Archiv für Januar 2012
fünfjähriger Florian in Magdeburg vom Kampfhund attackiert
Die “Magdeburger Volksstimme” schreibt am 30.01.12: “Magdeburg (dpa): Ein Fünfjähriger ist in einer Magdeburger Wohnung von einem Kampfhund-Mischling mehrmals ins Gesicht gebissen und schwer verletzt worden. Wie die Polizei gestern mitteilte, griff der Boxer-Stafford-Pitbull-Terrier-Mischling den kleinen Jungen plötzlich an, als der aus einem Sessel aufstand. Das Tier habe daneben gelegen. Der Hund gehört ersten Erkenntnissen zufolge einer 21 Jahre alten Freundin der Kindsmutter. Sie war mit ihrem Freund und dem Hund zu Besuch. Der Junge kam nach dem Angriff am Sonnabend in ein Krankenhaus, der Hund wurde ins Tierheim gebracht.” Die BILD ergänzt dazu, daß die 21-jährige mit einem 10 Monate alten Baby zu Besuch war. Der 5-jährige stand auf, weil er das Baby streicheln wollte. Daraufhin fiel ihn der Hund an. Warum die 38-jährige Mutter des Opfers von der 21-jährigen Besucherin nicht verlangt hat, den Hund für die Dauer des Besuches zu Hause zu lassen, wird ihr Geheimnis bleiben. Ausbaden muß es ihr Sohn. Und warum die 21-jährige, obwohl sie ein Baby hat, sich so einen Hund (und überhaupt einen Hund!) halten muß, verstehe ich auch nicht. Mich kotzen diese blöden Weiber mit ihren dämlichen Kötern dermaßen an….. Kippe in der Schnauze, Arschgeweih und Köter …. und dann Kind. Entschuldigt meine Pauschalverdammung und die Ausdrücke – ABER DAS REGT MICH AUF!! Dann sollen sie ihre Drecksköter wenigstens erziehen! Aber die antiautoritäre Erziehung hat ja auch bei der Hundehaltung Einzug gehalten. Im Übrigen lebten auch im Haushalt der kürzlich an Drogen gestorbenen 11-jährigen Chantal in Hamburg vier (!!) Hunde. Ist das noch normal? Aber Hauptsache, man kann sich am Montag darüber unterhalten, wer Dschungelkönigin geworden ist. Dazu muß man die Sendung und ihre Nebeninformationen verfolgen. Da kann man sich nicht mit solchen Lappalien wie Aufsichtspflicht und Hundeerziehung herumärgern.
Nachtrag zu „erneut Kampfhunde-Attacke“
Wieder ist es passiert und wieder herrscht schockstarre Not:
17. November 2012 in Chemnitz OT Kappel/Kapellenberg
Freie Presse: „Für Thomas H. und seinen Kumpel war es mit der Wochenendstimmung am Samstagnachmittag abrupt vorbei. Sie kommen gerade vom Training in einem Sport- studio an der Chemnitzer Neefestraße, da hören sie Schreie: Eine Frau sitzt auf einer Wiese nebenan, ein Kampfhund hat sich in ihren rechten Arm verbissen, hinter ihr liegt ein Kind. Die 20-jährige, die den Pitbull (später stellte sich heraus, es war ein Stafford- shire-Terrier Mischling) eines Bekannten ausgeführt und von ihm angefallen worden war, liegt mittlerweile mit schwersten Verletzungen auf der Intensivstation des Chemnitzer Klinikums. Dabei verhinderten Passanten wie Thomas H. wohl Schlimmeres. Die beiden Männer alarmierten die Rettungskräfte. „Einen Mann in der Nähe, der wie gelähmt war, schrieen wir an, er solle das Kind wegholen.” Das drei Monate alte Baby bleibt offenbar unverletzt. Ein weiterer, 32-jähriger Mann eilt zu Hilfe, schlägt mit einer Metallkette auf das Tier ein. Ebenso wie der 25-jährige Freund von Thomas H. wird er von dem Hund gebissen und muss ärztlich versorgt werden. Als die Polizei eintrifft, erschießt ein Beamter das Tier, um die Retter zu schützen.“
Zitat: „Hunde müssen in Chemnitz angeleint sein und in größeren Menschenansamm- lungen einen Maulkorb tragen”. Es darf erst mal gelacht werden! Die Realität sieht oft anders aus.
