Der “Glück-Auf-Turm” auf der Abraumhalde des Karl-Liebknecht-Schachtes
Schon lange vor uns hergeschoben, wurde dieses Ausflugsziel im Dezember 2009 ganz spontan Wirklichkeit. Von der A 72 von weitem zu sehen: Der Stahlturm “Glück-Auf” bei Oelsnitz/Erzg.
Der Oelsnitzer Glück-Auf-Turm
Der Turm auf den Abraumhalden des ehemaligen Steinkohlebergbaus befindet sich vom Zentrum Oelsnitz´s in Lichtensteiner Richtung. Die innerörtlichen Wegweiser sind recht klein und unscheinbar, aber es gibt sie. Ebenso unscheinbar ist der (Wanderer-)parkplatz und erst recht der eigentliche Wanderweg. Tip: Vom Parkplatz aus vor der Fechtsporthalle links abbiegen. Es ist ein Weg, der einer Abbraumhalde würdig ist. Also bei Sauwetter lieber meiden. Auch die in die Landschaft getrampelte Abkürzung ist nicht besser.
Der Aufstieg zum Turm
Eine Besonderheit fällt aber schon auf, da haben wir den Turm noch gar nicht erreicht: es riecht nach Kohle und Kohlengas. Als ich mit meinem Bruder als Kinder in Frankenberg vor Neugierde die Nase auf dem Dach in die Schornsteine steckte, roch es genau so. Oder wenn man seinen Kachelofen zu zeitig zudrehte, nämlich nach dahingasender Kohle. Und so entdeckten wir auch hier und dort – und bald immer mehr – Erdlöcher, aus denen es gast. Der Abraum enthält noch so viel Kohle, daß sie still vor sich hin glimmt und schwelt. Aber es ist offenbar zu wenig, als daß sich die Halde selbst entzünden könnte. Zweifelsohne interessant!
Der Blick vom Turm selbst ist genial. Der Blick geht weit übers Land, zumindest sagen das die Orientierungsschilder. Wir hatten leider nicht die beste Sicht, aber sehr interessante Wetterverhältnisse. Und noch ein Tip: Alles festhalten, was nicht wegfliegen soll, weil es wichtig oder kostbar ist: Kinder, Freundin, Hunde, Jacken, Mützen! Apropos Mütze, die ist ratsam. Je kälter das Wetter, desto frischer der Wind oben. Auch wenn es scheinbar windstill ist (unten). Oben werdet Ihr überrascht sein!!
Blick vom Turm
Wer jetzt noch Lust auf Bergbaukunde bekommen hat, der kann dem Bergbaumuseum in Oelsnitz noch einen Besuch abstatten. Der grün-braune Förderturm des ehemaligen Bergwerkes ist in Oelsnitzer Richtung vom “Glück-Auf-Turm” kaum zu übersehen. So wie ich weiß, fährt man dort sogar richtig ein . . . viel Spaß!
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