Archiv für März 2012


Gefahr steigt bei gutem Wetter. Verkehrswacht Erzgebirge warnt – 20 Prozent aller Verkehrsteilnehmer sind zu schnell!

 

Siehe dazu den Link zur Freien Presse Chemnitz: KLICK HIER

Es ist natürlich wieder bezeichnend für die Medien, daß beim Thema “zu schnell” die Motorradfahrer fotografisch wirksam in Szene gesetzt werden. Und wieder werden alle, auch die die sich benehmen können, mit über einen Kamm geschoren werden. Sicherlich ist bei den Motorradfahrern der Prozentsatz besonders hoch. Und die Strecke Neidhardtsthal – B 169 bei Hundshübel tue ich mir schon lange nicht mehr an. Der Spuk geht ja schon auf den Einflugschneißen (B 169, B 93) los. Dort tummelt sich leider und vor allem am Wochenende alles, was auf zwei Rädern die Sau rauslassen will – dann aber am Saisonende kaum auf 3000 Schönwetterkilometer kommt. Solchen Bikern verdanken wir Streckensperrungen zum Beispiel in der Sächsischen Schweiz und Debatten über Streckensperrungen zum Beispiel am Kyffhäuser. Dennoch suggeriert das Foto zur Überschrift leider wieder einmal: “Motorradfahrer sind Raser, Biker sind Rowdys”.

Es hätte ja ausnahmsweise mal ein Foto eines PKW-Fahrers mit Handy am Ohr und einer dicken und sichteinschränkenden Hawaii-Girlande am Spiegel sein können. Einer, der nicht oder viel zu spät blinkt. Nur mal so, der Gerechtigkeit halber…..

Siehe dazu auch: KLICK HIER



Eine Motorradausfahrt vom Thüringer Vogtland ins Saaletal zwischen Naumburg und Jena und zurück ins Thüringer Vogtland.

Rückblick Sonnabend: Gestern waren wir zum Tag der Saisoneröffnung, zum Drachenfest bei Kawasaki. Eingeladen hatte unser Kawasakihändler und Werkstatt des Vertrauens auch für Honda VF 750, Frank Sänger in Crimmitschau. Das Wetter spielte mit, es gab Livemusik, Imbiss und Probefahrten. Eines muß man Frank Sänger und seinem Team lassen: sie haben immer ein glückliches Händchen mit den Live-Bands, durch die Bank weg junge Leute mit guter und handgemachter Musik, und Kaffee und Muffins sowie Steak und Roster sind auch immer ausgezeichnet.

Motorradservice Frank Sänger in Crimmitschau

Nach einer ausgiebigen Probefahrt mit der neuen 1000er Versys begaben wir uns auf eine insgesamt knapp 200 Kilometer lange Tour in Westsachsen und im Tal der Zwickauer Mulde. Nach dem morgigen Tag werde ich über 500 Kilometer der neuen Saison plus zwei ausgiebige Probefahrten mit der Kawasaki Versys 1000 und der Triumph Tiger Explorer 1200 hinter mir haben. Dabei ist es erst Ende März. So gut ging eine Saison schon lange nicht mehr los ;-)

Zur Ausfahrt: Es gibt Regionen, die bereist man eigentlich immer wieder gern. Es wird nie langweilig, weil die Gegend so schön und abwechslungsreich ist und voller Ausflugsziele steckt. Und so kam es, daß wir eine Gegend für eine von vornherein zeitlich begrenzte Ausfahrt wählten, die aus denselben Gründen im Herbst eine unserer letzten Touren gewesen ist: Das Saaletal rund um die Dornburger Schlösser bei Jena.

  Herbstausfahrt ins Saaletal: KLICK HIER

Saaletal, Dornburger Schlösser: KLICK HIER

Saaletal, Naumburger Dom: KLICK HIER

Saaletal, Camburg: KLICK HIER

Rund 160 Kilometer sollten es laut Routenplaner werden und die hielten wir auch ein. Die Zeitplanung richtet sich natürlich nach persönlichen Pausenvorstellungen und Ausflugszielen. Wir nutzten die 160 Kilometer einfach nur zum fahren. Pause machten wir am Saale-Ufer im Dornburger Ortsteil Dorndorf-Steudnitz bei Kaffee und Kuchen aus dem Tankrucksack heraus. Diese Art von Picknick, dazu an einem selbstgewählten Pausenplatz unter freiem Himmel, ist uns immer noch die liebste Variante. Den vorgestellten Parkplatz an der Carl-Alexander-Brücke (Viadukt) mit herrlichem Blick auf die Dornburger Schlösser erreicht man übrigens, wenn man in Steudnitz die B 88 auf die Brückenstraße verlässt (KFZ- und Autoteilehandel an der Ecke B 88 / Brückenstraße).