Außerdem: warum gibt es in Deutschland immer noch keinen sogenannten Hundeführer- schein? Die selbsternannten Hundeliebhaber verwechseln in immer größerem Maße anti- autoritäre und teilweise militante Tierliebe mit fachlich fundierter Hundehaltung. Aber bei Netto-Scottie gibt es diese Woche Adventskalender für Mietz und Bello. Das brau- chen die und das verstehen die auch! „Kopp schüttel und Hand an die Stirn klatsch . . .“
Und mit einem Baby, der Erfahrung einer Zwanzigjährigen und dem nicht einmal eigenen Hund spazieren zu gehen – denn da fehlt das Vertrauen und die Zwiesprache zwischen Hund und junger Frau nämlich völlig – ist äußerst leichtsinnig und sollte wohl mehr dem eigenen Ego dienen. Mit Verstand und Verantwortungsgefühl hat das nichts zu tun, wohl aber mit dem Verantwortungsbewusstsein und der Reife der jungen Frau. Schlimm wäre es gewesen, wenn dem Baby etwas passiert wäre. Denn DAS konnte gar nichts dafür. Warum der Hundehalter sich darauf einließ, ist genauso zu hinterfragen! Aber wie eine andere regionale Tageszeitung schreibt, sitzt der Hundebesitzer im Knast. Das Klischee über diese Sorte Hundebesitzer, die ausgerechnet eine Vorliebe für diese Hunderassen haben, scheint wieder einmal bestätigt. Ich kenne einen ähnlichen Fall, wo in Greiz ein (junger) Mann wegen Körperverletzungen im Knast saß und sich währenddessen der Vater um den vorhandenen Pitbull kümmerte.
Bei aller Liebe und allem Verständnis den schon wieder im Internet herum jammernden Hundenarren gegenüber: hätten die Polizisten den Hund mit Plüschtieren oder einem Snack ruhigstellen sollen? Den Hund zu erschießen, war alternativlos (woher kenne ich nur diesen Ausspruch ….. ah ja, Frau Merkel). Da war GEFAHR im Verzug für alle Beteiligten!! Ein richtig dickes Lob verdienen die schnell hinzueilenden Männer!!
Ich hoffe nur, daß die Polizisten jetzt nicht noch eine Klage wegen Gebrauchs der Schuß- waffe gegenüber einem Tier zu erwarten haben. Da sähe den sogenannten Tierliebhabern ähnlich und wäre bei unserem Strafsystem nicht mal abwegig.
Mit welchen Problemen die Helfer und die Rettungskräfte sonst noch zu kämpfen hatten:
Eine Bekannte fragte mich, warum wir Deutschen immer noch Groß- und Kleinschreibung unterscheiden.
Jetzt weiß ich warum!
Da soll es doch tatsächlich Leute geben, die behaupten, die Groß- und Kleinschreibung wäre nicht wichtig!
Doch seht selbst:
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Die Spinnen….
Die spinnen….
Warum sind füllige Frauen gut zu Vögeln?
Warum sind füllige Frauen gut zu vögeln?
Er hat liebe Genossen
Er hat Liebe genossen.
Ach, wäre er doch nur Dichter!
Ach, wäre er doch nur dichter!
Sich brüsten und anderem zuwenden.
Sich Brüsten und anderem zuwenden.
Die nackte Sucht zu quälen.
Die Nackte sucht zu quälen.
Sie konnte geschickt Blasen und Glieder behandeln.
Sie konnte geschickt blasen und Glieder behandeln.
Der gefangene Floh.
Der Gefangene floh.
Helft den armen Vögeln.
Helft den Armen vögeln.
Die BILD schreibt am 26.01.2012:
Jeder Fünfte (!) unter 30 Jahren weiß nichts oder gar nichts über Auschwitz.
