Archiv für November 2011
Schnappschüsse aus dem Urlaub im November 2011
Der Herbst 2011 entschädigte seit dem September für einen relativ verkorksten Sommer. Der November als letzter Monat vor dem Winter hätte sogar ein März sein können, so frühlingshaft war es stellenweise.
Folgend ein paar Fotos vom Urlaub im November 2011.
Am Rudolph-Schacht in Marienberg-Lauta ließen wir uns die Arbeitsweise eines Göpelwerkes am Pferdegöpel Lauta erklären. Dazu gab es jede Menge Wissenswertes zum Bergbau rund um Marienberg.
Stimmungsvolle Fotos gelangen auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden. Der Friedhof ist denkmalgeschützt und kann durchaus als Kulturgut bezeichnet werden.
Auch die Dresdner Altstadt stand wieder einmal auf dem Programm, diesmal vor allem die Frauenkirche.
Ein Ausflug nach Seiffen, auf den Chemnitzer Weihnachtsmarkt und ins Gesundheitsbad nach Bad Schlema waren dann die letzten Stationen eines sehr schönen Urlaubes mit Kurzausflügen von daheim aus.
Der ADAC testet im November 2011 Parkhäuser und stuft diese als zu eng ein. Jedoch: welchen Bezug zum “Märchen vom Wachstum” sehe ich dabei?
Drei generelle Dinge zu diesem Thema möchte ich im Vorfeld zu bedenken geben:
1.) Es gibt zunehmend mehr und mehr Autofahrer, die zu doof sind, die Markierungen der Parkflächen einzuhalten. Dabei ist das so einfach: Man stellt sich – egal wie breit das Auto ist – mittig und gerade zwischen die Markierungen. Somit sollte es keine Verschiebungen in den Parklücken geben und die Parkfläche ist auch für den folgenden PKW ausreichend – auch wenn das vorher dort stehende Auto in den Ausmaßen kleiner war. Es sollte damit auch keine Verschiebung in der Reihe der parkenden Autos und der Parkflächen geben. Aber so gedankenlos wie heutzutage vieles passiert, so gedankenlos wird eben leider auch geparkt.
2.) Die angesprochene Problematik betrifft zwar PKWs, aber der Größenwahn betrifft ja nicht nur die PKW-Produktion. Eine allgemein gültige Schlußfolgerung kann man also durchaus ziehen: LKWs wachsen zu 60 Tonnen-Giga-Linern heran. Welche Auswir- kungen dies auf unsere verstopften Straßen, die Infrastruktur (Brücken, Kurven…) und auf das Unfallgeschehen mit sich bringt, werden wir noch sehen. Motorräder (zumindest die dicken Luxustourer) werden immer größer. Schiffe (Frachtschiffe, Tanker und Luxus- kreuzer gleichermaßen) wachsen zu Monstern heran. Bei Flugzeugen sieht es nicht anders aus.
3.) Die Europäer werden immer größer und dicker, sie werden immer älter und unbeweglicher. Dazu kommt, daß ausgerechnet die “Alten” im gefühlten Durchschnitt die größten Autos fahren – aber auf Grund altersbedingter Handicaps und körperlicher Defizite am unsichersten mit diesen großen Buden umgehen können.
Aber ich möchte eigentlich auf etwas anderes hinaus. Zu diesem Thema siehe auch den Blog “Zur Wirtschafts- und Finanzkrise und dem Märchen des ewigen Wachstums”.
Parkflächen haben seit 30 Jahren eine Mindestbreite von 2,30 Meter. Frauen- und Behindertenstellplätze sind breiter und deshalb auch zu Recht reserviert! Nicht beachtet wird dabei, daß die Autos seitdem um 20, 30, 40 cm breiter geworden sind. Nun ist aber ein Parkhaus eine Investition in die Zukunft. Egal ob vom privaten Investor oder vom öffentlichen Bauträger – ein Parkhaus ist nicht nach 2 Jahren abgezahlt. Ein Kosten- und Nutzenkonzept umfasst mit Sicherheit einen viel größeren Zeitraum. Natürlich kann man, der Entwicklung entsprechend, Parkflächenmarkierungen erneuern und dabei die Flächen breiter markieren. Das ginge aber zu Lasten der Kapazität.