Blick zu den Dornburger Schlössern

Ein Highlight der Tour ist die Etappe zwischen Wetzdorf und Steudnitz. In Trotz bei Eisenberg verlässt man dazu die B 7 auf einer Querverbindung zur B 88 bei Dornburg-Camburg. Auf halben Wege erreicht man Wetzdorf und dort schlägt man – wenn man nicht über Camburg fahren will – die Direktverbindung nach Steudnitz zur B 88 ein. Es ist ein traumhaftes Stück Landschaft und ein fahrerischer Genuss. Aber auch darüber hinaus bietet diese kurze Runde viel Fahrspaß und allerlei Kurzweil. Nicht empfehlen würde ich diese Tour im Berufsverkehr oder im Sonnabend-Vormittag-Hutfahrer-Einkaufsverkehr. Die angeschnittene Ortsdurchfahrt Gera und die Ortsduchfahrt von Jena werden dann schnell zur Plage.

Fahrtstrecke: B 92 zwischen Greiz und Weida, Gasthof Neue Schenke im Neugernsdorfer Ortsteil Neuschenke – Richtung Greiz – Gewerbegebiet Daßlitzer Kreuz, links – Daßlitz, Nitschareuth, Neumühle – Neumühle, nach der Elsterbrücke links – Waltersdorf – am Ortsausgang Waltersdorf rechts – Sorge-Settendorf L 2338 – weiter zur L 2337, links – Trünzig, Seelingstädt, B 175 kreuzen – Richtung Ronneburg – Vogelgesang – Rückersdorf, Reust – nach Ronneburg über die Weidaer Straße – Ronneburg, Ortsdurchfahrt, alte B 7 – alte B 7 / L 1362 in Richtung Gera Leumnitz Flugplatz – Gera Leumnitz, Ronneburger Straße, weiter Straße des Bergmanns, weiter bis Abzweig Bad Köstritz / Eisenberg – B 7 Gera, Caaschwitz, Bad Köstritz …. Eisenberg, Trotz – Trotz, rechts, B 7 verlassen – Rauschwitz, Mertendorf, Wetzdorf – links auf L 2306 in Richtung Dornburger Schlösser / Dorndorf-Steudnitz – Steudnitz, B 88, links – Dorndorf, Dornburg – Richtung Jena – Porstendorf – Kunitz – Jena, Ortsmitte, B 88 in Richtung Rudolstadtt, später B 88 in Richtung Drackendorf, Lobeda, Uni-Klinik verlassen – weiter in Richtung Uni-Klinik halten bis zum Kreisverkehr am Ortsausgang (Erlanger Allee) – Kreisverkehr in Richtung Schöngleina – L 1075, Ilmnitz, Schlöben, Schöngleina – Schöngleina, Ortsmitte rechts halten – Ascherhütte – Richtung Bad Klosterlausnitz, A 9 kreuzen – weiter Hermsdorf in Richtung Großebersdorf – L 1073 bei St. Gangloff, Tautendorf, bei Lederhose – B2 in Großeberdorf Richtung Gera – weiter B 175 in Richtung Weida / Zwickau – Weida – weiter zur B 92 in Richtung Greiz bis zum Ausgangspunkt

Ziele für unterwegs

  • Nitschareuth, Bauernmuseum

  • Reust, Bismarckturm mit Aussicht auf dem Reuster Berg

  • Eisenberg, Altstadt und barocke Schlosskirche (KLICK HIER)

  • Dornburg, drei Schlösser

  • abseits von Wetzdorf, Wasserburg Schkölen

  • Jena-Kunitz, Ruine der Kunitzburg auf dem Großen Gleisberg (nur zu Fuß!!)

  • Jena-Lobeda, Ruine der Lobdeburg (nur zu Fuß!!)

  • Weida, Osterburg (Stammburg der Voigte >>> Vogtland)

Viel Spaß beim Selbsttest ;-)

 



„Was machst Du bei Facebook?“, werde ich gefragt – und ernte Kopfschütteln, Unverständnis oder gar „Mitleid“

Was ich sagen werden will, betrifft nur mich – mich, so WIE ich es handhabe und WARUM ich es so handhabe. Ich meine Facebook. Ich kann nur für mich, nicht für andere sprechen. Ein Plädoyer für Netzwerke und für meine Facebookfreunde.

Aber vorher bitte ich Euch, mal in Ruhe diesen Film anzuschauen, wenigstens teilweise. „Der Hof der wilden Tiere.“ Bitte: KLICK HIER

Ja nun – auf ihre Art besondere und wertvolle Menschen wie Rosi und Dirk Fußbahn aus Norddeutschland kenne ich von Facebook.