Meine Antwort an die BILD-Zeitung:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ja, was haben Sie (bei der BILD) denn erwartet? In Zeiten, in denen die Rechten seit Jahrzehnten machen können, was sie wollen und die Linken vom Verfassungsschutz beobachtet werden, wundert mich das nicht. In Zeiten, in denen wahrscheinlich unsere Jugend und die Jungerwachsenen nicht einmal die deutschen Bundesländer fehlerfrei und lückenlos zusammenstottern können – dafür aber den Weg im All-Inclusiv-Urlaub von der Unterkunft zum Ballermann auf „Malle” aus dem Effeff finden – in diesen Zeiten und mit solchen Prioritäten wundert mich das nicht. Glauben Sie (bei der BILD) ernsthaft, die assimilierten, dickbäuchigen, gepiercten Arschgeweihträgerinnen interessieren sich dafür, wo und was Auschwitz ist? Britney Spears fragte einst einen Journalisten, in welchem US-Bundesstaat eigentlich Australien liegt, weil sie dorthin eine Tournee hat. Wir sind 20 Jahre nach der Wende leider nicht weit von solchen amerikanischen Verhältnissen entfernt. Aber ein doofes Volk ist doch viel beherrschbarer! Glauben Sie allen Ernstes, die dicken und muskelbepackten, solariumgebräunten Bumm-Bumm-Musikhörer mit Hosen, wo der Arsch in den Kniekehlen hängt, interessieren sich für so etwas? Die haben sich doch ganz anderen Wissensmüll der Neuzeit anzueignen, damit sie „tough“ und „up to date“ sind!
Seit 10-20 Jahren ist unsere Politik auf dem rechten Auge blind. Aber mit dem linken Auge schaut man umso genauer hin. Ein bissel Schieflage ist das schon. Und wenn „die im Westen” nach 1945 mit ihren Altnazis in Behörden und Ämtern so aufgeräumt hätten, wie sie es jetzt bei der „Stasivergangenheit jedes zweiten Ex-DDR-Bürgers” tun, dann wäre der Gerechtigkeit auch genüge getan. Zumindest könnte man von gleichen Maßstäben sprechen! Aber so scheint die rechte Szene harmlos zu sein – aber bei der Stasi waren außer Mutti alle, und die Linken muß man unter Verfassungsbeobachtung stellen. Und das Halbwissen beziehungsweise gar kein Wissen – wie in dem Fall über Auschwitz – treibt seltsame Blüten!
Der Tod ist mein Beruf: KLICK HIER
Es kann einem angst und bange werden …..
Eine völlig verängstigte junge Frau aus Moldawien rennt, spärlich bekleidet, durch Frankfurt und sucht Zuflucht bei einer wildfremden Frau. Sie hat Glück, sie wird aufgenommen. Es handelt sich um eine 20-jährige unfreiwillige Sexsklavin aus einem der teuersten Bordelle in der Main-Metropole.
Bevor die junge Frau dazu kommt, ihrer Beschützerin ihre Vergangenheit zu schildern und ihre eigene neue Lage zu verstehen, sind auf der Suche nach ihr zwei Menschen durch ihre Häscher gestorben.
Recht schnell erschließt die Handlung im weiteren Verlauf einen Sumpf des internationalen Verbrechens. Der Leser des Romans begibt sich in das Verbrecher-Milieu internationaler agierender Banden. Es geht um Menschenhandel (sei es zum Beispiel Mädchen- oder Organhandel), es geht um Waffen- und Drogenhandel, Geldwäsche und um Morde. Ein Menschenleben zählt nichts und mit dem Leid der “Gehandelten”, Misshandelten und Missbrauchten werden Millionengewinne und Milliardenumsätze gemacht. Die neuen kriminellen Organisationen (zum Beispiel Russen-, Rumänen- und Jugoslawen-Mafia) sind höchst effektiv organisiert, agieren über Ländergrenzen hinweg und sind technisch top ausgerüstet. Außerdem agieren die neuen Mafias mit einer derartigen Brutalität, Grausamkeit und Skrupellosigkeit, dagegen hat sich die italienische Mafia mittlerweile zu einem seriösen Unternehmen entwickelt.