Die Frage sei erlaubt: Wieso müssen sich Bauträger und Investoren ständig der Auto- industrie beugen? Wieso sollte immer wieder alles der gewachsenen Größe unserer heiligen Blech´le und fahrbaren Untersätze angepasst werden? Wieso bekommt die Autoindustrie keine Grenzen aufgezeigt? Der Bürgermeister von Mittweida äußerte sich neulich im Zeitungsinterview, auf diese Problematik angesprochen, sinngemäß: “Warum sollen wir unsere Parkflächen verbreitern, nur weil die Autoindustrie immer breiter baut? Diese (die Parkbuchten) sind schon größer als der vorgeschriebene Standard und ginge zu Lasten der städtisch-öffentlichen Parkflächen. Und: obwohl wir immer weniger Menschen in Deutschland werden bebauen wir immer mehr Fläche. Ein Widerspruch in sich!” Recht hat er!! Unsere überbevölkerte Welt und völlig zugebaute Erde sowie unsere verstopfte Infrastruktur schreien förmlich nach Maßhaltung!! Aber wie sieht die Realität aus?
Es gibt kein Folgemodell eines Autos, das nicht größer, länger, schwerer oder breiter wird als der Vorgänger. Warum? Mag sein, daß der Europäer immer größer und dicker wird. Dann ist diese Entwicklung bei den Kleinwagen (vielleicht) noch einzusehen. Aber warum wachsen dann auch Autos, die von Haus aus schon groß sind (VW Sharan, Opel Zafira). Selbst “herkömmliche” Kombis erreichen mittlerweile enorme Längen. Ein Kilo Stahlblech hier, ein bisschen Elektronik da, ein paar Gramm mehr Lack dort. Rohstoffknappheit? Egal. Der Kunde kauft und bezahlt den gestiegenen Preis. Wenn man dann nebenbei noch Arbeitsplätze einspart oder Löhne kürzt, kann man ganz unbemerkt den Umsatz vergrößern. Ein Wachstum der bejubelt wird, der aber eigentlich keiner ist. Und der sich rächen wird!
“Der VW-Polo ist erwachsen geworden. Er ist jetzt so groß wie ein Golf” schrieb vor Jahren die Freie Presse. Wenn ich aber nun gerade einen Polo will, und keinen erwachsenen Polo in Golfgröße? Dieser Tage sah ich einen neuen Opel Corsa (Kleinwagen). Zweifellos ein schönes Auto. Aber er hat jetzt die Ausmaße eines früheren Opel Astra (Kompaktklasse). Bei VW erschuf man nach dem Erwachsenwerden des Polo den Lupo/Fox/Up, weil am unteren Ende der Modellpalette eine Lücke klaffte und nach oben hin alles dicker, länger und breiter wurde.
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Anderes Beispiel: Ich bekomme in der Gaststätte ein Riesenportion Mittagessen für 12,- Euro. Schön, daß man für 12,- Euro so einen vollen Teller bekommt. Aber gereicht hätte mir die Hälfte der Portion für 6,- Euro. Denn ich werde nicht aufessen und der Wirt schmeißt die Hälfte meines Essens in die Tonne. Aber das ist egal: Die Portion wurde bezahlt, der Wirt macht mehr Umsatz und ich trage einen unsinnigen Beitrag zum scheinbaren Wachstum bei.
Aber auf Dauer können wir so nicht wirtschaften, auf Dauer können wir so nicht mit den Ressourcen umgehen und auf Dauer werden wir so auch nicht überleben können. Das rächt sich nämlich!!!
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Nachtrag 23.08.2012, Freie Presse, Seite “Wirtschaft und Börse”, Artikel “Der neue Golf speckt ab”
“Der neue Golf speckt ab” lese ich, und lese teils skeptisch und teils positiv überrascht weiter. Aber was so gut begann, relativiert sich schnell wieder. Warum muß ein Auto in der x-ten Generation schon wieder breiter und länger werden, wie alle bisherigen Vorgänger auch? Sämtlichen Debatten um enge Parkbuchten und zu enge Autobahnbaustellen-Überholspuren zum Trotz wachsen die Autos unaufhörlich. Mit Vernunft – sowohl beim Hersteller sowie beim Verbraucher – ist dem wohl nicht beizukommen. Ich frage mich nur, was eher eintreten wird: der völlige Kollaps unseres ausufernden Straßenverkehrs in einer immer dichter bebauten Umwelt oder das nicht mehr bezahlbare und damit das sich anbahnende Ende der vorhandenen Rohstoffe (Stahl, Kunststoffe, Lackgrundstoffe usw.) die zum Autobau benötigt werden und zum anderen der Rohstoffe, die zum Betrieb des Autos nötig sind.
