Eine Motorradtour nach Naumburg und Besuch des Doms

Mitte Juli 2010 wählten wir als Tourziel Naumburg aus. Die mittelalterliche Stadt war schon zweimal Etappenziel bei Motorradtouren in den Harz. Diesmal sollten Naumburg und der Dom vor allem selbst Ziel sein. Touristisch interessant sind die Straße der Romanik und die jeweiligen Orte. Die Tourismusstraße besteht aus einer Nord- und einer Südroute und erstreckt sich zwischen dem Saale-Unstrut-Land, dem Kyffhäuser und Magdeburg. Völlig andere historische und  kulturgeschichtliche Tourismusziele erschließen sich hier – im Vergleich zum heimatlichen Erzgebirge/Vogtland. Geschichtlich interessante Orte und bautechnisch interessante Bauwerke finden sich hier zuhauf.

Schon sehr lange vor dem Ziel rückt der Dom immer wieder mal bei unserer Fahrt aus Richtung Zeitz in unser Blickfeld. Der imposante Dom St. Peter und Paul stammt aus der Spätromanik. Ehemals katholisch, wurde der Dom ab Mitte des 16.Jh. evangelischer Bischofssitz. Mit Besitzübergang nach Kursachsen wurde der Bischofssitz aufgelöst.

Heute ist der Dom eines der bemerkenswertesten und bedeutendsten Bauwerke seiner Zeit. In Naumburg gibt es darüber hinaus aber noch mehr zu entdecken.

Naumburger Dom, Domplatz

im Naumburger Dom

im Naumburger Dom

Nach dem Dombesuch gab es ein feines Eis zu schlecken. In der Gasse zwischen der Wenzelskirche und dem Domplatz konnten wir mit Blick auf den Dom unseren Gedanken übers Mittelalter nachgeben und dabei etwas Flair der Naumburger Altstadt genießen.

Blick von der Eisdiele zum Naumburger Dom

Um nun zu unserer wohlverdienten Kaffeepause zu kommen und die Tankrucksäcke von mitgebrachten Leckerein zu befreien, fuhren wir aus dem Ort raus. Ich kannte da einen Platz mit Blick nach Freyburg, hinüber zum Schloß und den Weinhängen der Unstrut, die hier in die Saale mündet.

Pausenplatz zwischen Naumburg und Freyburg

Spätestens hier hatte ich große Lust, weiter gen Westen zu fahren, an der Unstrut entlang, nach Memleben und Nebra und weiter zum Kyffhäuser. Es stehen immer noch Ballenstedt, der Große Auerberg und die Burg Falkenstein im Harz auf meinem Vorhabenszettel. Ach, ich liebe diese Region. Aber wir mußten heim. Und die Heimfahrt war dann auch wieder schön. 200 km hatten wir unter den Rädern und waren glücklich und zufrieden mit dem Tag.  

Tourtip für Motorradfahrer:

Start in Greiz, Zentrum – Neumühle, Teichwolframsdorf, Trünzig, Seelingstädt – Reust (Bismarckturm) – Ronneburg, Zentrum – Großenstein, Baldenhain, Pölzig, Kayna, Geußnitz – weiter zur B 180:  Zeitz (Moritzburg sowie unterirdische, mittelalterliche Stadtkeller) – Kretzschau – Meineweh – A 9 kreuzen – Wethau – B 180 / B 87 – Naumburg (Dom, Wenzelkirche, Altstadt, Saale-Unstrut-Region) – B 180 weiter in Richtung Freyburg bis hinter Roßbach – Pausenplatz am Radweg rechter Hand  – zurück nach Naumburg – B 88 (in Richtung Jena) – bei Keiligenkreuz (im Ort Motorradfahrverbot an Sa/So/Fei) – Leislau – B 88 hinter Camburg verlassen – Frauenprießnitz, Wetzdorf, Rauschwitz – Trotz, B 7 kreuzen – bei Bad Klosterlausnitz, A 9 kreuzen – Bad Klosterlausnitz – Tautenhain – Bad Köstritz (Schwarzbier) – B 7: Köstritz in Richtung Gera – Gera – Ronneburg – Reust – Seelingstädt – B 175 in Richtung Berga – Berga – Zickra, B 175 verlassen – Hohenölsen – B 92 – Wildetaube, bei Daßlitz, Gommla – Greiz

viel Spaß beim Selbstest


2 Kommentare zu „Der Naumburger Dom, 2010“

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