Die Fäden dieser Organisationen reichen bis in höchste politische und wirtschaftliche Ebenen in den jeweiligen Ländern, auch in Deutschland. Und auch der Polizei- und Justizapparat bis hin zum Geheimdienst ist nicht frei vom Sumpf des Verbrechens. Nur nebenbei bemerkt: tatsächlich ist es so, daß die CIA der größte Drogendealer weltweit ist, ob man das nun als legal oder illegal hinstellt, ist egal. Und alle anderen Geheimdienste und weltweite Organisationen stehen dem und dem Mißbrauch ihrer Möglichkeiten in nichts nach. Seit zum Beispiel internationale Organisationen und Geheimdienste in Afghanistan agieren, ist die Opiumherstellung und der Opiumhandel um ein erschreckendes Maß angestiegen….
Dem Verbrechenssumpf bis in höchste Ämter steht ein chronisch unterbesetzter, technisch stets hinterher hinkender und arbeitsmoralisch am Boden befindlicher Polizeiapparat gegenüber. In Andreas Franz´ Roman ist es eine kleine Gruppe verschworen handelnder Polizisten um Hauptkommissarin Julia Durant, die den Kampf aufnehmen. Einen Kampf, der – wie sie wissen und selbst feststellen – nicht zu gewinnen ist. Denn der Volksmund hat Recht mit der Theorie: “Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.” Wenn man überhaupt so weit an sie herankommt!
Im Jahr 2011 starb der Krimiautor Andreas Franz an Herzversagen. Was diese Diagnose für eine Wischiwaschi-Todesursache ist, weiß jeder. Andreas Franz wird sich nicht nur Freunde gemacht haben. Oder lese ich zu viele Krimis? Ich will den Faden aber nicht weiter spinnen, mit Rücksicht auch auf seine Familie. Es tut mir sehr leid und Spekulationen helfen nicht weiter!
Der Autor hatte gute Beziehungen zur Frankfurter Polizei und hat sich mit Rat und Tat unterstützen lassen. Andreas Franz´ Personen sind zwar erfunden und eventuelle Namensgleichheiten rein zufällig, die Themen sind aber wahr und äußerst brisant (Pädophilen-Milieu, Mißbrauch in kath. Kinderheimen, Edelnutten-Milieu in aller höchsten gesellschaftlichen Schichten, organisierter und groß angelegter Menschen-,Organ- und Rauschgifthandel). Abgesehen von den Romanen im “normalen” Alltagsverbrecher-Milieu empfehle ich neben “Teuflische Versprechen” auch die Romane “Teufelsleib” und “Tod eines Lehrers”.
Bei diesen Büchern kann einem angst und bange werden bezüglich unserer dekadenten Welt und ihrer degenerierenden Menschheit!
Andreas Franz: KLICK HIER
“Teuflische Versprechen”: KLICK HIER
“La vie en rose” – der Edith Piaf-Film von 2007
Ende der 1950er Jahre, Edith Piaf auf der Bühne: sie bricht zweimal zusammen. Auf dem Krankenlager beginnt sie, über ihr Leben, ihre Musik, ihre Exzesse und ihre Liebschaften nachzudenken.
Rückblick, Frankreich 1918: in Armenvierteln von Paris spielen Straßenkinder. Eine Polizistin verjagt sie und fordert die Mutter einer beteiligten Dreijährigen auf, sich um ihr Kind zu kümmern. Die Mutter ist eine Straßen- und Kaffeehaussängerin. Die Kleine ist die später gefeierte und unter dem Künstlernamen Edith Piaf berühmt gewordene Edith Giovanna Gassion. Der Vater Louis Gassion ist zu diesem Zeitpunkt an der Front im I. Weltkrieg. Die Mutter Ediths will von der Kleinen nicht viel wissen, sie ist ihr regelrecht im Weg. Und so gibt sie das Mädchen in die Hände ihrer (Groß-)Mutter und verlässt selbst Frankreich. Viel mehr als eine grandiose Stimme bekommt Edith von ihrer Mutter nicht mit im Leben. Als der Vater aus dem Krieg wiederkommt, findet er bei seiner Schwiegermutter ein vernachlässigtes und unterernährtes Kind vor. Selbst in der „Künstlerszene“ tätig, muß er nach dem Krieg erst einmal wieder beruflich Fuß fassen. Er gibt das Mädchen bei seiner Mutter, einer Bordellchefin, ab. Dort, im Hurenhaus, lernt sie erstmals Zuwendung und so etwas wie Liebe und Obhut kennen. Die selbst am Rande der Gesellschaft stehenden Damen des Hauses vergöttern Edith. Unglücklicherweise bekommt sie in dieser Zeit eine Entzündung der Augenhornhaut und erblindet für zwei Jahre. Ihre Heilung schreibt sie der Heiligen Therese zu. Edith bleibt daraufhin Zeit ihres Lebens eine tief gläubige Frau.
