geselligkeit verloren zu gehen scheint. Immerhin ist das Erzgebirge und Süd-Westsachsen auch eine Industrieregion – mit all den negativen Begleiterscheinungen für die Menschen, die im Berufsstreß stehen. Das setzt sich fort bis zu einem hektischen Straßenverkehrsverhalten. Weil die Menschen völlig genervt sind. Und das gleiche „Gerammel“ findet dann auch auf Arbeit statt, sofern man welche hat. Im Privatbereich erholt man sich dann auch nur schwer von diesen Lebensumständen.
Der Spessart wurde beispielsweise über Jahrhunderte von den Mainzer Bischöfen weitgehend besiedlungsfrei gehalten, um ein ausgedehntes Jagdrevier für die Oberen zu bewahren. Das sichert dem heutigen Touristen natürlich ausgedehnte Waldgebiete und eine dünn besiedelte Urlaubsregion. Anders das Erzgebirge: das Erzgebirge war bis zur Jahrhundertwende 1800/1900 das am dichtesten besiedelte Mittelgebirge Europas (oder das am dichtesten besiedelte Gebirge Mitteleuropas… ich weiß es nicht mehr). Jedenfalls hat auch das seine Spuren hinterlassen, in der Besiedlung und in der Infrastruktur auf jeden Fall. Schlimmer für den Tourismus der Neuzeit sind aber die Sünden der Neuzeit, die einer Ferienregion völlig abträglich sind. In keiner der von mir bereits erwähnten Ferienregionen in anderen Teilen Deutschlands fährt man so oft durch Gewerbegebiete. Wenn es nur wenigstens Gewerbe wären! Aber meistens sind es nur Tempel zum Geld loswerden. Das nennt man dann Kaufkraft abschöpfen. Aber welche denn? Da reihen sich Autohäuser, Baumärkte, Tankstellen und Supermärkte oder Discounter in extremer Dichte aneinander. Muß denn an jedem Ortsrand jeder Sprit-, Lebensmittel- und Autohändler oder Baumarkt vertreten sein? Einhergehen gehen damit alle nervigen Begleiterscheinungen, die der dann nötige Einsatz von Ampeln, der LKW-Verkehr und der Ein- und Abbiegeverkehr mit sich bringen. Und so kommt man, eh man sich recht davon erholt hat, nach dem Gewerbegebiet des verlassenden Ortes schon in das Gewerbegebiet mit all den gleichen Tempeln des folgenden Ortes. Wann ist man zwischendurch mal ein Stück über Land gefahren? Richtig, gar nicht! Der individuell mobile Urlauber will aber genußvoll durchs Land reisen und nicht hetzen oder getrieben werden. Aber genau das ist unserer südwestsächsischen und erzgebirgischen Heimat der Fall. Man fühlt sich gehetzt, getrieben, eingeklemmt zwischen hunderten LKWs und genervten PKW-Fahrern. Außer in den Kammregionen vielleicht. Der Urlauber will auch keine B 93 über den Erzgebirgskamm, die eh nur zur Transitstrecke mutieren würde und den Wirtschaftsverkehr am Erzgebirge vorbeiführt. Zwischen den Orten Südwestsachsens gibt es bald kein Teilstück mehr ohne Ampel. Intelligente Kreuzungslösungen gibt es kaum. Kreisverkehre sind Mangelware und kommen bei uns ganz spärlich zum Vorschein. Zwischen den Orten jagt ein Supermarkt, Tankstelle etc. den nächsten. Die Innenstädte verwahrlosen, die Ortseingänge verfallen. Und die grüne Wiese davor wird bebaut und verschwindet. Entspanntes fahren über Land sieht anders aus. Und den Tourismus vergrault man damit völlig. Wenn dann noch dazu jeden Sommer jeder zweite Ort „Umleitung” heißt… Doch das ist ein anderes Thema. Ich habe in anderen Regionen, auch eng bebaute Mittelgebirgsregionen wie unsere, gesehen daß das auch ein bisschen anders geht. Jedenfalls habe ich es manchmal satt, so sehr ich meine Heimat liebe, in dieses Getöse zurückzukehren. Egal, wo ich herkomme und wo ich gewesen bin – und ich rede von vergleichbaren deutschen Tourismusregionen. Während ich in allen oben genannten Gebieten durchaus und auch mit dem Motorrad den üblichen Vorurteilen zum Trotz die örtlichen 50 km/h und auf der Landstraße (die dort noch eine ist und den Namen Landstraße verdient!) eine geforderte 70 km/h Beschränkung einhalten kann, platzt mir hier von Ampel zu Ampel so allmählich die Hutschnur. Weil es „dort“ Spaß macht, unterwegs zu sein. Denn der mobile Urlauber will unterwegs sein und nicht nur an seinem Urlaubsort hocken.
