Ein Ausflug zum Auersberg im Januar 2010

An einem schönen und sonnigem Sonntag Ende Januar 2010 war das verschneite Westerzgebirge unser Ausflugsziel. Auch ohne ein Wintersportfreak zu sein kann man sich an der klaren Luft und der herrlich verschneiten Landschaft erfreuen. Was uns zwischen Frühjahr und Herbst ein beliebtes Motorradtourenrevier ist, bietet im Winter eine völlig andere Sicht auf die Dinge. Wir wählten ab Greiz den Weg durch das Göltzschtal nach Rodewisch – weiter über Rützengrün/Schnarrtanne und Schönheide zur B 283. An Höhe hatten wir bereits beträchtlich zugelegt. Ringsum war alles märchenhaft anzusehen. Die B 283 befuhren wir in Richtung Klingenthal bis zum Abzweig Wilzschhaus/Carlsfeld. Die Zwickauer Mulde seitlich der Straße plätscherte so vor sich hin, die zugefrorenen Flößergräben auf der anderen Straßenseite nicht mehr. Da war nur noch Eis. Von Wilzschhaus führte uns der Weg nach Carlsfeld. Was zu einer anderen Jahreszeit ein idyllisches Hochtal ist, war heute “nur” eine traumhafte Landschaft wie aus einem Märchen. In Carlsfeld war Pause. Wir wollten Eindrücke sammeln. Die Weihnachtspyramide zum Beispiel sah mit ihren Schneewehen auf den Flügeln recht lustig aus und auch die Rundkirche gab ein völlig anderes Bild als im Sommer. Als junger Zimmerergeselle arbeitete hier George Bähr mit, der spätere Erbauer der Dresdner Frauenkirche. Zentralbau nennt man diese Rundkirchen, wie sie zum Beispiel auch in Forchheim/Erzg., Schmiedeberg, Seiffen oder Klingenthal stehen.

Carlsfeld: Pyramide und Rundkirche

Von Carlsfeld aus überquerten wir die “Paßhöhe Hefekloß, 1788 halbe Meter”. Dort befindet sich auch der Abzweig ins Hochmoor Großer Kranichsee. Wir fuhren indes weiter ins Tal nach Wildenthal und hatten schon bald den Auersberg vor unserer Nase. Nun mußten wir ihn nur noch umfahren um zur Sauschwämme zu gelangen. Dort stellten wir das Auto ab, der Rest sollte in den nächsten 2,5 Std. per Pedes geschehen.

Was mich immer wieder stört: der Auersberg ist nicht der zweithöchste Berg des Erzgebirges!! Es sei denn, man betrachtet nur die deutsche Seite. Das muß man dann aber dazu sagen. Denn im Gebiet des tschechischen Keilberges sind noch ein paar Gipfel höher… Und selbst der Fichtelberg wäre nämlich dann nur der zweithöchste Berg des Gebirges. Aber: auf deutscher Seite sowie in Sachsen generell wollen wir das gelten lassen. Der Marsch bis in eine Höhe von 1018 (1019?) Metern zog sich. Aber es war angenehm. Nur stellenweise mußte man die Ohren festhalten, generell hielt sich der Wind in Grenzen. Leider gab es von oben nicht mehr die schöne Fernsicht, die es von unten versprach zu sein. Es hatte sich zugezogen.

auf dem Auersberg zwischen Eibenstock und Johann´stadt

Zurück am bzw. im Auto wartete schon Kaffee und Quarktorte und natürlich auch etwas Süßes zu Naschen auf uns, bevor wir dann die Heimfahrt antraten.

. . . noch einmal in Carlsfeld

Noch mehr zum Wilzschtal und dem Auersberg sowie zu dieser sehr empfehlenswerten Runde unter der Kategorie (Menüpunkt) “Tour- und Ausflugstips” dieser Blogseite.

Wenn die in meinen Tourbeschreibungen veröffentlichte Motorradtour in dieser Region gerade in der Veröffentlichung ist, gibt es auch hier Info´s dazu:

Carlsfeld, Wilzschtal, Auersberg


4 Kommentare zu „Winter im Westerzgebirge“

  • Helga:

    Wunderschön, diese Fotos – und der blaue Himmel,
    wie in einem Märchen.

    note 1

  • Auch der Winter hat seine Reize. Man muß nur aufhören zu muffeln und zu maulen. Klar ist´s kalt. Aber es ist auch schön, gell?
    Gruß Alwin

  • Hallo Ihr Beiden,
    hoffe, Du bist wieder völlig genesen?
    Habt ja wieder mal ´ne “Nase” für schöne Fotos :-)
    Übrigens, Dein Mütze ist Kult!
    Bis bald mal wieder…

    Glück Auf aus Seiffen

  • Glück auf!
    - genesen fast, es geht aufwärts
    - war ja auch traumhaftes Fotowetter, einfach herrlich
    - welche Mütze, die ich hier aufhabe? Die hat sogar eine Geschichte . . .

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