Rückblick: Ich war 2006/07 im Internetforum „Passado“. Das gibt es nicht mehr. Soviel zur Anfangszeit. Passado wurde 2007 begraben. Das Folgeforum „Wasabi“ interessierte mich nicht und bei „Wer kennt wen?“ fasste ich keinen Fuß. Es war nicht das Erwartete – und wahrscheinlich hatte ich vorläufig mein Pulver bei „Passado“ verschossen. Und es fehlten Menschen, die mir mittlerweile wichtig im relativen Sinne geworden waren. Und „Stayfriends“ ist eine durchaus mit Berichtigung existierende Schulfreunde-Such- und Registrierseite. Aber mit sehr eingeschränkten Möglichkeiten. Dennoch, gegen Facebook wehrte ich mich die kommenden 4 ½ Jahre . . . .
Bei Facebook bin ich seit Anfang 2012. Ich habe Leute wiedergefunden (wie zum Beispiel die Hauptakteure oben im Filmchen „Der Hof der wilden Tiere“). Diese Leute – nicht nur die Faßbahns aus dem Film – kenne ich seit 2006/07. Mit manchen habe ich auch privat „richtigen“ Kontakt. Einige habe ich auch schon persönlich kennen gelernt. Dieses Kennenlernen war durchweg ein sehr positives Erlebnis! Es sind alles auf ihre Art besondere Menschen. Es sind Menschen aus ganz Deutschland, aus Norwegen, Italien, Österreich, Spanien, Hawaii und Kalifornien dabei. Es sind Menschen jeden Alters und sowohl Männlein als auch Weiblein dabei. Meine „Freunde” sind handverlesen. Manche kenne ich von vor vielen Jahren – von „früher“, wie man so schön sagt. Und plötzlich hat man wieder Kontakt, auch wenn sie am anderen Ende der Welt leben. ICH entscheide, wer meine Seite näher einsehen DARF, wer meine Beiträge und Kommentare lesen DARF, ICH entscheide, wessen Beiträge oder wessen Seite ich SEHEN oder EINSEHEN WILL. Das dargestellte Niveau entscheidet, ob ich jemanden interessant finde. Klasse geht vor Masse, Qualität vor Quantität. Und dabei muß man nicht nur „geschwollen” über Kunst oder Politik palavern. Man kann auch gepflegt und niveauvoll Smalltalk führen oder lustige Konversation betreiben. Das gibt mir zumindest mehr, als abends nach der Spätschicht TV-Schwachsinn reinzuziehen oder Onlinespiele zu veranstalten. Die richtig guten Fernsehsendungen schaue ich nachts 03.00 Uhr, wenn ich wieder mal nach der Nachtschichtwoche nicht schlafen kann :-)   ;-)

Bei Facebook befriedige ich auch mein Mitteilungsbedürfnis und das Bedürfnis, mir sinnvolle Info´s einzuholen, oder auch mal lustig-gepflegt Smalltalk zu führen – als Ergänzung zur Partnerin oder dem Arbeitskollektiv. Und meine Motorradtouren-Homepage bekam ebenfalls eine Facebook-Erweiterung.

Ich habe Kontakt zu Bikergruppen aus dem Osterzgebirge, aus Berlin und aus dem sächsischen Elbland. Ich habe Kontakt zu einem Berliner Motorradfahrer, den ich schon an der Räuberschänke in Hartha bei Oederan kennen gelernt habe. Meine Schwester ist froh, daß jemand mit einem halben Auge schaut, was ihre Tochter (meine Nichte) im Netzwerk so treibt (nichts Schlimmes jedenfalls!) und ich habe Kontakt zu drei Bewohnern eines befreundeten Kinderheimes im Erzgebirge. Erst gestern wieder hatte ich eine Debatte mit einem Mädchen, die ganz froh darüber war, sich mal mit einem Erwachsenen zu „unterhalten” – aber eben nicht als Gesprächspartner ihre Eltern oder die Erzieher vor sich zu haben.

Ich habe die Beiträge verschiedener sächsischer Tourismusregionen, niveauvoller Fernsehsender und regionaler Tageszeitungen (FP, OTZ) abonniert. Das heißt, ich kann denen ihre Seiten einsehen und Beiträge lesen.

„Was ist nun anders als telefonieren oder E-Mails schreiben?“, könnte man fragen. Ich kann bei Facebook spontane Beiträge von öffentlichen Seiten (siehe den Satz zuvor) einsehen, lesen und kommentieren oder diskutieren. Das ist teilweise interessant, teilweise nicht der Rede wert. Ich MUSS ja nicht! Gestern habe ich zum Beispiel einen Beitrag über eine gestern absolvierte Testfahrt mit der Triumph Tiger Explorer (ein Motorrad) bei Facebook reingestellt – das hat die oben erwähnten Bikergruppen natürlich gefreut und man kann darüber diskutieren – unter mehreren Diskussionspartnern gleichzeitig.

Ich kann private Beiträge lesen, erstellen, kommentieren oder diskutieren. Und das mit mehreren Personen gleichzeitig oder zeitversetzt. Je nachdem, wie es mir meine Zeit erlaubt, reinzuschauen – oder wie die Zeitverschiebung (zum Beispiel Hawaii oder Kalifornien) es erlauben. So schnell und so einfach geht es mit dem Telefon oder E-mail nicht. Alles unter der Maßgabe MEINER eingestellten Richtlinien der Freigabe MEINER Seite und meiner Beiträge, oder derer die ich sehen will. Ich muß nicht sehen oder preisgeben, was ich nicht will. Und für ganz private Dinge gibt es die Möglichkeit einer privaten Nachricht, die NUR der Empfänger liest. Noch privater ist dann eine E-Mail oder das Telefon. Aber diese Daten bekommt nicht jeder, auch die handverlesenen Facebook-Freunde nicht. Aber ein paar mir wichtige Personen und langjährige Freunde (zum Beispiel in Berlin, Wien, Babenhausen und andere) haben sie.