Und bis es soweit ist, lamentiert die Käuferschar der immer breiter werdenden Fahrzeuge nach alter Manier über zu enge Parkplatzbuchten und zu enge Autobahnbaustellen-Überholspuren. Mit Verstand hat das nichts zu tun!
Zur Finanz- und Wirtschaftskrise sowie vom Märchen des ewigen Wachstums (Dieser Beitrag erschien auch in der Ostthüringer Zeitung OTZ)
Da wird seit Jahren von Finanzkrise gefaselt. Da ist Euro-Rettung in aller Munde. Das Volk wollte den Euro nie. Dennoch ist er, glaube ich, als alleinige Währung einer großen Wirtschaftsgemeinschaft die einzige Möglichkeit, dem Dollar und dem Yen sowie den Wirtschaftsmächten Japan und USA Paroli zu bieten. Trotzdem scheint die ganze Sache nicht zu Ende gedacht – und gefragt hat das Volk auch keiner! Damit müssen wir nun leben. Eine Zwangsheirat der europäischen Völker mit einem eigentlich nicht gewollten Euro.
Die eigentliche Finanzkrise, deren Szenario immer wieder beschrieben wird, kommt im Volk ohnehin nicht an. Dort ist immer Finanzflaute. Wenn auch nicht mit dieser enormen Brisanz wie an der Börse, so doch mit einer zählebigen und konstanten Kontinuität. Anderseits kommt auch der hin und wieder bejubelte Aufschwung kaum “unten” an – auch wenn die Kanzlerin das hoch erfreut anders sehen mag. Diese gesamte Berg- und Talfahrt des Auf- und Abschwungs findet hauptsächlich “oben” statt – bei den Finanz- und Wirtschaftsbossen. Und bei denen herrscht dann naturbedingt Panik. Dabei kann es ein Wachstum ohne Ende oder einen ständigen Aufschwung gar nicht geben. Das ist ein Märchen. Aber die Finanz- und Wirtschaftsbosse kollabieren ja schon, wenn der erreichte Jahreswert mit dem des Vorjahres gleichbleibend ist, also nicht überschritten wird. So ein Schwachsinn!
Und warum? Weil dieses ganze Wirtschafts- und Finanzsystem von Verarscherei lebt, mit Geld jongliert, das nicht da ist und sich die gebauten Traumpaläste und Luftschlösser in immer schnelleren Tempo untereinander zuschiebt. Aktienhandel an der Börse ist legitimierte Spekulation und offiziell geduldeter Betrug.
Ich stelle mir dieses Wirtschafts- und Finanzsystem so vor:
Der gesamte Finanz- und Wirtschaftsmarkt ist eine große Blase. Jeder, der sie besitzt, bläst sie ein Stück auf und schiebt sie weiter – immer um die Erde herum. Nur schnell weg damit, um sich die Finger nicht zu verbrennen. Irgendwann wird sie platzen und das ganze Luftgebilde, das Hirngespinst, ist weg – obwohl es eigentlich nie da war. In diesem Fall das Wachstum. Oder ein weltweiter Finanzjongleur ist zu dumm, die Blase zu fangen und geschickt weiter zu reichen – diese natürlich auch um seinen Anteil ein Stück weiter aufgeblasen. Dann fällt die Blase herunter. Es kommt zum Stillstand und auch der ist tödlich.
Und beides wird passieren, in regelmäßigen Abständen und ohne schlau daraus zu werden immer wieder: Die Blase platzt (bedeutet Ende des Wachstums) oder sie fällt herunter, weil ein Mitspieler das Gebilde nicht fangen kann (das bedeutet tödlicher Stillstand).
Dieses Wirtschafts- und Finanzsystem ist auch nicht das non plus Ultra. Aber es wird sich noch sehr lange halten.