Als der Vater Edith wieder abholt, nimmt er das Kind mit auf Wanderschaft – erst mit einem Zirkus und dann allein. Er tritt im Zirkus und auf der Straße als Schlangenmensch auf. Edith muß sich am Geldverdienen beteiligen und beginnt zu singen. Sie lernt schnell das harte Leben auf der Straße kennen. Dem Dasein als Straßensängerin bleibt sie auch später treu, ohne ihren Vater. Sie wird vom Kabarettbesitzer Louis Leplee entdeckt, der ihr auch erstmals den Künstlernamen „la mome piaf“ – der kleine Spatz gibt.
Edith Piafs Leben mit wechselnden Bezugspersonen, Liebhabern und Ehemännern sowie einer mit zwei Jahren an Hirnhautentzündung gestorbenen Tochter – aber auch mit Ausschweifungen und Alkoholexzessen setzt sich unaufhörlich fort. Der Film beleuchtet vor allem auch das Verhältnis zu Ediths wahrscheinlich größter Liebe, dem Boxer Marcel Cerdan. Dessen Unfalltod bricht ihr seelisch endgültig das Genick.
Von der Mutter verstoßen, bei zwei Großmüttern und unter anderem im Bordell sowie beim Vater im Zirkus und auf der Straße groß geworden, bleibt sie ein seelisch zerrütteter und stets zwiespältiger Mensch – eine eigentlich arme und verkrachte Existenz mit einer wunderbaren Stimme! In späteren Jahren kommt eine schmerzhafte entzündliche Rheumaerkrankung dazu. Edith entwickelt in deren Folge auch noch eine Schmerzmittelabhängigkeit. Sie begibt sich in mehrere Entziehungstherapien und muß zudem mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Zu allem Unglück erkrankt sie auch noch an Krebs.
Das alles beleuchtet der Film in mehreren Rückblenden aus der Sicht der bald sterbenden Edith Piaf. Der Tiefpunkt ihrer Karriere war sicher ihr Zusammenbruch auf der Bühne, mit dem der Film beginnt und der im Film die Rahmenhandlung der Gegenwart darstellt. Immer wieder schweifen ihre Gedanken zurück und ziehen die Bilder ihres Lebens an ihr vorbei. Und noch einmal gelingt es ihr, sich aufzurappeln. Sie will singen, immer nur singen. Sie weiß, daß sie nur das richtig kann und liebt. In diese Zeit fällt auch der extra für sie komponierte und später zu ihrem größten Hit werdende Chanson „Milord“.
Und so tritt sie in der Schlußszene des Film noch einmal auf, gebeugt vom Rheuma, gezeichnet durch ihren Lebenswandel, schwach, zierlich, die Lippen knallrot geschminkt – eigentlich in diesem Zustand eine groteske und tragische Erscheinung. Sie singt „Non, je ne regrette rien.”
1963, im Alter von 47 Jahren stirbt „la mome piaf.“
Der Film ist schonungslos und tragisch – so wie das Leben der Edith Piaf war. Ein Märchen war ihre Karriere keinesfalls! Ein Film, der den Zuschauer am Ende erst einmal sprachlos zurück lässt . . . .