Was machen Eltern, wenn ihre Kinder mal mit diesem Thema kommen? Sie kennen die Einstellung und durch Vorurteile geprägte Meinung der Mutter oder des Vaters. Im dümmsten Fall sagen sie es dann gar nicht und machen es heimlich. Das nenne ich auch nicht unbedingt einen Vetrauensbeweis!
Die Medien behandeln Facebook auf ihre Weise. Nicht immer fair, aber polemisch und quotenbringend. Daran schuld sind auch ein paar Idioten, die sich dort tummeln – oder einfach nur unwissende Nutzer des Netzwerkes, die für Schlagzeilen sorgen. Und bei Facebook selbst (als Unternehmen) passieren nicht mehr Pannen als im Autohaus um die Ecke, bei der Telekom, bei der Deutschen Bahn oder dem Versandhandel Deines Vertrauens.



Eine Probefahrt mit der neuen Triumph Tiger Explorer und eine schöne Ausfahrt ins Zschopau-Tal im Mittleren Erzgebirge und im Landkreis Mittelsachsen

Es gibt zur Zeit nicht viele Motorradmodelle, die mir gefallen. Vom Design her nicht und vom Preis her auch nicht. So bitte und bete ich darum, daß meine gute “Dicke”, die seit zehn Jahren zugelassene Kawa ZRX-1100 ewig lebt. Oder zumindest noch recht lange. Anders meine erste Reaktion bei der Ende 2011 vorgestellten und für 2012 eingeführten Triumph Tiger Explorer. Ein Anruf beim Triumph-Händler folgte und vormerken lassen für eine Probefahrt. Daß es dann so schnell ging, wir haben ja gerade Mitte/Ende März, überraschte dann doch. Aber warum nicht? Und der Wettergott war mir einen Tag nach Frühlingsanfang wohl gesonnen :-)

Ich gebe es zu, ich war aufgeregt. Dabei fahre ich jedes Jahr irgendein anderes Leih- oder Vorführmotorrad. Sei es, wie es sei:  11.00 Uhr war ich beim Triumph-Händler “Zweirad-Böttger und Marco Budach” in Chemnitz verabredet. Und da stand sie vor mir: Eine Tiger Explorer, Straßen-Enduro, Reise-Enduro, Adventure-Bike – nennt es, wie Ihr wollt. Respekteinflößend, hochbeiniger und scheinbar schwerer als meine “Dicke”, die an sich auch schon ein Eisenschwein ist. Das hochbeinigere bestätigt sich beim Aufsitzen, das Gewicht ist Einbildung. Es gibt kaum einen Unterschied. Nur der Schwerpunkt liegt höher.

Zweirad Böttger/Marco Budach, Chemnitz: KLICK HIER

Ich lasse mir die Maschine erklären und starte. Als Vierzylinderfahrer habe ich eine Abneigung gegen Zweizylindermotoren. Aber für den als goldenen und relativ seltener anzutreffenden Dreizylinder-Mittelweg-Kompromiss könnte ich mich durchaus entscheiden. Der Motor (1215 ccm, 137 PS und 121 Nm) vereint die Vorteile und das Emotionale der jeweiligen Zwei- oder Vierzylindermotoren – und er klingt herrlich, ohne nervend zu schreien, ohne choppermäßig wie eine Lanz Bulldog zu rütteln und ohne zu klappern und zu rasseln wie ein Ducati.

Aber lange Rede kurzer Sinn: erst mal schnell die Stadt verlassen, über den Chemnitzer Südring erreiche ich die Augustusburger Straße und schlage Richtung Erzgebirge ein.  Die Augustusburg rückt in mein Blickfeld. Leider bildet sie bei dem wolkenlosen und milchigen Himmel keinen schönen Fotohintergrund. Also fahre ich an der Drahtseilbahn-Talstation vorbei und nehme die ersten Serpentinen des Tages in Angriff. Allmählich habe ich Vertrauen zu der Maschine, die sich mit ihrem breiten Rohrlenker und der angenehm aufrechten Sitzposition erstaunlich handlich und agil fahren lässt. Der Kniewinkel ist entspannt und die Lastwechselreaktionen des Kardans…. eigentlich gibt es gar keine Lastwechselreaktionen. In diesem Fall könnte ich mich sogar für einen Kardan entscheiden. Und das will als “Kette-Fahrer” etwas heißen! Also wie gesagt – die Serpentinen von Erdmannsdorf nach Augustusburg hinauf. Auf dem Skihang rechts tummeln sich Skifahrer im letzten Rest Schnee und frönen ihres Lasters. Ich habe meins, ein viel schöneres obendrein. An der Augustusburg vorbei geht es auf der anderen Seite des Ortes die engen und steilen Serpentinen ins Zschopau-Tal nach Hennersdorf hinab. Die überdachte mittelalterliche Holzbrücke soll als Ersatz für die Augustusburg ein schöner Fotohintergrund sein und dort will ich mir die Maschine auch mal in Ruhe vorknöpfen. Doch vorher muß ich noch den Zug der Erzgebirgsbahn vorbei rauschen lassen, denn genau an der Brückeneinfahrt ist ein Bahnübergang – zum Glück mit Schranke und roter Ampel, denn von der anderen Seite würde man sofort aus der Brücke heraus auf den Gleisen stehen.