Klar sind Straßen Wirtschaftswege, und an denen siedelt sich diese auch an. Aber jeder Anbieter von Tanke, Autohaus, Discounter, Elektronikmarkt und Baumarkt an jedem Ortsrand dürfte das gesunde Maß bei weitem übersteigen. Tourismus – von dem wir hier reden – ist auch ein Wirtschaftszweig! Zumal ich unsere Region mit den mehrfach oben erwähnten vergleiche – also mit deutschen Ferienregionen, nicht mit der strukturschwachen Mongolei. Wenn dieses „raus aus dem Ort Konzept fürs Gewerbe” wenigstens für entlastete Orte sorgen würde. Aber auch das ist nur bedingt der Fall. Die Orte ersticken einerseits im Verkehr, leiden gleichzeitig aber unter Schwund an Einzelhandelsfläche, Fußgängerfrequentierung und öffentlichem Leben. Lobenswerte Ausnahmen, die mir dabei einfallen: die Innenstädte von Schwarzenberg, Zwönitz und Zwickau.
Zum Thema Leitplanken und Ampeln: In kaum einer Region baut man so viele Ampelkreuzungen wie in Südwestsachsen. Sicher werde ich hier im Vorerzgebirgsland und im Erzgebirge nicht wie im Spessart oder im Hohen Fläming bis zu sieben, ja sogar 10 km unterwegs sein und kann die Landschaft genießen – und keine Ampel nervt, weil Kreisverkehre die Landstraßen kreuzen lassen. Das Erzgebirge ist dichter besiedelt und bebaut. Dennoch geht das anders. Und zuallererst: fort mit der Ampellobby wo es nur immer möglich ist. Bei Leitplanken ist das ähnlich. So viel Leitplanken wie nötig, aber bitte so wenig wie möglich. Und dabei bitte auch in gefährlichen Kurven an den Unterfahrschutz oder an einen Prallschutz an den Leitplankenpfosten wegen der Motorradfahrer denken. Nicht jeder Motorradfahrer stürzt, weil er rast. Rollsplit und Ölspuren sind genauso gefährlich. Aber zurück zu dem „So viel Leitplanken wie nötig, aber bitte so wenig wie möglich.“ Weil man da auch mal rechts ranfahren kann. Gründe dafür gibt es genug: speiende Kinder, plötzliches Unwohlsein des Fahrers zum Beispiel bei Unterzuckerung-Symptomen oder Kreislaufproblemen, Fahrzeugpanne, das Bedürfnis nach Pause, ein Fotostop in der schönen Urlaubslandschaft und so weiter. So etwas passiert garantiert immer, wenn man auf Grund kilometerlanger Leitplanken nicht anhalten kann. Im Spessart-Odenwald, aber auch in anderen Ferienregionen (Region Müritz, Thüringer Wald) gibt es vergleichsweise mehr Park- und Rastplätze als hier – sei es zahlreich mit Tischen und Bänken oder einfach auch nur als zum Ausscheren angelegte Bucht.