Der Gesetzgeber erwägt eine generelle Helmpflicht für Radfahrer per Gesetz einzuführen
Es wird argumentiert, daß jeder Unfalltote einer zu viel ist. Das ist richtig – und Kopf- verletzungen sind nun einmal die folgenreichsten und tragischsten. Alles richtig. Viele Unfallopfer sind zudem nicht einmal schuldhaft verunfallt. Auch richtig. Wieso aber Radfahrer auf einer dicht befahrenen Straße fahren müssen, wenn daneben ein Radweg führt, bleibt ihr Geheimnis. Warum sie in engen, unübersichtlichen und kurvenreichen Tälern (Göltzschtal) nebeneinander fahren müssen und das Unheil geradezu heraus fordern, ist auch ihr Geheimnis. Und wenn sie dann noch ohne Helm fahren, ist es ihre eigene Birne, die sie riskieren. Es kommt niemand anderes zu Schaden. Dennoch ist der Gedankengang des Gesetzgebers richtig. So weit, so gut.
Nun ist es aber so, daß es schon sehr viele andere Verpflichtungen per Gesetz (STVO, STVZO und so weiter) gibt, die niemanden interessieren und deren Durchsetzung auch niemand kontrolliert. Vielleicht ist das Aufstellen von Blitzern immer noch die rentabelste Lösung, schnell zu Geld für die öffentlichen Kassen zu kommen. Wie ist sonst zu erklären, daß es kaum Kontrollen bei folgenden Pflichten im öffentlichen Straßenverkehr gibt. Und das betrifft in diesen Fällen nicht nur den eigenen Kopf, sondern man gefährdet in hohem Maße auch andere:
1.) Handybenutzung am Steuer: In Firmentransportern wird ebenso wild telefoniert wie in PKWs, egal ob Jugendliche, Männer oder Frauen beim links abbiegen mit Kind auf dem Rücksitz.
2.) Das Aufhängen von die Sicht einschränkenden Utensilien am Rückspiegel: das ultimative Grauen sind diese dicken Hawaii-Girlanden. Groß ist das Entsetzen, wenn es wegen eingeschränkter Sicht zum Unfall kommt. Dann heißt es zum Unfallhergang wieder einmal lapidar: “Ich habe den Fußgänger, den Motorradfahrer oder den Radfahrer nicht gesehen”. Tragisches Beispiel in Zwickau vor Jahren war der Tod eines Fußgängers am Dr.-Friedrichs-Ring.
3.) Einhaltung des Rechtsfahrgebotes auf Autobahnen, Blinkpflicht, Bestimmungen zum Einschalten der Nebelschlußleuchte, und so weiter . . .
4.) Lichtpflicht bei Radfahrern: wie sähe es denn aus, wenn man endlich einmal die Radfahrer zur Einhaltung dieser Pflicht zwingen und kontrollieren würde? Natürlich reicht manch einem die Straßenlaterne um zu sehen, wo er/sie hinfahren will. Aber er/sie wird nicht gesehen!! Das muß in die Birne, die man per Gesetz mit einem Helm schützen will, erst einmal rein! Mir ist zweimal in der Dunkelheit von Radfahrern ohne Licht die Vorfahrt genommen wurden. In einem Fall war derjenige per mp3-Player auch noch akustisch lahm gelegt. Aber sicher hätte es in der STVO einen Paragraphen gegeben, der mir als Autofahrer im Falle des Zusammenstoßes eine Teilschuld attestiert. Fazit: Räder ohne Licht dürften eigentlich gar nicht über die Ladentheke gehen.
Ich bin trotz meiner Einwände immer noch für die Einführung der Helmpflicht für Radler.
Aber wenn wir einmal dabei sind . . . wie sieht es denn mit einer Impfpflicht per Gesetz aus? Es gibt in Deutschland wieder TBC, Masern, Keuchhusten und mehr. Nur weil sich bildungsferne Schichten genauso wie Intellektuelle, Alternative und Künstler nicht impfen lassen und zu allem Unglück auch noch meinen, ihren unmündigen Kindern mit einer guten Entscheidung zu dienen. Wird der mündige Bürger mit zweierlei Maß gemessen bzw. definiert?
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Am 29.11.2011 10:13, schrieb Herr “XXX” an mich:
Sehr geehrter Herr Krenbauer,
in der Freien Presse vom 23.11.2011 äußerten Sie: “Wieso aber Radfahrer auf einer vielbefahrenen Straße fahren müssen, wenn daneben ein Radweg führt, bleibt ihr Geheimnis.”