Triumph Tiger Explorer vor der überdachten Holzbrücke in Hennersdorf / Erzg.

Ich stelle mich am Zschopau-Ufer in der Buswendeschleife nahe der Brücke in den Schatten, schalte die Zündung aus und grinse genüsslich vor mich hin. Erster Eindruck: bitte mehr davon ;-)   Aber noch etwas verlangt, daß ich nun endlich mal zum Stehen komme. Nein, nicht pinkeln – und rauchen auch nicht. In meinem Halstuch hängt ein langes, rötlich-brünettes Haar. Das wedelt der Fahrtwind permanent unter den Helm, so daß es mich an der Nase und am Kinn kitzelt. Ich weiß zwar nicht, wie es an mein Halstuch kommt, aber ich weiß, von wem es ist ;-) So als wollte es mir stellvertretend für seine Besitzerin sagen: “Du, ich wäre auch gern mitgefahren!”

Ich betrachte die Maschine: touren- und reisetauglich ist sie, dazu auch geeignet abseits schöner glatter Teerstraßen. Ins Gelände würde ich dennoch nicht fahren. Aber Pflasterstraßen oder unbefestigte Wege sollten kein Problem sein. Sie kommt auf einer gemäßigten Reifengröße daher (110/80R19 vorn und 150/70R17 hinten) Das macht die Maschine handlich und hält die Reifenkosten überschaubar. Vorn ist eine kräftige 46er Upside-Down-Gabel mit einstellbarer Federvorspannung, hinten ein Zentralfederbein mit von außen per Handrad über Hydraulik einstellbarer Federvorspannung und weiterhin einstellbarer Zugstufe. Hydraulisch betätigt wird auch die Kupplung, das ABS ist bei Bedarf abschaltbar. Vorn gibt es eine Doppelscheibenbremse, hinten eine einfache Scheibe. Die Maschine kommt mit Seiten- und mit Hauptständer daher – das würde man sich heutzutage gern bei kettengetriebenen Tourern wünschen. Komplett installiert sind die Haltevorrichtungen für ein Gepäcksystem, schön straff und sicher auch nicht unangenehm für Mitfahrer die Sitzbank. Diese wiederum lässt sich in der Höhe variieren, genauso wie das Windschild verstellbar und die Kupplungs- und Vorderradbremshebel einstellbar sind: das Windschild in der Höhe und die Hebel an die Fingerweite. Zudem befindet sich unter der Sitzbank ein ausreichend großes Staufach und die Bordelektrik.

Triumph Tiger Explorer (Details)

Die Bordelektrik (Batterie, Lichtmaschine, Scheinwerferlicht) kann man getrost als üppig proportioniert bezeichnen. Sie erreicht schon fast PKW-Niveau. Außerdem kommt die Explorer mit Zusatzscheinwerfern daher, die durchaus auf Grund ihres Lichtkegels als Nebelscheinwerfer zu bezeichnen sind. Den Motor bzw. die Krümmer der Drei-in-Eins-Auspuffanlage schützen Sturzbügel und ein Unterfahr- bzw. Steinschlagschutz. Der Tank fasst 20 Liter Superbenzin für Reichweiten um die 300 bis 350 Kilometer. Der umfangreiche Bordcomputer bietet allerhand Spielereien, nützlich sind vor allem zwei Tageskilometerzähler, eine Restreichweitenanzeige, die Uhr und ein Außenthermometer. Wegfahrsperre ist heutzutage Standart. Außerdem bietet die Explorer eine Reifenluftdruckanzeige und einen Tempomat. Der Tempomat ist zum Beispiel auf Autobahnetappen sinnvoll. Weniger, um die Geschwindigkeit nicht zu überschreiten, sondern weil da auch die rechte Hand vom Gas genommen werden kann, ohne daß man abrupt mit Drehzahlabfall zu kämpfen hat. Warum man das tun sollte? Naja, zum Beispiel, um brünette lange Haare aus dem Helm zu zupfen ;-)   Ebenfalls ein sinnvolles Detail ist eine Blinkerschalterrückstellung, ähnlich der bei PKWs. Nur funktioniert sie bei der Explorer nicht mechanisch, sondern elektronisch. Dazu muß man erst ein paar hundert Kilometer gefahren sein, damit die Elektronik sich das Blink- und Lenkverhalten des Fahrers und der Maschine abspeichern kann. So habe ich das zumindest verstanden…

Tja, was ist nun der Knackpunkt nach soviel Lob? Der Preis! Denn 13.000 € und paar Zerquietschte sind kein Pappenstil. Dafür bekommt man jedoch ein top ausgestattetes und mit sinnvollem Zubehör bestücktes Reise-Enduro. Aber 13.000 € lassen sich mit meinem Lohnschein nicht so recht aus einer Laune heraus ausgeben.