Zum Thema Industriebrachen und Immobilienleerstände. Südwestsachsen und das Erzgebirge-Vogtland sind auch Industrieregionen, zum Glück möchte man sagen. Regionen die nie Industrie hatten, leiden auch nicht unter Industriebrachen. Aber trotzdem muß man dagegen vorgehen, wenn der Ort oder die Region einladend wirken soll. Ich würde einen Tankstellenbetreiber keine neue Tankstelle bauen lassen, wenn er kein Konzept oder kein Abrißvorhaben für die Tankstelle vorlegt, die der Betreiber verlassen will. Die ehemalige MINOL-Tankstelle im Schwarzwassertal kurz vor Johann´stadt fault seit Jahren vor sich hin. Das ist nur ein Beispiel. Ebenso würde ich einem Handwerksbetrieb, Discounter, Autohausbesitzer und dergleichen keine Baugenehmigung für einen neuen Firmensitz erteilen, wenn nicht schon glasklar ist, was mit der zu verlassenden Immobilie passiert. Das Recht muß der Staat und eine Baubehörde haben. Und wenn nicht, muß man es ihnen geben. Einen Baum darf ich auch nur bei Neuersatzpflanzung fällen. Warum nicht auch bei Immobilienbrachen so vorgehen: erst Neubau genehmigen, wenn ein Konzept für den Altbau steht – notfalls ein geplanter folgender Abriss und Rekultivierung! Bei Privatimmobilien würde ich genau so vorgehen. Ich würde viel radikaler mit Besitzern und sich nicht einigenden Erbengemeinschaften vorgehen, die sich nicht einigen können, irgendwo untergetaucht sind und die verrottende Immobilie einfach stehen lassen. Enteignen, abreißen, rekultivieren. Das Grundstück ist dann für die Ex-Besitzer aber auch futsch. Die Ortseingänge sehen fürchterlich aus, die Innenstädte mancher Kleinstadt nicht viel besser. Also radikale Lösungen für Immobilienbrachen und mehr radikale Handlungsfreiheit für die betreffenden Kommunen.
Anderes Thema: In Südhessen hat jede kommunal aufgestellte Bank oder Sitzbankgruppe ein „Nummernschild“. Ich weiß nicht, ob es in ganz Hessen so ist, ich habe es im Landkreis Darmstadt-Dieburg gesehen und mich darüber erkundigt. Das Nummernschild mit Buchstaben- und Zahlenfolge des jeweiligen Autokennzeichens des Landkreises ist eine kleine gravierte Metalltafel an der Lehne der Bank. Man kann im Notfall per Handy Hilfe rufen und ortsgenau sagen, wo man sitzt, liegt oder umgekippt ist. Gerade bei einer immer älter werdenden Bevölkerung und zahlreichen einsamen Menschen ohne Hilfe ist dies eine große Hilfe. Auch der Ortsunkundige kann sich so schnell Hilfe an einen klar zu definierenden Ort holen. Das System wurde in den hessischen Medien umfangreich der Bevölkerung vorgestellt.
Und noch eine Idee, zur Nachahmung empfohlen. Es dient der Rücksichtnahme verschiedener Verkehrsteilnehmer und wirkt Raserei entgegen, nicht nur von Motorradfahrern. Jedenfalls hilft es, Unfälle zu vermeiden und ist bedeutend besser, als Streckensperrungen für alle (vernünftigen) Motorradfahrer wegen (einer bestimmten Anzahl) rasender Biker. Auf der Nibelungenstraße im Odenwald, auf der B 47 zwischen Michelstadt und Amorbach hat man folgende Lösung für die kurven- und gefällereiche Strecke entwickelt: Die Mittellinie wurde mit farbig auffallenden, reflektierenden und deutlich erhabenen Noppen in relativ dichter Folge besetzt. Stellenweise stellte man im Wechsel mit diesen Noppen zusätzlich kleine rot-weiß gestreifte Fahrbahnteiler in den Kurven auf – fest installiert natürlich, aber dennoch beweglich in sich selbst. Siehe Foto:
Diese Fahrbahnteiler und die Noppen machen ein Überholen von langsameren Verkehrsteilnehmern in den Kurven sowie ein bewusst gewolltes „Schneiden“ der Kurven unmöglich. Um nicht ohne Warnung in diese Kurven zu fahren wird in großen Lettern mit Leuchtschrift auf Tafeln davor gewarnt. Setzt die Fahrbahnmarkierung längere Zeit aus, so steht solch ein Schild wieder, wenn die Fahrbahnmarkierung wieder einsetzt.