Dann werde ich Ihnen das Geheimnis mal lüften: Der Radweg verläuft eben nicht nur neben der Straße, sondern kreuzt alle paar Meter Ausfahrten, Einmündungen, Seitenstraßen. Dadurch ist das Unfallrisiko für Radfahrer auf Radwegen neben der Straße (sogenannte straßenbegleitende Radwege) dramatisch erhöht. Allein dieses Sicherheitsdefizit würde die Benutzung verbieten, dazu kommen alle üblichen Mängel an diesen “Wegen”: gefährliche und ständig verschwenkte Radwegführung z.B. durch Bushaltestellen, mangelnde und meist keine Instandhaltung, miserabler Belag, zu schmal, kein Überholen möglich, beginnen und enden im Nichts, werden von Fußgängern, Hunden und Falschparken mißbraucht, dienen zum Abstellen von Mülltonnen, Briefkasten, Verkehrszeichen u.a., werden nicht gereinigt und im Winter nicht geräumt.
Zur Sicherheit siehe: erika-ciesla.privat.t-online.de/radweg-sicher.html
Zur Situation in Chemnitz siehe: huebsch-gemacht.de/radwege/
Zu den Folgen von Radwegen in Chemnitz siehe: sz-online.de/Nachrichten/Chemnitz/Radler_tot_Freispruch_fuer_den_Waeschefahrer/articleid-2401824 und sachsen-fernsehen.de/default.aspx?ID=1095&showNews=744254
Wer so unbedarft wie Sie daherquatscht, will entweder mehr solche Unfälle oder er hat keine Ahnung. Wenn Sie mal Fahrrad statt Motorrad fahren würden, wäre Ihnen das alles bekannt.
Ich hoffe, Ihnen geht ein klein bisschen ein Licht auf. Unter diesen Verhältnissen über eine Helmpflicht zu schwadronieren, ist ein Hohn.
Hochachtungsvoll, O. N.
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Meine Antort darauf lautete:
Hallo Herr “XXX”,
ein Radweg, der zum Beispiel kilometerweit an der B 92 (auf ein und derselben Seite!) zwischen Greiz und Weida oder am Main zwischen Würzburg und Wertheim verläuft, hat diese Mängel nicht. Und dennoch fahren viele Radfahrer – hauptsächlich die bunten Sportfahrer – auf der Straße daneben. Warum? Auch die unbedingt nebeneinander fahren müssenden Radfahrer sind meistens die bunten Sportler, und nicht die touristisch in Familie unterwegs seienden.
Weiterhin wurde das Thema Licht am Fahrrad, das mir viel wichtiger erscheint als das Thema Helm, von der “FP”-Redaktion im Leserbrief gestrichen. Mir wurde schon zweimal von einem Radfahrer ohne Licht in der Morgendämmerung (früh 04.45 im Dunkeln!) die Vorfahrt genommen. Ich weiß in puncto Licht am Fahrrad, wovon ich rede, den Schreck vergisst man nicht! Ich kann Ihnen weiterhin eine Litanei an niemanden interessierenden Pflichten oder an Verkehrsgesetzen aufzählen, die keiner kontrolliert. Und das betrifft bei weitem nicht nur die Radfahrer. Siehe meinen obigen Blog dazu. Ob noch eine Helmpflicht für Radfahrer zu den schon bestehenden und kaum jemand interessierenden oder kontrollierten Pflichten dazu kommen muß, ist sicher fraglich. Aber das Thema war nun mal die Helmpflicht per Gesetz bei Radfahrern. Dennoch, dieser Aspekt ist jetzt mal zweitrangig. Und so wollte ich meinen ungekürzten Leserbrief auch verstanden wissen.
Es gibt auch unter den Autofahrern - nicht nur bei den Radlern – viele Pflichtverletzungen, die keiner kontrolliert. Und bei den Motorradfahrern scheint die Zahl der schwarzen Schafe (zumindest gefühlt) noch höher zu sein. Siehe dazu den Blog “Motorradfahrer oder Idiot?” Was glauben Sie, wie oft ich mich mit verallgemeinernden Verunglimpfungen auseinander setzen muß? Dennoch werde ich nicht müde, mich und meine Motorradfahrer-Gilde zu verteidigen oder zu rechtfertigen. Ich werde aber auch nicht müde, die Betreffenden zu kritisieren oder zu ermahnen. Eben weil es so viele Idioten gibt – bei den Motorradfahrern, bei den Autofahrern, und (auch wenn Sie sich auf den Schlips getreten fühlen) bei den Radfahrern!