Und hier noch paar Angaben zu der schönen Kurzstrecke im Zschopautal

Chemnitz, Neefestraße, Südring, Augustusburger Straße – Erdmannsdorf (Serpentinen) – Augustusburg – (Serpentinen) Hennersdorf – Holzbrücke, Zschopautal – Erdmannsdorf – Flöha – B 173 und B 180 (Serpentinen) – Frankenberg OT Altenhain – Altenhainer Höhe – “Äppelweg” nach Braunsdorf (Serpentinen und Blick zur Augustusburg einerseits und zum Schloss Lichtenwalde anderseits) – Lichtenwalde, Lichtenwalder Höhe – zur B 169 – Chemnitz

 




MZ-Ersatzteilversandtasche für Kleinteile von vor 1989

Nach 22 Jahren Gesamtdeutschland ging sie wahrscheinlich auf ihre letzte Reise – eine MZ-Ersatzteilversandtasche für Kleinersatzteile aus DDR-Zeiten, bedruckt vom VEB Papierverarbeitung Wittenberg. Unser Kawasakihändler Frank Sänger und Werkstatt des Vertrauens auch für meine “befreundete Honda” nutze sie letzte Woche zur Zusendung eines Kleinteiles.

Ersatzteiltasche

Siehe dazu auch “Motorradfahren in der DDR”: KLICK HIER

Im Jahr 2010 kaufte ich mir in meinem neuen Wohngebiet in Chemnitz-Kapellenberg eine Garage. Eine Garage einer seit den 1980er Jahren bestehenden Garagengemeinschaft. Einer der Schlüssel war an einer Schlüsseltasche von damals befestigt. Nicht nur, daß der Schlüssel ein Unikat ist – es ist ein Schlüssel eines damaligen “Sicherheitsschlosses”, so einer mit diesem dreikantigen Schlüsselbart. Aber etwas Besonderes ist auch die Tasche. Viel Werbezierrat gab es ja in der DDR nicht. Und wenn, dann geschah es oft in Privatinitiative. Hier ist es ein Goldprägedruck des “Motorsport-Clubs (MC) des VEB Barkas-Werk in Karl-Marx-Stadt”.

Schlüsseltasche



Eine empfehlenswerte und nachahmenswerte Runde für eine erste Ausfahrt im neuen Jahr

Unterwegs im Vogtland Westsachsens und Ostthüringens, im Landkreis Zwickau sowie an den Flussläufen von Weißer Elster, Zwickauer Mulde und Göltzsch.

Sonnabend: da ist es wieder, dieses plötzliche Grinsen im Gesicht, das Leuchten in den Augen und das Abfallen aller irdischer Last – wenn der Kawa-Reihenvierer im Einklang mit dem 4-Zylinder-V-Motor der Honda blubbernd, donnernd oder polternd, je nach Gemütslage, zum Leben erwachen. Das kann nur jemand verstehen, der das auch versteht.

Am Sonnabend-Spätnachmittag wurden die Batterien eingebaut. Eher ging es leider nicht. Und dabei ist das Thema Motorrad für dieses Wochenende noch einmal gehörig ins Wanken geraten – eines kleinen Bauteils an einer der beiden Batterien wegen. Ein Bauteil, das man nicht unbedingt daheim auf Lager hat und welches auch die am Sonnabend 18.00 Uhr noch geöffneten Geschäfte kaum vorrätig haben – auch nicht die Baumärkte. Also mussten wir ganz schnell improvisieren. Das verloren geglaubte Teil in den Abmaßen von etwa 2x5x8 mm fand sich dann nach(!) unserer Improvisation doch noch an. Gut zu wissen, daß es wieder da ist. Jetzt müssen wir uns nur merken, wo wir es in der Garage hingelegt haben. Denn der nächste Batterie-Aus- und Einbau kommt bestimmt……

Sonntag: eigentlich waren Wolken und Regen angesagt. Soll unser Start jetzt noch scheitern? Viele Biker sind schon unterwegs und uns kribbelt es in den Fingern und im Hintern. Anderseits, manche fahren erst ab April oder gar Mai. Was ist denn das für ein Reflex? So unlogisch kann ich gar nicht denken. April … Mai, geht´s noch? Aber zurück zum Sonntag: 160 km und drei Fahrtstunden später  sind wir glücklich. Eine herrliche Motorradrunde durch Ostthüringen-Westsachsen-Vogtland haben wir hinter uns. Und was das Wetter anbelangt – das heutige leicht durchwachsene Wetter war uns sogar lieber als gestern der Sonnenschein. Denn der war gleich bissel ungewohnt heftig. Es reicht schon,  wenn sich plötzlich wieder Muskelgruppen in Po und Oberschenkeln zu Wort melden, die man seit Oktober nicht beansprucht hat.  