Der Film: KLICK HIER
Die Schlußszene: KLICK HIER
Beste Weihnachtsgrüße vom Bestatter?
Ist das witzig, makaber – oder einfach nur pietät- und gedankenlos? Aber wahrscheinlich sollte es einfach nichts kosten, wie so oft….
Die Bewohner einer Seniorenwohnanlage in Chemnitz erhielten ein kleines Weihnachtspräsent: Ein aus farbiger Pappe mit Schmuckrand und Schmuckbändchen gestalteter, konisch zulaufender Becher. In diesem steckte ein Waschlappen und – ein Kugelschreiber mit Werbeaufschrift: die Werbeaufschrift eines örtlichen Bestattungsunternehmens.
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Der Tod ist mein Beruf – Gedanken zum Roman von Robert Merle
„Rudolf Lang hat existiert. Er hieß in Wirklichkeit Rudolf Höß (Anm.: nicht mit Rudolf Heß verwechseln) und war Lagerkommandant von Auschwitz.”
So beginnt der Klappentext des Romans „Der Tod ist mein Beruf” von Robert Merle. Rudolf Höß tauchte nach dem Krieg bis zu seiner Hinrichtung unter dem Deckname Franz Lang unter. Mag sein, daß Robert Merle seine Romanfigur aus der Mischung der Namen Rudolf Höß und Franz Lang letztendlich Rudolf Lang nannte.
Rudolf Lang wächst als ältestes von drei Kindern mit zwei Schwestern auf. Der Roman beginnt 1913, Rudolf ist ein Schuljunge und das Buch ist in der erzählenden „Ich-Form” geschrieben. Der Vater ist ein despotisches Familienoberhaupt und ein Glaubenseiferer der schlimmsten Sorte. Mit Befehlsgewalt und drastischen Erziehungsmaßnahmen herrscht er über seine Familie – und nicht nur über die Kinder, sondern auch über die Ehefrau und das Hausmädchen. Früh lernt Rudolf, was einen guten Deutschen ausmacht: Befehle ausführen ohne Widerrede und Pflichterfüllung so gründlich wie möglich. Nur der (katholische) Glaube, der bleibt bei Rudolf nach einem nachhaltigen Erlebnis mit grenzenloser Enttäuschung auf der Strecke. Doch das ist nicht weiter schlimm. Nachdem der Vater verstorben war und in Deutschland eine neue Zeit anbricht, ist der Glauben eh nicht mehr die wichtigste Tugend. Rudolf Lang meldet sich mit knapp 16 Jahren freiwillig an die Fronten des Ersten Weltkrieges, er wird mehrfach ausgezeichnet und befördert. Er entwickelt sich zum gnadenlosen Befehlsgeber, vor allem aber wird er ein bedingungsloser Befehlsempfänger. Nach der deutschen Kapitulation zieht es ihm den Boden unter den Füßen weg und er findet keine Aufgabe mehr im entmilitarisierten Deutschland. In der zivilen Wirtschaftswelt der Weimarer Republik und der großen Armut nach dem verlorenen Krieg ist er mit seinen Ansichten über Pflichterfüllung und Geben und Nehmen von Befehlen fehl am Platz. Schon an Selbstmord denkend erfährt er von der Gründung der Partei NSDAP und der SA. Er begibt sich mit 22 Jahren in die örtliche Parteizentrale. Dort wird er sofort aufgenommen, seine Verdienste im Ersten Weltkrieg und in einem Freiwilligen-Corps lassen ihn endlich wieder einmal Anerkennung erfahren. Und endlich bekommt er wieder eine Uniform. Er ahnt, daß nur hier, über diese Partei und die SA, für ihn der Weg in eine Neue Zeit anbrechen kann und er hier sein System von Pflichterfüllung und Befehlsgewalt wiederfinden wird. Doch noch ist die Zeit nicht reif dafür…
Das Buch ist zwar in der „Ich-Form“ geschrieben, trotzdem strahlt der ganze Roman eine solche Kälte, eine Unpersönlichkeit und seelische Grausamkeit aus – nicht nur bei Rudolf, sondern auch schon in seiner Kindheit in der Familie – daß man, betroffen und erschüttert, das Buch bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Seite legt! Und mit Grausen ahnt man, wie es weitergehen wird. Wäre Rudolf ein Kind unserer heutigen Zeit mit ihrer teilweise unverständlichen Rechtsprechung – als Täter angeklagt der schlimmsten Verbrechen – dann hieße es wohl: „Mildernde Umstände auf Grund einer schlimmen Kindheit und traumatischen Kindheitserlebnissen.“ Doch so leicht machen wir es Rudolf „Lang“ Höß nicht. Und auch der Einwand „Wir haben nur unsere Pflicht erfüllt. Ich hatte Befehle“ kann man so nicht stehen lassen. Fast alle Naziverbrecher haben so oder so ähnlich argumentiert. Die Blindheit gegenüber diesem grausamen Regime ging aber schon viel früher los, als man sich noch hätte wehren können – und dann war es tatsächlich zu spät. Und so tat ein jeder nur noch seine Pflicht auf seinem Posten: grausam, psychisch und moralisch vergiftet, im Glauben nach besten Wissen und Gewissen dem Staat zu dienen.