Auf meiner Tourenhomepage schreibe ich zum Beispiel auch unter http://joomla.mtwv.de/touren-neu-ab-2010 unter der Teilüberschrift „Denkt bitte an folgendes” und unter der Teilüberschrift „Ein paar Worte ins Gewissen geredet” ein paar Worte zum Verhalten der Motorradfahrer. Eben weil die meisten Motorradfahrer genau so auf Kritik reagieren, wie Sie in Ihrer Mail an mich!
Und wie die Medien das Thema Motorradfahrer (und bei den Radfahrern wird es nicht sehr viel anders sein) dann auch noch publikumswirksam umsetzen, das sehen Sie hier: “Biker verunglückt?“und “Tod eines Bikers in der Tankstellenausfahrt“.
Mit freundlichen Grüßen,
Albrecht Krenbauer
P.S: … nicht im Ton vergreifend und auch nicht unbedarft daher quatschend!
P.P.S: Tagfahrlicht für Fahrräder? http://mtwv.de/wordpress/?p=1768
Sind 200,- Euro teuer oder nicht?
Oder sind 200,- Euro einfach nur viel Geld?
Im MDR bei “Hier ab Vier” lief ein Beitrag über wiederholten Vandalismus an einem Fischzuchtteich. Es wurde eine Belohnung von 200,- € für die Ergreifung des Täters in Aussicht gestellt.
Polizeideutsch, vorgetragen von rhetorisch nicht gerade gewandten Beamten, ist in den meisten Fällen etwas zum Schmunzeln. In diesem Fall war sich der Polizeisprecher sicher, daß sich auf den Zeugenaufruf jemand melden wird, weil:
“Zweihundert Euro sind nicht gerade billig!”
Ja potz Blitz, da frage ich mich, was denn 200,- Euro so kosten werden. Billig sind sie sicher nicht. Da brauche ich micht zu wundern, warum mein Konto ständig leer ist. Ich darf nicht so viel Geld bei meiner Bank einkaufen gehen. 200,- € sind nämlich nicht gerade billig!!
Eine Motorradausfahrt bei traumhaftem “Goldener Oktober”-Wetter vom Thüringer Vogtland ins herbstliche Saaletal / eine Burgen- und Schlössertour an der Saale
Am verlängerten Oktoberwochenende mit dem Reformationstag – und dem für die meisten Motorradfahrer letzten Wochenende der Saison (aber nicht bei uns, denn wir haben den November noch) – sind wir zu einer ausgiebigen Herbstausfahrt aufgebrochen. Einmal waren wir im Vogtland unterwegs und zweimal zwischen Thüringer Vogtland und dem Saaletal zwischen Jena und Naumburg. 540 km bei schönstem Herbstwetter sind so noch einmal zustande gekommen. Dazu kommt, daß die Gegend an der Saale und speziell im Raum Jena, Dornburg und Camburg durchaus als landschaftliche Besonderheit einzustufen ist. Allein die vielen regional typischen Muschelkalkfelsen lassen das Saaletal tief und schroff wirken. Und daß das Saaletal etwas landschaftlich Besonderes ist, haben vor uns schon Generationen von Malern, Dichtern und Fotografen entdeckt.
Wer möchte, kann in dieser Region zudem wahre Burgentouren unternehmen. Dazu die erste Strophe von Franz Kuglers 1826 verfasstem Gedicht: “An der Saale hellem Strande, stehen Burgen stolz und kühn. Ihre Dächer sind zerfallen, und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen d´rüber hin…”
Man sollte dabei aber bedenken, daß dann ein einzelner Tag bei weitem nicht ausreicht. Mehr als zwei Burgen oder deren Ruinen sollte man nicht zu einem Ausflug verbinden. Bei einem Motorradausflug sicher gleich gar nicht. Dazu kommt, daß speziell die Ruinen der Lobdeburg in Jena-Lobeda/Drackendorf und die Ruine der Kunitzburg in Jena-Kunitz auf dem Großen Gleisberg nur zu Fuß zu erreichen sind. Der Aufstieg dauert eine Weile, er ist anspruchsvoll und er ist in Motorradbekleidung nicht ratsam. Dennoch und speziell im Fall der Kunitzburg ist der Besuch in wandertauglicher Familien- und Freizeit- bekleidung sehr zu empfehlen. Ein schöner Fernblick bietet sich sowohl von der Lobdeburg über Jena zur Leuchtenburg bei Kahla sowie von der Kunitzburgruine über das Saaletal zu den Dornburger Schlössern.