Göltzschtalbrücke

Treffpunkt und Start ist an der Grenze Thüringens und Sachsens im Vogtland zwischen Mylau, Netzschkau und Greiz. Im Tal des Flüsschens Göltzsch nahe der Brücke und der Ketzelsmühle ist ein großer Parkplatz und einen Imbiss gibt es bei Bedarf auch. Sehenswert sind die weltgrößte Ziegelsteinbrücke und das techn. Museum Ketzelsmühle. Auch der Fesselballon ist wieder vor Ort und lässt ganz Wagemutige den Blick aus 200m Höhe auf das Tal und die Brücke genießen.

Wir starten die Tour wie folgt: Göltzschtal in Richtung Greiz – Greiz in Richtung Gera, Zeulenroda, Schleiz auf der B 92 / B 94, weiter auf der B 94 in Richtung Schleiz bis Zoghaus, dort die B 94 nach rechts verlassen – Langenwetzendorf, rechts – Daßlitzer Kreuz, links – B 92 in Richtung Gera, Weida – Wildetaube, Wittchendorf, weiter bis Kreuzung “Fortuna” – B 175 in Richtung Werdau, Zwickau – Chlodra, Zickra, Berga (Elstertal) – Kleinkundorf, Zwirtschen, Seelingstädt, Chursdorf, Langenbernsdorf – B 175 verlassen in Richtung Crimmitschau – Langenhessen, Neukirchen, Abzweig und Kreisverkehr in Richtung Zwickau – Dänkritz, (“Dänkritzer Schmiede“) – Zwickau, Crimmitschauer Straße, Weißenborn, zur Jahnstraße, zur Leipziger Straße stadtauswärts – Crossen, Oberrothenbach, Schlunzig (Beginn des malerischen Mülsengrundes)

Klatzschmühle im Mülsengrund

weiter: Mülsen (Niedermülsen, Thum (Eiscafe), Stangendorf, St. Micheln, St. Jacob, B 173 kreuzen, St. Niclas, Ortmannsdorf, Neuschönburg) – weiter geradeaus zur S 255 (“Hohe Straße”) in Richtung A 72 Hartenstein – bei Thierfeld, bei Raum – Hartenstein (Schlossruine, Burg Stein, Schloss Wolfsbrunn mit Park, empfehlenswerter Freiluft-Imbiss am Bahnhof nahe der Burg Stein)

Hartenstein, Marktplatz mit Paul Fleming-Denkmal

Hartenstein, Burg Stein

weiter: Hartenstein (Muldetal) – OT Stein – in Richtung Langenbach – Langenbach / Langenweißbach, rechts – Grünau – Wildenfels (Schloss Wildenfels)

Schloss Wildenfels

weiter: Wildenfels – Schönau – B 93 in Wiesenburg/Wiesen kreuzen – Wiesen, Kirchberg, bei Wolfersgrün, bei Hirschfeld (Ortsumgehung oder Ortsdurchfahrt je nach Wahl) – zur S 293 Lengenfelder Straße bis Lengenfeld – in Lengenfled, B 94, rechts in Richtung Reichenbach – zwischen Lengenfeld und Schönbrunn die B 94 nach links verlassen (Göltzschtal) – bei Wolfspütz, Weißensand, Schneidenbach, Mühlwand – Mylau (Schloss Mylau), B 173 versetzt (links … rechts) kreuzen – weiter in Richtung Greiz: Ankunft Göltzschtalbrücke

Streckenlänge: 160 Kilometer, kaum Schwierigkeitsgrade, geeignet für Anfänger oder für den Saisonbeginn, abwechslungsreich und kurzweilig

Fahrtzeit: 3 Stunden ohne Aufenthalte

viel Spaß beim Selbsttest ;-)

 



Wem Wandern zu langweilig ist…. Tips aus der Freien Presse Chemnitz vom 17.03.2012

Ein (hoffentlich) nicht ganz ernst zu nehmender Ratgeber für Reise und Erholung in der Freien Presse vom 17.03.2012. Vorgeschlagen werden “Mountainbiking auf der Straße des Todes in Bolivien”, “Vulkan-Boarding in Nikaragua”, “Bungee-Jumping vom Hubschrauber in den Vulkankrater” und so weiter. Da werden Freizeitaktivitäten vorgeschlagen, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Muß man denn immer den letzten Kick Adrenalin haben? Der Blick für´s Einfache und die Freude auch an kleinen Dingen gehen dabei völlig verloren. Das kann zur Sucht ausarten – und es kann nicht mehr zu kontrollierende Nebeneffekte hervor rufen.

Beispiele? Bitte:

Beim Zugspitzlauf Anfang 2010 erfrieren Teilnehmer, weil sie zu blöd sind, sich der Witterung in 3000 m Höhe gerecht anzuziehen.

Eine 22-jährige Australierin reist nach Simbabwe, um einen 111 m tiefen Bungee-Sprung zu absolvieren. Leider reißt das Seil….