Doch weiter zur Romanfigur Rudolf Lang: Bei der SA beteiligt sich Lang an Überfällen auf kommunistische Versammlungen und an Sabotageakten im französisch besetzten Saarland. Die schlechte wirtschaftliche Situation in Deutschland und die horrenden Kohleforderungen der Franzosen aus dem besetzten Saarland bescheren der NSDAP und der SA einen gewaltigen Zulauf. Rudolf Lang wird 1924 wegen gemeinschaftlichen Mordes an einem „Verräter“ bzw. an einem Denunzianten zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt, kommt aber nach 5 Jahren auf Grund guter Führung wieder auf freien Fuß.
Rodolf Lang wird in die neugegründete SS aufgenommen. Er bekommt auf Grund seiner Kenntnisse den Auftrag, eine SS-Reiterabteilung aufzubauen. Später kommt er nach Dachau und hilft in der Verwaltung, eines der ersten KZ in Deutschland zu errichten. Später wird er nach Auschwitz befohlen, um das KZ Auschwitz aufzubauen. Nach dem Beschluß zur „Endlösung der Judenfrage“ bekommt er von Himmler persönlich den Befehl, aus Auschwitz ein Vernichtungslager zu machen. Er sei auserkoren, weil er „von einer seltenen Gewissenhaftigkeit sei.“ In geradezu wahnwitziger und perfider Akribie entsteht in Auschwitz ein Lager zur Ausrottung der Juden, das seinesgleichen sucht und – wäre es nicht so makaber – mit einem Betrieb vergleichbar ist. In menschenverachtender Weise spricht man über die zu liquidierenden von „Patienten“ oder von „(Menschen-) Einheiten pro Tag“, die es „zu behandeln“ gilt.
Befehlsausführung und Pflichterfüllung geht ihm über alles. „Unsere Ehre ist die Treue“ – dieser Treue-Eid der SS bedeutet: unbedingter Gehorsam ohne Wenn und Aber! „Alles, was ich im Lager tue, tue ich auf Befehl. Ich bin nicht dafür verantwortlich! Ich bin ein Stück des Räderwerks, nichts weiter.“ Das sagt Rudolf Lang gegen Ende des Romans zu seiner Frau, die enttäuscht und aufgebracht hinter seine Betriebsgeheimnisse kommt. Tatsächlich übernimmt er dann auch für seine Untergebenen die volle Verantwortung bei dem ihm zu erwartenden Prozeß. Umso enttäuschter ist er, daß sich sein Befehlsgeber (Himmler) durch Selbstmord der Verantwortung entzieht.