Die Liste der möglichen anzusteuernden Burgen, Schlösser oder Burgruinen ist umfang- reich. Bei der Fahrt auf der der von mir hier vorgestellten Route wären da zu nennen: Greiz (Sommerpalais, Oberes Schloß, Unteres Schloß), Ronneburg (Schloß), Posterstein (Burg, etwas abseits der Route), Eisenberg (Schloß und barocke Schloßkirche), Schkölen (Wasserburg, etwas abseits der Route), Camburg (Burgfried der alten Camburg, etwas abseits der Route), Dornburg (Dornburger Schlösser), Jena-Kunitz (Kunitzburgruine), Jena-Lobeda (Lobdeburgruine), Kahla (Leuchtenburg, in der Ferne zu sehen), Weida (Osterburg), Hohenleuben (Burg Reichenfels, etwas abseits der Route).
Die Brücke oben ist nicht etwa die hart umkämpfte Brücke von Arnheim über den Rhein, sondern die Stahlbogenbrücke über die Saale in Dorndorf-Steudnitz. Die Carl-Alexander-Brücke von Dorndorf ist ein technisches Denkmal – leider eins, an dem der Zahn der Zeit heftig nagt
Gestartet sind wir zu dieser Tour am Daßlitzer Kreuz an der B 92 in der Nähe von Greiz im Thüringer Vogtland. Unsere Fahrt verlief wie folgt:
Daßlitz – B 92 in Richtung Weida – Weida – B 175 in Richtung Saalfeld, Großebersdorf – Großebersdorf – B 2 in Richtung A 9 – weiter L 1073 – bei Lederhose, Tautendorf, Hermsdorf – A 4 kreuzen – Richtung Bad Klosterlausnitz, aber weiter in Richtung A 9 – A 9 kreuzen in Richtung Jena – Aschehütte, Waldfrieden, Schöngleina, Schlöben, bei Jena-Drackendorf – Jena, zur B 88 in Richtung Naumburg – B 88 Jena, Jena-Löbstedt, Jena-Porstendorf, Dornburg, Dorndorf-Steudnitz – entweder bei Camburg-Rodameuschel oder noch besser in Steudnitz die B 88 nach rechts verlassen – Wetzdorf – L 1070 – Trotz – B 7 in Richtung Eisenberg – B 7 Trotz, Hainspitz, A 9 kreuzen, Eisenberg, Rauda, Bad Köstritz, Gera, Gera-Leumnitz, Ronneburg – B 7 verlassen – Ronneburg, Brunnenstraße, zur L 1081 – Reust, Rückersdorf, Vogelgesang, Seelingstädt – ab Seelingstädt mehrere Varianten:
1.) Seelingstädt – B 175 kreuzen – Trünzig – Teichwolframsdorf – Neumühle – Daßlitz – zur B 92 in Richtung Weida – Endpunkt AGIP-Tank- und Raststätte in Wildetaube
2.) Seelingstädt – B 175 kreuzen – Trünzig – Sorge-Settendorf – Waltersdorf – Neumühle – Daßlitz – zur B 92 in Richtung Weida – Endpunkt AGIP-Tank- und Raststätte in Wildetaube
3.) Seelingstädt – B 175 in Richtung Berga, Weida bis Zickra – Zickra, bei Dittersdorf, Hohenölsen – B 92 in Richtung Greiz – Wittchendorf, Wildetaube, B 92 verlassen – Wildetaube, Tschirma, Lehnamühle, Neumühle – Daßlitz – zur B 92 in Richtung Weida – Endpunkt AGIP-Tank- und Raststätte in Wildetaube
4.) Seelingstädt – B 175 in Richtung Berga, Weida bis Berga – Untergeißendorf, Geißendorf, Waltersdorf – Neumühle – Lehnamühle – Tschirma – Endpunkt AGIP-Tank- und Raststätte in Wildetaube
Weitere Ausflüge in dieser Region könnt Ihr hier im Blog nachlesen:
Motorradtour zu den Dornburger Schlössern: KLICK HIER
Eisenberg, barocke Schloßkirche: KLICK HIER
Motorradtour nach Naumburg: KLICK HIER
Ausflug nach Camburg: KLICK HIER