Auf einem Jahrmarkt lassen sich die Fahrgäste einer Gondel an einem 60 m hohen Mast ungebremst in die Tiefe stürzen. Die Bremswirkung soll erst kurz vor dem Boden einsetzen. Was sie dann leider in einem Fall eben nicht tat….

Im Jahr 2011 erfrieren vier sächsische Skiurlauber in Norwegen, weil sie die Warnungen eines Einheimischen verhöhnten und den gut gemeinten Rat in den Wind schlugen!

Wieviel Kick brauchen wir – und ist nur derjenige richtig hipp und up-to-date, der alles mitmacht, ohne nachzudenken? Welcher Zwang steckt da dahinter? Wenn etwas passiert, dann ist das Geschrei nach Verantwortlichen, nach Schuldigen und nach Ärzten groß. Warum wurden wir nicht gewarnt? Ja, hallo – wo ist denn der eigene gesunde Menschenverstand? Daß man das Risiko selbst gesucht und herausgefordert hat, ist dann ganz schnell vergessen.

Unvernunft, Plemmplemm oder Größenwahn? KLICK HIER

Hai-Angriffe im Roten Meer und vor Australien: KLICK HIER

vier tote Skiurlauber in Norwegen: KLICK HIER



Sexentzug führt zu Alkoholmißbrauch!

Sex und Saufen geht nicht zusammen – jedenfalls nicht, wenn man es gut und intensiv betreiben will. Also ist der Spruch von “Meine sieben Hobbys: Sex und Saufen” gelogen!

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, daß der Sex bei Fruchtfliegen einen Botenstoff des “Befriedigungssystems” an das (Fliegen-)Gehirn sendet, der die Fruchtfliege glücklich sein lässt. Wohlbemerkt: bei Fliegenmännchen. (Allein ein Fliegenmännchen zu erkennen, fiele mir schon schwer!). Sexentzug dagegen bewirkt einen Mangel dieses “Ich-bin-glücklich”-Botenstoffes. Wenn MANN keinen Sex bekommt, beginnt er, um glücklich zu sein, zu saufen. Wo macht Fruchtfliegenmann das? Sicher im Obst und dessen gärenden Säften. Klug, der Mann! Ist er erst mal dicht, braucht er sich über seine abweisende Alte (oder hat er gar keine?) keine Gedanken mehr machen. Die Lust auf Sex steigt erst wieder, wenn der Botenstoff “Ich-bin-glücklich” im Gehirn nachlässt. Und FRAU hat ihn damit auch in der Hand: “Was, du hast schon wieder aus der Birne den Alkohol genascht? Du hast eine Fahne!” Und ein standhafter Liebhaber ist MANN im angefederten Zustand meist auch nicht. Also kann Fliegenfrau darauf verzichten. Und letztendlich gönnt sie dem Mann auch nicht, doppelt glücklich zu sein, also Sex und Saufen.

Das ist doch wie im richtigen Leben, oder?

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ER: “Schatz, hier ist Deine Migränetablette!”
Sie: “Aber ich habe doch gar keine Migräne . . . “
ER: “Nicht? Na dann . . . “    ;-)    :-)




An einem zeitigen Morgen im März 2012



Heute ist “Pi-Tag”!   Was für´n Ding, “Pi-Tag”?

Wir hatten dieses Jahr schon die “Drei Heiligen Könige”, “Mariä Lichtmess”, “Valentinstag”, den ganzen Karnevals-Zinnober, “Frauentag” – weiterhin den vergessenen “Tag der NVA” sowie vielleicht paar völlige unbekannte Tage des Gedenkens an sonst was. Demnächst kommt der “Tag der Rückengesundheit” und der “Weltverbrauchertag”. (Ich will gar keine Welt verbrauchen…) Und heute ist Pi-Tag!

Pi, die kleine Zahl hat es in sich. Wer sich erinnern kann, diese Zahl beschreibt das Verhältnis von Kreisdurchmesser und Kreisumfang. Wann immer Berechnungen des Kreises oder Zylinders nötig sind (Umfang, Durchmesser, Flächen- oder Rauminhalt), da ist “Pi” unabkömmlich. auch wenn “Pi” immer eine ungenaue Größe sein wird. denn die Dezimalzahl ist den meisten nur bis 3,14 bekannt. Manche erinnern sich vielleicht, daß es mit 3,1415 weitergeht. Ein Chinese merkt sich über 67.000 Stellen nach dem Komma und ist damit Weltrekordhalter. Tatsächlich sind zurzeit circa 5.000.000.000.000 Nachkommastellen berechnet. Logisch, daß so eine wichtige und gleichzeitig immer ungenau bleibende Zahl einen “Tag” bekommt. Aber sicher rechnet schon jemand an der nächsten Stelle nach den oben erwähnten 5.000.000.000.000 Stellen! Es tut Not! Denn immer nur “Pi mal Daumen mal Fensterkreuz” ist und bleibt eine Rechnung mit ungenauem Ausgang.

 Prost “Pi” zu Deinem Ehrentag, und weiterhin alles Gute :-)    


März 2012
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