Zur Absicht der EU, Diesel höher zu besteuern
Da kauft man sich als Vielfahrer und Berufs(!)pendler ein Dieselauto, um kostengünstiger unterwegs zu sein. Der Kostenvorteil fährt sich aber erst nach einigen Jahren wieder ein. Und jetzt kommt´s: es gibt kaum einen Verbraucherbereich, wo man sich im Vorfeld sicher sein kann, richtige Gedanken zu Grunde zu legen. Es gibt für beinahe keinen Bereich des Lebens, der in diesem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem so etwas wie Planungssicherheit bietet. Und die Politik hat da eine große Aktie dran!
Diesel ist energiereicher, deshalb soll ich höhere Energiesteuer bezahlen. Bezahle ich als Dieselautobesitzer nicht schon höhere KFZ-Steuer und höhere KFZ-Haftpflichtversicherung? E10-Wundersprit enthält weniger Öl als herkömmliches Super, da mehr Äthanol – und es ist weniger energiereich. Aber mitnichten bezahlt man für E10 weniger Energie- und Mineralölsteuer als bei herkömmlichen Super. Also lautet ein Steuergesetz zugunsten des Staates: Hoch geht immer, runter nimmer. Ich warte schon auf die Besteuerung der Sonnenenergie . . .
Es wird höchste Zeit für alternative, brauchbare, bezahlbare und alltagstaugliche Antriebskonzepte. Für alle, die mit dem Handel von Ölprodukten zu tun haben (insbesondere Heizöle und Verbrennungskraftstoffe in Fahrzeugen und Kraftwerken), für all jene ist dies eine “Lizenz zum Geld drucken”. Und so lange, wie auch nur mit noch einem Tropfen Öl Geld zu machen ist, so lange wird weiter alle Entwicklung verschlafen – sehr zu Lasten der Verbraucher.

"kk": könnt´ kotzen
Interessant ist auch, wie immer nur einzelne Gruppen für Repressalien auserkoren werden. Somit denkt immer der Rest des Volkes: “Uff, mich betrifft es diesmal nicht.” Aber es ist jeder einmal dran – und dann geht die Runde von vorn los. Die Steuer- und Einnahmenpolitik ist erfinderisch. Mal sind es die Autofahrer, mal die Raucher. Mal sind es die “Hartzer”, mal die Kinderlosen, mal die Mieter und so weiter. Mal sind es die Ölheizungsbesitzer, mal die alternativ Heizenden. Mal sind es Pendler, mal Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs.
Dabei ist besonders verwerflich, wie ohnehin bestehende Spannung ausgenutzt und aufgebauscht werden und wie gegensätzliche Gruppen geschickt miteinander ausgespielt werden. So zum Beispiel die Autofahrer (PKW, Diesel und LKW) und die Motorradfahrer, die Raucher und die Nichtraucher, die Kinderlosen und die Familien bzw. die Kinderreichen. Die Mieter und die Vermieter und unter denen wiederum die Besitzer von MFH oder EFH. Die arbeitende und teilweise geringverdienende Bevölkerung gegen Arbeitslose und „Hartzer“. Nur eines scheint neben der vordergründigen Absicht, Geld für den Staat zu beschaffen, nicht von Interesse zu sein: Probleme wirklich zu lösen oder einmal anders anzugehen als mit den alten und mehrfach gescheiterten Mitteln.