Nebenbei liegt es auch am Motorradfahrer selbst, mit ein wenig Rücksicht für ein positiveres Image zu sorgen. Zum Beispiel muß man wahrlich nicht den Drehzahlbereich all seiner Getriebegänge bis in die höchsten Drehzahlen ausreizen und mit einem extrem lauten Auspuff „verfeinern”. (KLICK HIER). Und Autofahrer müssen lernen, daß auch Biker zum Straßenbild gehören und nicht alle Idioten sind. (KLICK HIER und HIER)
Andres Thema: Auf der Burgruine Wertheim hoch über der Stadt betreibt man eine Burggaststätte mit Terrassenbetrieb. In den Sommermonaten spielt man dort Livemusik. Kleine, vielleicht auch nur regionale Bands, Jugendcombos und kleine Coverbands bekommen die Möglichkeit, ihr Können zu präsentieren und das Publikum in dieser herrlichen Burgatmosphäre zu unterhalten. Und das Publikum kam und der in die Stadt getragene „Lärm“ störte niemanden.
Alles in allem habe ich unheimlich viele Ideen, wie man unsere eigentlich reizvolle und landschaftlich schöne Region mit all ihrem Kultur- und Geschichtsgut für Urlauber besuchenswerter machen kann! Dabei habe ich mich zum Thema Winterurlaub noch nicht einmal geäußert, weil ich da keinen Einblick habe.
Folgend ein paar Schnappschüsse aus dem Urlaub, die aber nichts mit Ausflugszielen oder dergleichen zu tun haben
eine verwelkende Efeuranke an Burg Mildenburg in Miltenberg am Main
Lorbeerzweige vor einem Burggemäuer
im Rosengarten von Wertheim
ein Schwan am Wasserschloß Mespelbrunn im Spessart
eine zarte gelbe Blüte von “was weiß ich”
rot leuchtender Ahorn hinterm Burgtor von Hirschhorn am Neckar
unser Begleiter seit dem Besuch des Steiff-Teddy-Ladens in Rothenburg ob der Tauber: Teddy Ludwig als Biker
Wertheim bei Nacht
Der Ort Wertheim am Zusammenfluß von Tauber und Main war unser Urlaubswohnort im Spätsommer 2011. Die günstige Lage am Zusammenfluß der beiden diese Region dominierenden Flüsse, die günstige Lage zwischen den Tourismusgebieten Odenwald/Neckar und Spessart sowie die Lage “zwischen” drei Bundesländern machten Wertheim für unseren Motorradurlaub “strategisch” günstig. Wir hatten uns auch schon mit unserem Domizil ein wenig im Vorfeld vertraut gemacht. Aber welch wirklich hübscher Ort uns erwartete, das bekamen wir dann erst richtig vor Ort mit.
Zum Urlaub aus Sicht des Motorradtouristen äußere ich mich später ausführlicher im Blog. Heute gibt es vorerst ein paar stimmungsvolle Nachtaufnahmen Wertheims.
Bei dieser Gelegenheit auch gleich noch ein Dankeschön an die Vermieterin der Ferienwohnung “Altstadtresidenz” in Wertheim
Altstadtresidenz Wertheim: KLICK HIER













































