Wem Wandern zu langweilig ist…. Tips aus der Freien Presse Chemnitz vom 17.03.2012
Ein (hoffentlich) nicht ganz ernst zu nehmender Ratgeber für Reise und Erholung in der Freien Presse vom 17.03.2012. Vorgeschlagen werden “Mountainbiking auf der Straße des Todes in Bolivien”, “Vulkan-Boarding in Nikaragua”, “Bungee-Jumping vom Hubschrauber in den Vulkankrater” und so weiter. Da werden Freizeitaktivitäten vorgeschlagen, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Muß man denn immer den letzten Kick Adrenalin haben? Der Blick für´s Einfache und die Freude auch an kleinen Dingen gehen dabei völlig verloren. Das kann zur Sucht ausarten – und es kann nicht mehr zu kontrollierende Nebeneffekte hervor rufen.
Beispiele? Bitte:
Beim Zugspitzlauf Anfang 2010 erfrieren Teilnehmer, weil sie zu blöd sind, sich der Witterung in 3000 m Höhe gerecht anzuziehen.
Eine 22-jährige Australierin reist nach Simbabwe, um einen 111 m tiefen Bungee-Sprung zu absolvieren. Leider reißt das Seil….
Auf einem Jahrmarkt lassen sich die Fahrgäste einer Gondel an einem 60 m hohen Mast ungebremst in die Tiefe stürzen. Die Bremswirkung soll erst kurz vor dem Boden einsetzen. Was sie dann leider in einem Fall eben nicht tat….
Im Jahr 2011 erfrieren vier sächsische Skiurlauber in Norwegen, weil sie die Warnungen eines Einheimischen verhöhnten und den gut gemeinten Rat in den Wind schlugen!
Wieviel Kick brauchen wir – und ist nur derjenige richtig hipp und up-to-date, der alles mitmacht, ohne nachzudenken? Welcher Zwang steckt da dahinter? Wenn etwas passiert, dann ist das Geschrei nach Verantwortlichen, nach Schuldigen und nach Ärzten groß. Warum wurden wir nicht gewarnt? Ja, hallo – wo ist denn der eigene gesunde Menschenverstand? Daß man das Risiko selbst gesucht und herausgefordert hat, ist dann ganz schnell vergessen.
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