In einem Film über den Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozeß (Anm.: „Nürnberg – Im Namen der Menschlichkeit“) möchte ein amerikanischer Psychologe herausfinden, was den völlig unterschiedlichen Naturen der Verbrecher-Elite gemeinsam ist. Und er kommt zu der Überzeugung, „Ihnen allen fehlt es an jeglichem Mitgefühl!“ Und so schreibt auch Robert Merle in seinem Nachwort: „Alles, was er (R. Lang) tat, tat er als ein Mann der Pflicht. Und gerade darin war er ein Ungeheuer.“
Der Tod ist mein Beruf: KLICK HIER
Wie die Freie Presse schreibt, wird in Berlin im Zoo ein Knutdenkmal errichtet
Ein Jahr nach dem Ableben von Eisbär Knut im März 2011 soll nun ein Denkmal an Knut erinnern. Gleichzeitig soll das Denkmal auf die Bedrohung der arktischen Tierarten aufmerksam machen.
Zur Erinnerung: Knut, der von seiner Mutter verstoßene Eisbär, lebte von 2007 bis 2011 und war besonders in seinen Kindertagen DER Publikumsliebling. Leider starb er viel zu früh und völlig unerwartet, ebenso wie bereits vor ihm im Jahr 2008 sein Ziehvater Thomas Dörflein.
Vier Jahre ist der Bär also alt geworden und ich möchte seiner gedenken. Da dieser Blog-Eintrag aber kein Plagiat werden soll (eine Doktorarbeit wird es ja auch nicht) – und ich kein fremdes Knutfoto verwenden will – muß ich einen eigenen Eisbär anbieten. Sonst müsste ich vielleicht hinterher bei peinlichen Befragungen rumwulffen! Diesen Bär aus Holz entdeckte ich im Schnee auf dem erzgebirgischen Fichtelberg in Sachsen. Mit etwas gutem Wille kann man Knut erkennen…..
Zum Abschluß der Kommentar eines BILD-Zeitungslesers zum Ableben von Knut im März 2011:
“Knut war ein guter Mensch!”
Wenn das kein Lichtblick in unserer finsteren Welt ist ♥ ♥
Denkmal-Entwurf: KLICK HIER
Anmerkungen: Die oben genannte Plagiatsaffäre bezieht sich auf die Doktorarbeit des ehem. Verteidigungsministers Guttenberg (2011). Und das peinliche rumeiern des Bundespräsidenten Christian Wulff zur Befragung über seinen Hauskredit brachte den Begriff rumwulffen hervor (2012)
Willkommen im „Club” der Alltagsgestörten, wenn Du folgendes auch kennst:
Du ziehst an der Ladentür, wenn „drücken” dran steht.
Du drückst auf (D)einem blauen Fleck herum, um zu sehen, ob’s weh tut.
Du reißt Grashalme ab, wenn Du auf dem Rasen sitzt.
Du spuckst ins Wasser, wenn Du über ein Brückengeländer schaust.
Du guckst auf die Uhr und hast gleich danach wieder vergessen, wie spät es ist.
Du riskierst, lieber alles fallen zu lassen, als zweimal zu laufen.
Du weißt nicht, was Du anziehen sollst, obwohl Dein Kleiderschrank voll ist.
Als Kind bist Du immer nur auf den Gehwegplatten gelaufen, ohne die Linien der Fugen zu berühren.
Du bist überglücklich, wenn Du nachts aufwachst und merkst, daß Dir noch mehrere Stunden bis zum Aufstehen bleiben.
Du stehst an der Kuhweide und sagst instinktiv „muh“. (Das geht auch bei Schafen, nur machen die „mäh“)
Dein mentales Alter verringert sich bei Scheißwetter um 10 Jahre.
Du hast schon mal versucht, alle 4 Farben eines mehrfarbigen Kulis gleichzeitig runter zu drücken.
Du hast schon mal versucht, die Kette eines Einkaufswagens ins eigene Schloss zu stecken.
Du sagst an der Gegensprechanlage „Ich bin’s”.
Als Kind hast Du Dir mit dem Badeschaum einen Bart angepappt.
Du hast schon mal versucht, einen Waschhandschuh mit Wasser zu füllen (das geht auch mit Luftballons).
Wenn Du keinen Empfang hast, hältst Du Dein Handy wie bescheuert nach oben.
Du betatschst einen frisch gestrichenen Gegenstand, obwohl ein Schild „Vorsicht, frisch gestrichen” dran hängt.







